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1.6 Notation auf Systemen

@translationof Staff notation

[image of music]

Dieser Abschnitt zeigt, wie die Erscheinung von Systemen beeinflusst wird, wie Partituren mit mehr als einem System gesetzt werden und wie man Aufführungsanweisungen und Stichnoten zu einzelnen Systemen hinzufügt.


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1.6.1 Systeme anzeigen lassen

@translationof Displaying staves

Dieser Abschnitt zeigt unterschiedliche Methoden, Notensysteme und Gruppen von Systemen zu erstellen.


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Neue Notensysteme erstellen

@translationof Instantiating new staves

Notensysteme (engl. staff, Pl. staves) werden mit dem \new oder \context-Befehl erstellt. Zu Einzelheiten siehe Kontexte erstellen und referenzieren.

Der einfachste Notensystem-Kontext ist Staff:

 
\new Staff \relative { c''4 d e f }

[image of music]

DrumStaff (Perkussionsnotensystem) erstellt ein Notensystem mit fünf Linien, das für ein typisches Schlagzeug eingerichtet ist. Für jedes Instrument werden unterschiedliche Symbole dargestellt. Die Instrumente werden innerhalb der drummode-Umgebung gesetzt, wo jedes Instrument seine eigene Bezeichnung hat. Zu Einzelheiten siehe Schlagzeugsysteme.

 
\new DrumStaff {
  \drummode { cymc hh ss tomh }
}

[image of music]

RhythmicStaff (Rhythmus-System) erstellt ein Notensystem mit nur einer Notenlinie, auf welcher nur die rhythmischen Werte der eingegebenen Noten dargestellt werden. Die wirklichen Längen bleiben erhalten. Zu Einzelheiten, siehe Melodierhythmus anzeigen.

 
\new RhythmicStaff { c4 d e f }

[image of music]

TabStaff (Tabulatursystem) erstellt eine Tabulatur mit sechs Saiten in der üblichen Gitarrenstimmung. Zu Einzelheiten siehe Standardtabulaturen.

 
\new TabStaff \relative { c''4 d e f }

[image of music]

Es gibt zwei Notensysteme, die zur Notation von Alter Musik eingesetzt werden: MensuralStaff and VaticanaStaff. Sie sind erklärt in Vordefinierte Umgebungen.

Das GregorianTranscriptionStaff (System zur Transkription des Gregorianischen Chorals) erstellt ein Notensystem, um modernen Gregorianischen Choral zu notieren. Es hat keine Notenlinien.

 
\new GregorianTranscriptionStaff \relative { c''4 d e f e d }

[image of music]

Neue Notensystem-Kontexte können selber definiert werden. Zu Einzelheiten, siehe Neue Kontexte definieren.

Siehe auch

Glossar: (music-glossary)staff in Abschnitt ‘staff’ in Glossar, (music-glossary)staves in Abschnitt ‘staves’ in Glossar.

Notationsreferenz: Kontexte erstellen und referenzieren, Schlagzeugsysteme, Melodierhythmus anzeigen, Standardtabulaturen, Vordefinierte Umgebungen, Das Notensystem, Gregorianische Gesangs-Kontexte, Mensural-Kontexte, Neue Kontexte definieren.

Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.

Referenz der Interna: (internals)Staff in Abschnitt ‘Staff’ in Referenz der Interna, (internals)DrumStaff in Abschnitt ‘DrumStaff’ in Referenz der Interna, (internals)GregorianTranscriptionStaff in Abschnitt ‘GregorianTranscriptionStaff’ in Referenz der Interna, (internals)RhythmicStaff in Abschnitt ‘RhythmicStaff’ in Referenz der Interna, (internals)TabStaff in Abschnitt ‘TabStaff’ in Referenz der Interna, (internals)MensuralStaff in Abschnitt ‘MensuralStaff’ in Referenz der Interna, (internals)VaticanaStaff in Abschnitt ‘VaticanaStaff’ in Referenz der Interna, (internals)StaffSymbol in Abschnitt ‘StaffSymbol’ in Referenz der Interna.


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Systeme gruppieren

@translationof Grouping staves

Es gibt verschiedene Kontexte, um einzelne Notensysteme zu gruppieren und einer Partitur zu verbinden. Jeder Gruppenstil beeinflusst das Aussehen des Systemanfangs und das Verhalten der Taktlinien.

Wenn kein Kontext angegeben ist, wird die Standardeinstellung eingesetzt: die Gruppe beginnt mit einer vertikalen Linie und die Taktlinien sind nicht verbunden.

 
<<
  \new Staff \relative { c''1 c }
  \new Staff \relative { c''1 c }
>>

[image of music]

Im StaffGroup-Kontext die Gruppe mit einer eckigen Klammer begonnen und die Taktlinien durch alle Systeme gezogen.

 
\new StaffGroup <<
  \new Staff \relative { c''1 c }
  \new Staff \relative { c''1 c }
>>

[image of music]

In einem ChoirStaff (Chorsystem) beginnt die Gruppe mit einer eckigen Klammer, aber die Taktlinien sind nicht verbunden.

 
\new ChoirStaff <<
  \new Staff \relative { c''1 c }
  \new Staff \relative { c''1 c }
>>

[image of music]

In einem GrandStaff (Akkolade) beginnt die Gruppe mit einer geschweiften Klammer und die Taktlinien sind durchgezogen.

 
\new GrandStaff <<
  \new Staff \relative { c''1 c }
  \new Staff \relative { c''1 c }
>>

[image of music]

Der PianoStaff-(Klaviersystem)-Kontext ist identisch mit dem GrandStaff-Kontext, aber es ermöglicht zusätzlich direkt die Angabe einer Instrumentbezeichnung. Zu Einzelheiten siehe Instrumentenbezeichnungen.

 
\new PianoStaff <<
  \set PianoStaff.instrumentName = "Piano"
  \new Staff \relative { c''1 c }
  \new Staff \relative { \clef bass c1 c }
>>

[image of music]

Jede Systemgruppe stellt die Eigenschaft systemStartDelimiter (SystemBeginnBegrenzer) auf einen der folgenden Werte: SystemStartBar, SystemStartBrace oder SystemStartBracket. Ein vierter Begrenzer, SystemStartSquare, ist auch erreichbar, aber man muss ihr explizit einstellen.

