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@translationof Rhythms
Dieser Abschnitt erklärt die Eingabe von Rhythmen, Pausen, Dauern, Bebalkung und Takten.
| 1.2.1 Rhythmen eingeben | ||
| 1.2.2 Pausen eingeben | ||
| 1.2.3 Rhythmen anzeigen lassen | ||
| 1.2.4 Balken | ||
| 1.2.5 Takte | ||
| 1.2.6 Besondere rhythmische Fragen |
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@translationof Writing rhythms
| Tondauern | ||
| Andere rhythmische Aufteilungen | ||
| Tondauern skalieren | ||
| Bindebögen |
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@translationof Durations
Notenlängen (Dauern) werden durch
Zahlen und Punkte notiert: Dauern werden als reziproke Werte geschrieben.
Zum Beispiel wird eine Viertelnote mit 4 notiert (weil sie eine
1/4-Note ist), eine halbe Note mit 2 (weil sie eine 1/2-Note ist).
Noten, die länger als eine Ganze sind, müssen mit \longa
(für die Longa, also vier Ganze) und
\breve (für die Brevis, auch Doppelganze genannt) notiert werden.
Notendauern bis hin zu 128steln sind unterstützt. Kürzere Notenwerte können
auch notiert werden, können allerdings nur als Noten mit Balken auftreten.
\relative { \time 8/1 c''\longa c\breve c1 c2 c4 c8 c16 c32 c64 c128 c128 }
Hier die selben Notendauern ohne die Balken.
\relative { \time 8/1 \autoBeamOff c''\longa c\breve c1 c2 c4 c8 c16 c32 c64 c128 c128 }
Eine Note mit der vierfachen Dauer einer Brevis kann mit dem
Befehl \maxima eingegeben werden, aber ihre Darstellung
ist nur für die Alte Musiknotation unterstützt. Zu Einzelheiten
siehe Notation von alter Musik.
Wenn die Dauer hinter einer Notenbezeichnung nicht angegeben ist, wird die Dauer der vorhergehenden Note eingesetzt. Der Standardwert für die erste Note ist eine Viertel.
\relative { a' a a2 a a4 a a1 a }
Um punktierte Notendauern zu erhalten, muss einfach nur ein Punkt
(.) hinter die Zahl der Dauer gesetzt werden. Zwei Punkte
ergeben eine doppelte Punktierung, usw.
\relative { a'4 b c4. b8 a4. b4.. c8. }
Manche Notenlängen können nicht mit binären Dauern und Punkten dargestellt werden, sie können nur erreicht werden, indem man Noten überbindet. Für Einzelheiten siehe Bindebögen.
Wie den Silben von Gesangstext eigene Dauern zugewiesen werden können und wie man sie an den Noten ausrichtet ist erklärt in Notation von Gesang.
Optional können Noten streng proportional nach ihrer exakten Dauer gesetzt werden. Zu Einzelheiten hierzu und weiteren Einstellungen für proportionale Notation siehe Proportionale Notation.
Punkte werden normalerweise nach oben verschoben, damit sie die Notenlinien nicht berühren. Punkte können manuelle über oder unter dem Notensystem gesetzt werden, zu Einzelheiten siehe Richtung und Platzierung.
\autoBeamOn,
\autoBeamOff,
\dotsUp,
\dotsDown,
\dotsNeutral.
Alternative breve notes
Breve notes are also available with two vertical lines on each side of the notehead instead of one line and in baroque style.
\relative c'' { \time 4/2 c\breve | \override Staff.NoteHead.style = #'altdefault b\breve \override Staff.NoteHead.style = #'baroque b\breve \revert Staff.NoteHead.style a\breve }
Changing the number of augmentation dots per note
The number of augmentation dots on a single note can be changed indepently of the dots placed after the note.
\relative c' { c4.. a16 r2 | \override Dots.dot-count = #4 c4.. a16 r2 | \override Dots.dot-count = #0 c4.. a16 r2 | \revert Dots.dot-count c4.. a16 r2 | }
Glossar: (music-glossary)breve in Abschnitt ‘breve’ in Glossar, (music-glossary)longa in Abschnitt ‘longa’ in Glossar, (music-glossary)maxima in Abschnitt ‘maxima’ in Glossar, (music-glossary)note value in Abschnitt ‘note value’ in Glossar, (music-glossary)Duration names notes and rests in Abschnitt ‘Duration names notes and rests’ in Glossar.
Notationsreferenz: Automatische Balken, Bindebögen, Hälse, Rhythmen eingeben, Pausen eingeben, Notation von Gesang, Notation von alter Musik, Proportionale Notation.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)Dots in Abschnitt ‘Dots’ in Referenz der Interna, (internals)DotColumn in Abschnitt ‘DotColumn’ in Referenz der Interna.