Neue Systemgruppen können definiert werden. Zu Einzelheiten siehe Neue Kontexte definieren.

Ausgewählte Schnipsel

Eine eckige Klammer zu Beginn von Systemgruppen benutzen

Die Klammer zu Beginn von Systemgruppen kann auch in eine eckige Klammer (SystemStartSquare) umgewandelt werden, wenn man sie explizit im StaffGroup- oder ChoirStaffGroup-Kontext setzt.

 
\score {
  \new StaffGroup { <<
  \set StaffGroup.systemStartDelimiter = #'SystemStartSquare
    \new Staff { c'4 d' e' f' }
    \new Staff { c'4 d' e' f' }
  >> }
}

[image of music]

Klammer anzeigen, wenn nur ein System gesetzt wird

Wenn nur ein System einer Systemgruppe vom Typ ChoirStaff oder StaffGroup angezeigt wird, wird die Klammer zu Beginn normalerweise nicht gesetzt. Das kann verändert werden, indem man die entsprechende Eigenschaft verändert.

Bei Systemen wie PianoStaff und GrandStaff, die mit einer geschweiften Klammer beginne, muss eine andere Eigenschaft verändert werden, wie das zweite Beispiel zeigt.

 
\score {
  \new StaffGroup <<
    % Must be lower than the actual number of staff lines
    \override StaffGroup.SystemStartBracket.collapse-height = #4
    \override Score.SystemStartBar.collapse-height = #4
    \new Staff {
      c'1
    }
  >>
}
\score {
  \new PianoStaff <<
    \override PianoStaff.SystemStartBrace.collapse-height = #4
    \override Score.SystemStartBar.collapse-height = #4
    \new Staff {
      c'1
    }
  >>
}

[image of music]

Mensurstriche-Layout (Taktstriche zwischen den Systemen

Das Mensurstiche-Layout, in welchem die Taktlinien nicht auf den Systemen, sondern zwischen den Systemen gesetzt werden, kann mit einer StaffGroup anstelle von ChoirStaff erreicht werden. Die Taktlinien auf den Systemen werden mit der transparent-Eigenschaft ausgelöscht.

 
global = {
  \hide Staff.BarLine
  s1 s
  % the final bar line is not interrupted
  \undo \hide Staff.BarLine
  \bar "|."
}

\new StaffGroup \relative c'' {
  <<
    \new Staff { << \global { c1 c } >> }
    \new Staff { << \global { c c } >> }
  >>
}

[image of music]

Siehe auch

Glossar: (music-glossary)brace in Abschnitt ‘brace’ in Glossar, (music-glossary)bracket in Abschnitt ‘bracket’ in Glossar, (music-glossary)grand staff in Abschnitt ‘grand staff’ in Glossar.

Notationsreferenz: Instrumentenbezeichnungen, Neue Kontexte definieren.

Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.

Referenz der Interna: (internals)Staff in Abschnitt ‘Staff’ in Referenz der Interna, (internals)StaffGroup in Abschnitt ‘StaffGroup’ in Referenz der Interna, (internals)ChoirStaff in Abschnitt ‘ChoirStaff’ in Referenz der Interna, (internals)GrandStaff in Abschnitt ‘GrandStaff’ in Referenz der Interna, (internals)PianoStaff in Abschnitt ‘PianoStaff’ in Referenz der Interna, (internals)SystemStartBar in Abschnitt ‘SystemStartBar’ in Referenz der Interna, (internals)SystemStartBrace in Abschnitt ‘SystemStartBrace’ in Referenz der Interna, (internals)SystemStartBracket in Abschnitt ‘SystemStartBracket’ in Referenz der Interna, (internals)SystemStartSquare in Abschnitt ‘SystemStartSquare’ in Referenz der Interna.

Bekannte Probleme und Warnungen

PianoStaff nimmt standardmäßig keine ChordNames (Akkordbezeichnungen) auf.


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Verschachtelte Notensysteme

@translationof Nested staff groups

System-Gruppen können in beliebiger Tiefe geschachtelt werden. In diesem Fall erstellt jeder neue, innen liegende Kontext eine neue Klammer außerhalb der Klammer der Systemgruppe, in der er sich befindet.

 
\new StaffGroup <<
  \new Staff \relative { c''2 c | c2 c }
  \new StaffGroup <<
    \new Staff \relative { g'2 g | g2 g }
    \new StaffGroup \with {
      systemStartDelimiter = #'SystemStartSquare
    }
    <<
      \new Staff \relative { e'2 e | e2 e }
      \new Staff \relative { c'2 c | c2 c }
    >>
  >>
>>

[image of music]

Neue geschachtelte Systemgruppen können definiert werden. Zu Einzelheiten siehe Neue Kontexte definieren.

Ausgewählte Schnipsel

Systeme schachteln

Die Eigenschaft systemStartDelimiterHierarchy kann eingesetzt werden, um komplizierte geschachtelte Systemklammern zu erstellen. Der Befehl \set StaffGroup.systemStartDelimiterHierarchy nimmt eine Liste mit der Anzahl der Systeme, die ausgegeben werden, auf. Vor jedem System kann eine Systemanfangsklammer angegeben werden. Sie muss in Klammern eingefügt werden und umfasst so viele Systeme, wie die Klammer einschließt. Elemente in der Liste können ausgelassen werden, aber die erste Klammer umfasst immer die gesamte Gruppe. Die Möglichkeiten der Anfangsklammer sind: SystemStartBar, SystemStartBracket, SystemStartBrace und SystemStartSquare.

 
\new StaffGroup
\relative c'' <<
  \override StaffGroup.SystemStartSquare.collapse-height = #4
  \set StaffGroup.systemStartDelimiterHierarchy
    = #'(SystemStartSquare (SystemStartBrace (SystemStartBracket a
                             (SystemStartSquare b)  ) c ) d)
  \new Staff { c1 }
  \new Staff { c1 }
  \new Staff { c1 }
  \new Staff { c1 }
  \new Staff { c1 }
>>

[image of music]

Siehe auch

Notationsreferenz: Systeme gruppieren, Instrumentenbezeichnungen, Neue Kontexte definieren.

Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.

Referenz der Interna: (internals)StaffGroup in Abschnitt ‘StaffGroup’ in Referenz der Interna, (internals)ChoirStaff in Abschnitt ‘ChoirStaff’ in Referenz der Interna, (internals)SystemStartBar in Abschnitt ‘SystemStartBar’ in Referenz der Interna, (internals)SystemStartBrace in Abschnitt ‘SystemStartBrace’ in Referenz der Interna, (internals)SystemStartBracket in Abschnitt ‘SystemStartBracket’ in Referenz der Interna, (internals)SystemStartSquare in Abschnitt ‘SystemStartSquare’ in Referenz der Interna.


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Systeme trennen

@translationof Separating systems

Wenn die Anzahl der Systeme sich von Seite zu Seite ändert, wird normalerweise ein Trennzeichen hinzugefügt, dass die Systeme voneinander trennt. Die Standardeinstellung ist, dass der Trenner nicht gesetzt wird, aber man kann ihn mit einer Option in der \paper-Umgebung angeschalten.

 
\book {
  \score {
    \new StaffGroup <<
      \new Staff {
        \relative {
          c''4 c c c
          \break
          c4 c c c
        }
      }
      \new Staff {
        \relative {
          c''4 c c c
          \break
          c4 c c c
        }
      }
    >>
  }
  \paper {
    system-separator-markup = \slashSeparator
    % following commands are needed only to format this documentation
    paper-width = 100\mm
    paper-height = 100\mm
    tagline = ##f
  }
}

[image of music]

Siehe auch

Notationsreferenz: Seitenlayout.

Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.


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1.6.2 Einzelne Systeme verändern

@translationof Modifying single staves

Dieser Abschnitt zeigt, wie man bestimmte Eigenschaften eines Systems ändert – etwa die Anzahl der Notenlinien oder die Größe des Systems. Es werden auch Methoden dargestellt, ein System zu beginnen und zu beenden sowie eine Methode, Ossia-Systeme zu erstellen.


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Das Notensystem

@translationof Staff symbol

Die Befehle \stopStaff und \startStaff können benutzt werden, um ein Notensystem zu stoppen oder (wieder) zu beginnen.

 
\relative {
  \stopStaff f''4 d \startStaff g, e
  f'4 d \stopStaff g, e
  f'4 d \startStaff g, e
}

[image of music]

Vordefinierte Befehle

\startStaff, \stopStaff.

Die Linien eines Notensystems gehören zu dem StaffSymbol-(NotensystemSymbol)-Grob (hierzu gehören auch Hilfslinien). StaffSymbol-Eigenschaften können verändert werden, um die Erscheinung des Notensystems zu beeinflussen, aber sie müssen gesetzt werden, bevor das System erstellt wird.

Die Anzahl der Notenlinien kann verändert werden:

 
\relative {
  f''4 d \stopStaff
  \override Staff.StaffSymbol.line-count = #2
  \startStaff g, e |

  f'4 d \stopStaff
  \revert Staff.StaffSymbol.line-count
  \startStaff g, e |
}

[image of music]

Auch die Position der Notenlinien kann geändert werden. Die Werte werden in halben Notensystemabständen eingegeben und die neue Position ist relativ zur ursprünglichen Mittellinie. Eine einzelne Linie wird für jeden Wert ausgegeben, sodass die Anzahl der Linien sowie ihre Position im Notensystem mit einem Befehl geändert werden können.

 
\relative {
  f''4 d \stopStaff
  \override Staff.StaffSymbol.line-positions = #'(1 3 5 -1 -3)
  \startStaff g, e |
  f'4 d \stopStaff
  \override Staff.StaffSymbol.line-positions = #'(8 6.5 -6 -8 -0.5)
  \startStaff g, e |
}

[image of music]

die Position des Notenschlüssels und die Position von c’ können geändert werden, um dem neuen System zu entsprechen. Siehe auch Notenschlüssel.

Die Liniendicke der Notenlinien kann verändert werden. Die Dicke der Hilfslinien und Notenhälse wird auch beeinflusst, weil sie von der Notenliniendicke abhängen.

 
\new Staff \with {
  \override StaffSymbol.thickness = #3
} \relative {
  f''4 d g, e
}

[image of music]

Die Dicke der Hilfslinien (engl. ledger lines) kann allerdings auch unabhängig von der Notenliniendicke verändert werden. Die zwei Zahlen, die nötig sind, sind Faktoren, mit denen die Notenlinien-Dicke und der Notenlinienabstand multipliziert werden. Die Addition beider Werte ergibt die Dicke der Hilfslinien.

 
\new Staff \with {
  \override StaffSymbol.thickness = #2
  \override StaffSymbol.ledger-line-thickness = #'(0.5 . 0.4)
} \relative {
  f'''4 a, a,, f
}

[image of music]

Die vertikale Position der Hilfslinien kann verändert werden:

 
\new Staff \with {
  \override StaffSymbol.ledger-positions = #'(-3 -2 -1 2 5 6)
} \relative {
  f'''4 a, a,, f
}

[image of music]

Zusätzliche Hilfslinien können auch innerhalb des Systems gesetzt werden, wenn sie von einem selbsdefinierten Notensystem genötigt werden. Das Beispiel zeigt die Standardposition der Hilfslinien wenn die explizite Position mit legder-position nicht definiert ist. Der Befehl stopStaff wird benötigt, damit der Befehl sich auf das gesamte System (StaffSymbol) auswirkt.

[image of music]

Der Abstand zwischen Notenlinien kann verändert werden. Diese Einstellung wirkt sich auch auf den Abstand der Hilfslinien aus.

 
\new Staff \with {
  \override StaffSymbol.staff-space = #1.5
} \relative {
  f'''4 d, g, e,
}

[image of music]

Ausgewählte Schnipsel

Eine Linie des Notensystems dicker als die anderen machen

Für den pädagogischen Einsatz kann eine Linie des Notensystems dicker gezeichnet werden (z. B. die Mittellinie, oder um den Schlüssel hervorzuheben). Das ist möglich, indem man zusätzliche Linien sehr nahe an der Linie, die dicker erscheinen soll, einfügt. Dazu wird die line-positions-Eigenschaft herangezogen.