Es gibt keine grundlegende Grenze für die Dauer von Pausen (sowohl kürzer als auch länger), aber die Anzahl an Symbolen ist begrenzt: Einzelne Pausen können von 128stel bis zur Maxima (8 Ganze) gesetzt werden.
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@translationof Tuplets
Triolen und andere rhythmische Aufteilungen werden aus einem musikalischen Ausdruck erstellt, indem dessen Tondauern mit einem Bruch multipliziert werden.
\times Bruch musikalischer Ausdruck |
Die Dauer eines musikalischen Ausdrucks wird mit dem Bruch multipliziert. Der Nenner des Bruchs wird über (oder unter) den Noten ausgegeben, optional mit einer eckigen Klammer, die die Noten einfasst. Die üblichste Aufteilung ist die Triole, in welcher drei Noten die Länge von zwei haben, der Wert jeder einzelnen Note ist also 2/3 der notierten Länge.
a2 \tuplet 3/2 { b4 b b } c4 c \tuplet 3/2 { b4 a g }
Triolenklammern können manuell über oder unter dem Notensystem ausgegeben werden, siehe Richtung und Platzierung.
N-tolen können ineinander geschachtelt werden:
\relative { \autoBeamOff c''4 \tuplet 5/4 { f8 e f \tuplet 3/2 { e[ f g] } } f4 }
Wenn man die Eigenschaften von N-tolen verändern will, die zum
selben musikalischen Zeitpunkt beginnen, muss \tweak
eingesetzt werden.
Um die Dauern von Noten zu ändern, ohne die N-tolen-Klammern zu setzen, siehe Tondauern skalieren.
\tupletUp,
\tupletDown,
\tupletNeutral.
Entering several tuplets using only one \tuplet command
The property tupletSpannerDuration sets how long each of the
tuplets contained within the brackets after \tuplet should
last. Many consecutive tuplets can then be placed within a single
\tuplet expression, thus saving typing.
There are several ways to set tupletSpannerDuration. The
command \tupletSpan sets it to a given duration, and clears it
when instead of a duration \default is specified. Another way
is to use an optional argument with \tuplet.
\relative c' { \time 2/4 \tupletSpan 4 \tuplet 3/2 { c8^"\\tupletSpan 4" c c c c c } \tupletSpan \default \tuplet 3/2 { c8^"\\tupletSpan \\default" c c c c c } \tuplet 3/2 4 { c8^"\\tuplet 3/2 4 {...}" c c c c c } }
Die Zahl der N-tole verändern
Standardmäßig wird nur der Zähler des N-tolen-Bruchs über der Klammer
dargestellt, wie er dem \times-Befehl übergeben wird.
Man kann aber auch Zähler/Nenner ausgeben lassen, oder die Zahl
vollständig unterdrücken.
\relative c'' { \tuplet 3/2 { c8 c c } \tuplet 3/2 { c8 c c } \override TupletNumber.text = #tuplet-number::calc-fraction-text \tuplet 3/2 { c8 c c } \omit TupletNumber \tuplet 3/2 { c8 c c } }
Nicht-standard-N-tolennummern
LilyPond stellt auch Formatierungsfunktionen zur Verfügung, mit denen N-tolennummern gesetzt werden können, die sich von dem eigentlichen Bruch unterscheiden. Auch ein Notenwert kann zu Nenner oder Zähler des Bruchs hinzugefügt werden.
\relative c'' { \once \override TupletNumber.text = #(tuplet-number::non-default-tuplet-denominator-text 7) \tuplet 3/2 { c4. c4. c4. c4. } \once \override TupletNumber.text = #(tuplet-number::non-default-tuplet-fraction-text 12 7) \tuplet 3/2 { c4. c4. c4. c4. } \once \override TupletNumber.text = #(tuplet-number::append-note-wrapper (tuplet-number::non-default-tuplet-fraction-text 12 7) (ly:make-duration 3 0)) \tuplet 3/2 { c4. c4. c4. c4. } \once \override TupletNumber.text = #(tuplet-number::append-note-wrapper tuplet-number::calc-denominator-text (ly:make-duration 2 0)) \tuplet 3/2 { c8 c8 c8 c8 c8 c8 } \once \override TupletNumber.text = #(tuplet-number::append-note-wrapper tuplet-number::calc-fraction-text (ly:make-duration 2 0)) \tuplet 3/2 { c8 c8 c8 c8 c8 c8 } \once \override TupletNumber.text = #(tuplet-number::fraction-with-notes (ly:make-duration 2 1) (ly:make-duration 3 0)) \tuplet 3/2 { c4. c4. c4. c4. } \once \override TupletNumber.text = #(tuplet-number::non-default-fraction-with-notes 12 (ly:make-duration 3 0) 4 (ly:make-duration 2 0)) \tuplet 3/2 { c4. c4. c4. c4. } }
Controlling tuplet bracket visibility
The default behavior of tuplet-bracket visibility is to print a bracket
unless there is a beam of the same length as the tuplet. To control the
visibility of tuplet brackets, set the property
'bracket-visibility to either #t (always print a
bracket), 'if-no-beam (only print a bracket if there is no beam,
which is the default behavior), or #f (never print a bracket).