 
{
  \override Staff.StaffSymbol.line-positions =
    #'(-4 -2 -0.2 0 0.2 2 4)
  d'4 e' f' g'
}

[image of music]

Siehe auch

Glossar: (music-glossary)line in Abschnitt ‘line’ in Glossar, (music-glossary)ledger line in Abschnitt ‘ledger line’ in Glossar, (music-glossary)staff in Abschnitt ‘staff’ in Glossar.

Notationsreferenz: Notenschlüssel.

Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.

Referenz der Interna: (internals)StaffSymbol in Abschnitt ‘StaffSymbol’ in Referenz der Interna, (internals)staff-symbol-interface in Abschnitt ‘staff-symbol-interface’ in Referenz der Interna.


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Ossia-Systeme

@translationof Ossia staves

Ossia-Systeme können gesetzt werden, indem zwei gleichzeitige Notensysteme an der entsprechenden Position erstellt werden:

 
\new Staff \relative {
  c''4 b d c
  <<
    { c4 b d c }
    \new Staff { e4 d f e }
  >>
  c4 b c2
}

[image of music]

Dieses Beispiel ist aber normalerweise nicht erwünscht. Um Ossia-Systeme zu setzen, die sich über dem eigentlichen System befinden, keine Takt- und Schlüsselangaben haben und kleiner gesetzt sind, müssen einige Optimierungen angewendet werden. Im Handbuch zum Lernen wird eine Technik vorgestellt, mit der das gewünschte Ergebnis erreicht werden kann, beginnend in (learning)Musikalische Ausdrücke ineinander verschachteln in Abschnitt ‘Musikalische Ausdrücke ineinander verschachteln’ in Handbuch zum Lernen.

Das Beispiel unten setzt die alignAboveContext-(oberhalbAusrichtenKontext)-Eigenschaft ein, um den Ossia-Abschnitt auszurichten. Diese Methode bietet sich an, wenn nur einige Ossia-Systeme benötigt werden.

 
\new Staff = main \relative {
  c''4 b d c
  <<
    { c4 b d c }

    \new Staff \with {
      \remove "Time_signature_engraver"
      alignAboveContext = "main"
      fontSize = #-3
      \override StaffSymbol.staff-space = #(magstep -3)
      \override StaffSymbol.thickness = #(magstep -3)
      firstClef = ##f
    }
    { e4 d f e }
  >>
  c4 b c2
}

[image of music]

Wenn mehrere isolierte Ossia-Systeme gebraucht werden, kann es günstiger sein, einen leeren Staff-Kontext mit einer spezifischen Kontextidentifikation zu erstellen. Die Ossia-Abschnitte werden dann erstellt, indem dieser Kontext aufgerufen wird und mit \startStaff und \stopStaff an den richtigen Stellen sichtbar gemacht wird. Der Vorteil dieser Methode zeigt sich, wenn man längere Stücke setzt.

 
<<
  \new Staff = ossia \with {
    \remove "Time_signature_engraver"
    \hide Clef
    fontSize = #-3
    \override StaffSymbol.staff-space = #(magstep -3)
    \override StaffSymbol.thickness = #(magstep -3)
  }
  { \stopStaff s1*6 }

  \new Staff \relative {
    c'4 b c2
    <<
      { e4 f e2 }
      \context Staff = ossia {
        \startStaff e4 g8 f e2 \stopStaff
      }
    >>
    g4 a g2 \break
    c4 b c2
    <<
      { g4 a g2 }
      \context Staff = ossia {
        \startStaff g4 e8 f g2 \stopStaff
      }
    >>
    e4 d c2
  }
>>

[image of music]

Man kann auch den \Staff \RemoveEmptyStaves-Befehl einsetzen, um Ossia-Systeme zu erstellen. Diese Methode eignet sich am besten, wenn nach dem Ossia sofort ein Zeilenumbruch erfolgt. Mehr Information zu \Staff \RemoveEmptyStaves findet sich in Systeme verstecken.

 
<<
  \new Staff = ossia \with {
    \remove "Time_signature_engraver"
    \hide Clef
    fontSize = #-3
    \override StaffSymbol.staff-space = #(magstep -3)
    \override StaffSymbol.thickness = #(magstep -3)
  } \relative {
    R1*3
    c''4 e8 d c2
  }
  \new Staff \relative {
    c'4 b c2
    e4 f e2
    g4 a g2 \break
    c4 b c2
    g4 a g2
    e4 d c2
  }
>>

\layout {
  \context {
    \Staff \RemoveEmptyStaves
    \override VerticalAxisGroup.remove-first = ##t
  }
}

[image of music]

Ausgewählte Schnipsel

Gesangstext und Ossia vertikal ausrichten

Dieser Schnipsel zeigt, wie man die Kontexteigenschaften alignBelowContext und alignAboveContext benutzen kann, um die Positionierung von Gesangstext und Ossia-Abschnitten zu kontrollieren.

 
\paper {
  ragged-right = ##t
}

\relative c' <<
  \new Staff = "1" { c4 c s2 }
  \new Staff = "2" { c4 c s2 }
  \new Staff = "3" { c4 c s2 }
  { \skip 2
    <<
      \lyrics {
        \set alignBelowContext = #"1"
        lyrics4 below
      }
      \new Staff \with {
        alignAboveContext = #"3"
        fontSize = #-2
        \override StaffSymbol.staff-space = #(magstep -2)
        \remove "Time_signature_engraver"
      } {
        \tuplet 6/4 {
          \override TextScript.padding = #3
          c8[^"ossia above" d e d e f]
        }
      }
    >>
  }
>>

[image of music]

Siehe auch

Glossar: (music-glossary)ossia in Abschnitt ‘ossia’ in Glossar, (music-glossary)staff in Abschnitt ‘staff’ in Glossar, (music-glossary)Frenched staff in Abschnitt ‘Frenched staff’ in Glossar.

Handbuch zum Lernen: (learning)Musikalische Ausdrücke ineinander verschachteln in Abschnitt ‘Musikalische Ausdrücke ineinander verschachteln’ in Handbuch zum Lernen, (learning)Größe von Objekten in Abschnitt ‘Größe von Objekten’ in Handbuch zum Lernen, (learning)Länge und Dicke von Objekten in Abschnitt ‘Länge und Dicke von Objekten’ in Handbuch zum Lernen.

Notationsreferenz: Systeme verstecken.

Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.

Referenz der Interna: (internals)StaffSymbol in Abschnitt ‘StaffSymbol’ in Referenz der Interna.


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Systeme verstecken

@translationof Hiding staves

Die Notenlinien können entfernt werden, indem der Staff_symbol_engraver aus dem Staff-Kontext entfernt wird. Alternativ kann auch \stopStaff eingesetzt werden.

 
\new Staff \with {
  \remove "Staff_symbol_engraver"
}
\relative { a''8 f e16 d c b a2 }

[image of music]

Leere Systeme können versteckt werden, wenn der \Staff \RemoveEmptyStaves-Befehl im \layout-Abschnitt benutzt wird. In großen Orchesterpartituren wird dies oft verwendet, um die leeren Systeme von gerade nicht spielenden Instrumenten zu verstecken. In der Standardeinstellung werden alle leeren Notenzeilen außer die des ersten Systems entfernt.

Achtung: Eine Notenzeile gilt als leer, wenn sie nur Ganztaktpausen, Pausen, unsichtbare Noten, skip-Befehle oder eine Kombination der drei enthält.

 
\layout {
  \context {
    \Staff \RemoveEmptyStaves
  }
}

\relative <<
  \new Staff {
    e'4 f g a \break
    b1 \break
    a4 b c2
  }
  \new Staff {
    c,4 d e f \break
    R1 \break
    f4 g c,2
  }
>>

[image of music]

\Staff \RemoveEmptyStaves kann auch eingesetzt werden, um Ossiaabschnitte zu erstellen. Zu Einzelheiten, siehe Ossia-Systeme.

Der \VaticanaStaff \RemoveEmptyStaves-Befehl kann benutzt werden, um leere Takte in Notation der Alten Musik zu entfernen. Gleichermaßen kann \RhythmicStaff \RemoveEmptyStaves eingesetzt werden, um leere Takte in einem RhythmicStaff-Kontext zu entfernen.

Vordefinierte Befehle

\Staff \RemoveEmptyStaves, \VaticanaStaff \RemoveEmptyStaves, \RhythmicStaff \RemoveEmptyStaves.

Ausgewählte Schnipsel

Die erste leere Notenzeile auch entfernen

Ein leeres Notensystem kann auch aus der ersten Zeile einer Partitur entfernt werden, indem die Eigenschaft remove-first der VerticalAxisGroup-Eigenschaft eingesetzt wird. Das kann man global in einer \layout-Umgebung oder lokal in dem bestimmten Notensystem machen, das entfernt werden soll. In letzterem Fall muss man den Kontext angeben.

Das untere Notensystem der zweiten Systemgruppe wird nicht entfernt, weil in die Einstellungen in dem Schnipsel nur für das eine Notensystem gültig sind.

 
\layout {
  \context {
    \Staff \RemoveEmptyStaves
    % To use the setting globally, uncomment the following line:
    % \override VerticalAxisGroup.remove-first = ##t
  }
}
\new StaffGroup <<
  \new Staff \relative c' {
    e4 f g a \break
    c1
  }
  \new Staff {
    % To use the setting globally, comment this line,
    % uncomment the line in the \layout block above
    \override Staff.VerticalAxisGroup.remove-first = ##t
    R1 \break
    R
  }
>>
\new StaffGroup <<
  \new Staff \relative c' {
    e4 f g a \break
    c1
  }
  \new Staff {
    R1 \break
    R
  }
>>

[image of music]

Siehe auch

Glossar: (music-glossary)Frenched staff in Abschnitt ‘Frenched staff’ in Glossar.

Handbuch zum Lernen: (learning)Sichtbarkeit und Farbe von Objekten in Abschnitt ‘Sichtbarkeit und Farbe von Objekten’ in Handbuch zum Lernen.

Notationsreferenz: Die Standardeinstellungen von Kontexten ändern, Das Notensystem, Ossia-Systeme, Unsichtbare Noten, Sichtbarkeit von Objekten.

Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.

Referenz der Interna: (internals)ChordNames in Abschnitt ‘ChordNames’ in Referenz der Interna, (internals)FiguredBass in Abschnitt ‘FiguredBass’ in Referenz der Interna, (internals)Lyrics in Abschnitt ‘Lyrics’ in Referenz der Interna, (internals)Staff in Abschnitt ‘Staff’ in Referenz der Interna, (internals)VerticalAxisGroup in Abschnitt ‘VerticalAxisGroup’ in Referenz der Interna, (internals)Staff_symbol_engraver in Abschnitt ‘Staff_symbol_engraver’ in Referenz der Interna.

Bekannte Probleme und Warnungen

Wenn man den Staff_symbol_engraver entfernt, werden auch die Taktlinien entfernt. Wenn eine sichtbare Taktlinie angefordert wird, kann es zu Formatierungsfehlern kommen. In diesem Fall sollten folgende Befehle eingesetzt werden, anstatt den Engraver zu entfernen:

 
\omit StaffSymbol
\override NoteHead.no-ledgers = ##t

Zu den bekannten Fehlern und Warnungen, die mit \Staff \RemoveEmptyStaves zusammenhängen, siehe Die Standardeinstellungen von Kontexten ändern.


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1.6.3 Orchesterstimmen erstellen

@translationof Writing parts

Dieser Abschnitt zeigt, wie man Tempo-Anweisungen und Instrumentenbezeichnungen einfügt. Es werden auch Möglichkeiten vorgestellt, andere Stimmen zu zitieren und Stichnoten zu formatieren.


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Instrumentenbezeichnungen

@translationof Instrument names

Instrumentbezeichnungen können an der linken Seite von Notensystemen im Staff-, PianoStaff-, StaffGroup, GrandStaff und ChoirStaff-Kontext gesetzt werden. Der Wert von instrumentName wird für das erste System eingesetzt, der Wert von shortInstrumentName für alle weiteren Systeme.

 
\new Staff \with {
  instrumentName = "Violin "
  shortInstrumentName = "Vln. "
} \relative {
  c'4.. g'16 c4.. g'16 \break | c1 |
}

[image of music]

Mit dem Textbeschriftungsmodus (\markup) können auch komplizierte Instrumentenbezeichnungen erstellt werden:

 
\new Staff \with {
  instrumentName = \markup {
    \column { "Clarinetti"
      \line { "in B" \smaller \flat }
    }
  }
} \relative {
  c''4 c,16 d e f g2
}

[image of music]

Wenn zwei oder mehr Systeme gruppiert werden, werden die Instrumentenbezeichnungen automatisch zentriert. Um auch mehrzeilige Instrumentenbezeichnungen zentriert zu setzen, muss \center-column benutzt werden:

 
<<
  \new Staff \with {
    instrumentName = "Flute"
  }
  { f2 g4 f }
  \new Staff \with {
    instrumentName = \markup {
      \center-column { "Clarinet" }
      \line { "in B" \smaller \flat }
    }
  }
  { c4 b c2 }
>>

[image of music]

Wenn die Instrumentenbezeichnung zu lang ist, kann es vorkommen, dass die Bezeichnungen in einer Gruppe nicht zentriert werden. Um dennoch eine Zentrierung zu erhalten, müssen die Werte des Einzugs (indent und short-indent) vergrößert werden. Zu Einzelheiten siehe \paper-Variablen für Verschiebungen und Einrückungen.

 
<<
  \new Staff \with {
    instrumentName = "Alto Flute in G"
    shortInstrumentName = "Flt."
  } \relative {
    f''2 g4 f \break
    g4 f g2
  }
  \new Staff \with {
    instrumentName = "Clarinet"
    shortInstrumentName = "Clar."
  } \relative {
    c''4 b c2 \break
    c2 b4 c
  }
>>

\layout {
  indent = 3.0\cm
  short-indent = 1.5\cm
}

[image of music]

Um Instrumentenbezeichnungen zu anderen Kontexten (wie etwa ChordNames or FiguredBass) hinzuzufügen, muss der Instrument_name_engraver dem entsprechenden Kontext hinzugefügt werden. Zu Einzelheiten siehe Umgebungs-Plugins verändern.

Die kurzen Instrumentenbezeichnungen können mitten in einer Partitur geändert werden. Die Lange Bezeichnung instrumentName wird nur bei ihrem ersten Auftreten gesetzt und spätere Änderungen nicht berücksichtigt.

 
\new Staff \with {
  instrumentName = "Flute"
  shortInstrumentName = "Flt."
}
{
  c1 c c c \break
  c1 c c c \break
  \set Staff.instrumentName = "Clarinet"
  \set Staff.shortInstrumentName = "Clt."
  c1 c c c \break
  c1 c c c \break
}

[image of music]

Wenn das Instrument gewechselt werden soll, kann der Befehl \addInstrumentDefinition in Begleitung von \instrumentSwitch benutzt werden, um eine detaillierte Auflistung aller notwendigen Änderungen für den Wechsel zu definieren. Der \addInstrumentDefinition-Befehl hat zwei Argumente: eine Identifikation und eine Assoziationsliste von Kontexteigenschaften und Werten, die für dieses Instrument benutzt werden müssen. Der Befehl muss sich auf der höchsten Ebene in der Eingabedatei befinden. \instrumentSwitch wird dann benutzt, um den Wechsel vorzunehmen:

 
\addInstrumentDefinition "contrabassoon"
  #`((instrumentTransposition . ,(ly:make-pitch -1 0 0))
     (shortInstrumentName . "Cbsn.")
     (clefGlyph . "clefs.F")
     (middleCPosition . 6)
     (clefPosition . 2)
     (instrumentCueName . ,(make-bold-markup "cbsn."))
     (midiInstrument . "bassoon"))

\new Staff \with {
  instrumentName = "Bassoon"
}
\relative c' {
  \clef tenor
  \compressEmptyMeasures
  c2 g'
  R1*16
  \instrumentSwitch "contrabassoon"
  c,,2 g \break
  c,1 ~ | 1
}

[image of music]

Siehe auch

Notationsreferenz: \paper-Variablen für Verschiebungen und Einrückungen, Umgebungs-Plugins verändern.

Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.

Referenz der Interna: (internals)InstrumentName in Abschnitt ‘InstrumentName’ in Referenz der Interna, (internals)PianoStaff in Abschnitt ‘PianoStaff’ in Referenz der Interna, (internals)Staff in Abschnitt ‘Staff’ in Referenz der Interna.


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Andere Stimmen zitieren

@translationof Quoting other voices

Es kommt sehr oft vor, dass eine Orchesterstimme die gleichen Noten wie eine andere spielt. So können etwa die ersten und zweiten Geigen für eine bestimmte Passage die gleichen Noten haben. In LilyPond kann man das erreichen, indem eine Stimme von der anderen zitiert, sodass man die Noten für die zweite Stimme nicht noch einmal eingeben muss.

Der \addQuote-Befehl, auf höchster Ebene in der Datei, definiert einen Notenabschnitt, aus dem zitiert werden kann.

Der \quoteDuring-Befehl wird benutzt, um den Punkt anzuzeigen, an dem das Zitat beginnt. Er benötigt zwei Argumente: die Bezeichnung der zitierten Stimme, wie vorher mit \addQuote definiert, und einen musikalischen Ausdruck für die Dauer des Zitates.

 
fluteNotes = \relative {
  a'4 gis g gis | b4^"quoted" r8 ais\p a4( f)
}

oboeNotes = \relative {
  c''4 cis c b \quoteDuring "flute" { s1 }
}

\addQuote "flute" { \fluteNotes }

\score {
  <<
    \new Staff \with { instrumentName = "Flute" } \fluteNotes
    \new Staff \with { instrumentName = "Oboe" } \oboeNotes
  >>
}

[image of music]

Wenn der musikalische Ausdruck, der mit dem \quoteDuring-Befehl benutzt wird, antelle von unsichtbare Noten oder Ganztaktpausen etwa Noten enthält, wird eine polyphone Stelle begonnen, was meistens nicht erwünscht ist:

 
fluteNotes = \relative {
  a'4 gis g gis | b4^"quoted" r8 ais\p a4( f)
}

oboeNotes = \relative {
  c''4 cis c b \quoteDuring "flute" { e4 r8 ais b4 a }
}

\addQuote "flute" { \fluteNotes }

\score {
  <<
    \new Staff \with { instrumentName = "Flute" } \fluteNotes
    \new Staff \with { instrumentName = "Oboe" } \oboeNotes
  >>
}

[image of music]

Der \quoteDuring-Befehl benützt die Einstellungen des \transposition-Befehls beider Stimmen, um Noten für die zitierende Stimme zu produzieren, die das gleiche klingende C wie die zitierte Stimme haben.

 
clarinetNotes = \relative c'' {
  \transposition bes
  \key d \major
  b4 ais a ais | cis4^"quoted" r8 bis\p b4( f)
}

oboeNotes = \relative {
  c''4 cis c b \quoteDuring "clarinet" { s1 }
}

\addQuote "clarinet" { \clarinetNotes }

\score {
  <<
    \new Staff \with { instrumentName = "Clarinet" } \clarinetNotes
    \new Staff \with { instrumentName = "Oboe" } \oboeNotes
  >>
}

[image of music]

Standardmäßig werden mit den zitierten Noten auch alle Artikulationen, Dynamik, Beschriftungen usw. übernommen. Es ist aber möglich auszuwählen, welche Objekte der zitierten Noten dargestllt werden. Das geschieht mit der quotedEventTypes-Kontexteigenschaft.

 
fluteNotes = \relative {
  a'2 g2 |
  b4\<^"quoted" r8 ais a4\f( c->)
 }

oboeNotes = \relative {
  c''2. b4 |
  \quoteDuring "flute" { s1 }
}

\addQuote "flute" { \fluteNotes }

\score {
  <<
    \set Score.quotedEventTypes = #'(note-event articulation-event
                                     crescendo-event rest-event
                                     slur-event dynamic-event)
    \new Staff \with { instrumentName = "Flute" } \fluteNotes
    \new Staff \with { instrumentName = "Oboe" } \oboeNotes
  >>
 }

[image of music]

Zitate können auch mit Marken (engl. tag) versehen werden. Siehe auch Marken benutzen.

Siehe auch

Notationsreferenz: Transposition von Instrumenten, Marken benutzen.

Installierte Dateien: ‘scm/define-event-classes.scm’.

Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.

Referenz der Interna: (internals)Music classes in Abschnitt ‘Music classes’ in Referenz der Interna, (internals)QuoteMusic in Abschnitt ‘QuoteMusic’ in Referenz der Interna, (internals)Voice in Abschnitt ‘Voice’ in Referenz der Interna.

Bekannte Probleme und Warnungen

Nur der Inhalt der ersten Stimme innerhalb eines \addQuote-Befehls wird für das Zitat herangezogen. Wenn der zitierte Ausdruck also \new oder \context Voice-Befehle enthält, werden deren Inhalte nicht zitiert. Zitieren von Ziernoten und Vorschläge wird von LilyPond nicht unterstützt und kann dazu führen, dass LilyPond abstürzt. Wenn geschachtelte Triolen zitiert werden, ist das Notenbild unter Umständen sehr schlecht.


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Stichnoten formatieren

@translationof Formatting cue notes

Die einfachste Art, Stichnoten zu erstellen, ist es, einen CueVoice-Kontext in der Stimme zu erstellen.

 
\relative {
  R1
  <<
    { e'2\rest r4. e8 }
    \new CueVoice {
      \stemUp d'8^"flute" c d e fis2
    }
  >>
  d,4 r a r
}

[image of music]

Der Befehl \cueClef kann auch in einem expliziten CueVoice-Kontext eingesetzt werden, wenn ein Schlüsselwechsel nötig ist. Hiermit wird ein Schlüssel entsprechender Größe für die Stichnoten ausgegeben. Der Befehl \cueClefUnset kann dann eingesetzt werden, um wieder zum ursprünglichen Schlüssel zurückzukehren, wiederum in der richtigen Größe:

 
\relative {
  \clef "bass"
  R1
  <<
    { e'2\rest r4. \cueClefUnset e,8 }
    \new CueVoice {
      \cueClef "treble" \stemUp d''8^"flute" c d e fis2
    }
  >>
  d,,4 r a r
}

[image of music]

Die Befehle \cueClef und \cueClefUnset können auch ohne eine CueVoice-Umgebung eingesetzt werden:

 
\relative {
  \clef "bass"
  R1
  \cueClef "treble"
  d''8^"flute" c d e fis2
  \cueClefUnset
  d,,4 r a r
}

[image of music]

Für kompliziertere Stichnotenbehandlung, etwa mit Transposition, oder um Stichnoten aus unterschiedlichen Stimmen einzufügen, können die Befehle \cueDuring oder \cueDuringWithClef eingesetzt werden. Sie stellen eine spezielle Form von \quoteDuring dar, siehe auch Andere Stimmen zitieren.

Die Syntax lautet:

 
\cueDuring #Zitatbezeichnung #Richtung Noten

sowie

 
\cueDuringWithClef #Zitatbezeichnung #Richtung #Schlüssel #Noten

Die Noten der entprechenden Takten von Zitatbezeichnung wird dem CueVoice-Kontext hinzugefügt und erscheint gleichzeitig mit Noten, wodurch eine polyphone Situation entsteht. Die Richtung kann entweder UP oder DOWN sein, womit die zitierten Noten entweder als erste oder als zweite Stimme in einem System gesetzt werden.

 
fluteNotes = \relative {
  r2. c''4 | d8 c d e fis2 | g2 d |
}

oboeNotes = \relative c'' {
  R1
  \new CueVoice { \set instrumentCueName = "flute" }
  \cueDuring "flute" #UP { R1 }
  g2 c,
}

\addQuote "flute" { \fluteNotes }

\new Staff {
  \oboeNotes
}

[image of music]

Es ist möglich anzupassen, welche Objekte der Notation von \cueDuring zitiert werden, indem man die quotedCueEventTypes-Eigenschaft verändert. Ihr Standardwert ist '(note-event rest-event tie-event beam-event +tuplet-span-event); somit werden also nur Noten, Pausen, Bindebögen, Balken und N-tolen zitiert, nicht aber Artikulationen, Dynamik, Beschriftung usw.

Achtung: Wenn eine Voice-Umgebung mit cueDuring beginnt, wie im folgenden Beispiel, muss die Voice-Umgebung explizit erstellt werden, weil sonst der gesamte musikalische Ausdruck zum CueVoice-Kontext gehören würde.

 
oboeNotes = \relative {
  r2 r8 d''16(\f f e g f a)
  g8 g16 g g2.
}
\addQuote "oboe" { \oboeNotes }

\new Voice \relative c'' {
  \set Score.quotedCueEventTypes = #'(note-event rest-event tie-event
                                      beam-event tuplet-span-event
                                      dynamic-event slur-event)
  \cueDuring "oboe" #UP { R1 }
  g2 c,
}

[image of music]

Die Bezeichnung des gerade spielenden Instruments in den Stichnoten kann gesetzt werden, indem man die instrumentCueName-Eigenschaft in einen temporären CueVoice-Kontext setzt. Die Platzierung und der Stil von instrumentCueName wird durch das \instrumentSwitch-Objekt kontrolliert, siehe Instrumentenbezeichnungen. Wenn die Stichnoten einen Schlüsselwechsel erfordern, kann dieser manuell hervorgerufen werden, aber der originale Schlüssel muss auch manuell am Ende der Stichnoten wieder hergestellt werden.

 
fluteNotes = \relative {
  r2. c''4 d8 c d e fis2 g2 d2
}

bassoonNotes = \relative c {
  \clef bass
  R1
  \clef treble
  \new CueVoice { \set instrumentCueName = "flute" }
  \cueDuring "flute" #UP { R1 }
  \clef bass
  g4. b8 d2
}

\addQuote "flute" { \fluteNotes }

\new Staff {
  \bassoonNotes
}

[image of music]

Alternativ kann auch die Funktion \cueDuringWithClef eingesetzt werden. Dieser Befehl erhält zusätzlcih ein Argument, das den Schlüsselwechsel anzeigt, den man für die Stichnoten braucht. Der originale Schlüssel wird automatisch wieder hergesetllt.

 
fluteNotes = \relative {
  r2. c''4 d8 c d e fis2 g2 d2
}

bassoonNotes = \relative c {
  \clef bass
  R1
  \new CueVoice { \set instrumentCueName = "flute" }
  \cueDuringWithClef "flute" #UP "treble" { R1 }
  g4. b8 d2
}

\addQuote "flute" { \fluteNotes }

\new Staff {
  \bassoonNotes
}

[image of music]

Genauso wie \quoteDuring berücksichtigt auch \cueDuring Transpositionen. Stichnoten werden auf den Tonhöhen erstellt, die für das Instrument geschrieben würden, in dessen Noten sie gesetzt werden, um die klingenden Töne des Quelleninstruments zu produzieren.

Um Stichnoten anders zu transponieren, muss \transposedCueDuring benutzt werden. Dieser Befehl braucht ein zusätzliches Argument, um (in absolutem Modus) die gedruckte Tonhöhe vorzugeben, mit der das das eingestrichene C dargestellt werden soll. Das ist nützlich, wenn man Stichnoten von einem Instrument mit einem vollständig anderen Register benutzt:

 
piccoloNotes = \relative {
  \clef "treble^8"
  R1
  c'''8 c c e g2
  c4 g g2
}

bassClarinetNotes = \relative c' {
  \key d \major
  \transposition bes,
  d4 r a r
  \transposedCueDuring "piccolo" #UP d { R1 }
  d4 r a r
}

\addQuote "piccolo" { \piccoloNotes }

<<
  \new Staff \piccoloNotes
  \new Staff \bassClarinetNotes
>>

[image of music]

Der \killCues-Befehl entfernt Stichnoten aus einem musikalischen Ausdruck, sodass derselbe musikalische Ausdruck für die Partitur und für eine Stimme mit Stichnoten eingesetzt werden kann. Der Befehl \killCues entfernt nur Noten und Ereignisse, die durch \cueDuring zitiert wurden. Andere Beschriftungen in Verbindung mit Stichnoten, wie etwa Schlüsselwechsel und Marken, die das Ursprungsinstrument anzeigen, können mit Marken versehen werden, um sie selektiv einzufügen, siehe Marken benutzen.

 
fluteNotes = \relative {
  r2. c''4 d8 c d e fis2 g2 d2
}

bassoonNotes = \relative c {
  \clef bass
  R1
  \tag #'part {
    \clef treble
    \new CueVoice { \set instrumentCueName = "flute" }
  }
  \cueDuring "flute" #UP { R1 }
  \tag #'part \clef bass
  g4. b8 d2
}

\addQuote "flute" { \fluteNotes }

\new Staff {
  \bassoonNotes
}

\new StaffGroup <<
  \new Staff {
    \fluteNotes
  }
  \new Staff {
    \removeWithTag #'part { \killCues { \bassoonNotes } }
  }
>>

[image of music]

Alternativ können Schlüsselwechsel und Instrumentenbezeichnungen auch in eine Instrument-Definition unter Einsatz des Befehls \addInstrumentDefinition zusammengefasst werden, siehe Instrumentenbezeichnungen.

Siehe auch

Notationsreferenz: Andere Stimmen zitieren, Transposition von Instrumenten, Instrumentenbezeichnungen, Marken benutzen, Notenschlüssel, Musikalische Stichnoten.

Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.

Referenz der Interna: (internals)CueVoice in Abschnitt ‘CueVoice’ in Referenz der Interna, (internals)Voice in Abschnitt ‘Voice’ in Referenz der Interna.

Bekannte Probleme und Warnungen

Zusammenstöße können bei Benutzung von \cueDuring zwischen Pausen der Hauptstimme und den Stichnoten des CueVoice-Kontexts auftreten. Wenn \cueDuringWithClef oder \transposedCueDuring eingesetzt wird, muss das zusätzliche Argument nach dem Zitat und der Richtung erscheinen.


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