The latter is in fact equivalent to omitting the TupletBracket
object altogether from the printed output.
music = \relative c'' { \tuplet 3/2 { c16[ d e } f8] \tuplet 3/2 { c8 d e } \tuplet 3/2 { c4 d e } } \new Voice { \relative c' { << \music s4^"default" >> \override TupletBracket.bracket-visibility = #'if-no-beam << \music s4^"'if-no-beam" >> \override TupletBracket.bracket-visibility = ##t << \music s4^"#t" >> \override TupletBracket.bracket-visibility = ##f << \music s4^"#f" >> \omit TupletBracket << \music s4^"omit" >> } }
Zeilenumbrüche bei N-tolen mit Balken erlauben
Dieses künstliche Beispiel zeigt, wie sowohl automatische als auch manuelle Zeilenumbrüche innerhalb einer N-tole mit Balken erlaubt werden können. Diese unregelmäßige Bebalkung muss allerdings manuell gesetzt werden.
\layout { \context { \Voice % Permit line breaks within tuplets \remove "Forbid_line_break_engraver" % Allow beams to be broken at line breaks \override Beam.breakable = ##t } } \relative c'' { a8 \repeat unfold 5 { \tuplet 3/2 { c[ b a] } } % Insert a manual line break within a tuplet \tuplet 3/2 { c[ b \bar "" \break a] } \repeat unfold 5 { \tuplet 3/2 { c[ b a] } } c8 }
Glossar: (music-glossary)triplet in Abschnitt ‘triplet’ in Glossar, (music-glossary)tuplet in Abschnitt ‘tuplet’ in Glossar, (music-glossary)polymetric in Abschnitt ‘polymetric’ in Glossar.
Handbuch zum Lernen: (learning)Optimierungsmethoden in Abschnitt ‘Optimierungsmethoden’ in Handbuch zum Lernen.
Notationrreferenz:
Verwaltung der Zeiteinheiten,
Tondauern skalieren,
Der \tweak-Befehl,
Polymetrische Notation.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)TupletBracket in Abschnitt ‘TupletBracket’ in Referenz der Interna, (internals)TupletNumber in Abschnitt ‘TupletNumber’ in Referenz der Interna, (internals)TimeScaledMusic in Abschnitt ‘TimeScaledMusic’ in Referenz der Interna.
Verzierungen können innerhalb von Triolenklammern gesetzt werden,
außer wenn ein System mit einer Verzierung beginnt, die von
einer N-tole gefolgt wird. In diesem besonderen Fall müssen die
Verzierungen vor dem \times-Befehl gesetzt werden, damit sich
keine Fehler ergeben.
Wenn man eine N-tole zu Beginn eines Stückes notiert, das eine
Tempobezeichnung mit \tempo enthält, müssen die Noten
in einer explizit begonnenen Stimme notiert werden. Siehe
auch
(learning)Voice enthält Noten in Abschnitt ‘Voice enthält Noten’ in Handbuch zum Lernen.
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@translationof Scaling durations
Die Dauer von einzelnen Noten, Pausen oder Akkorden kann mit einem Bruch multipliziert werden, indem hinter die Notendauer „*N/M“ (oder „*N“ wenn M 1 ist) geschrieben wird. Die Erscheinung der Noten oder Pausen wird dadurch nicht beeinflusst, die neue Dauer wird aber dazu benutzt, ihre Position im Takt zu errechnen und die neue Dauer in der MIDI-Ausgabe einzusetzen. Die Faktoren, mit denen multipliziert wird, können auch kombiniert werden, etwa „*L*M*/N“. Die Faktoren sind Teil der Dauer: wenn man keine Dauer für die nächste Note angibt, wird die Dauer der vorigen Note mit allen Skalierungsfaktoren übernommen.
Im nächsten Beispiel nehmen die drei ersten Noten genau zwei Schläge ein, aber es wird keine Triolenklammer über ihnen ausgegeben.
\relative { \time 2/4 % Alter durations to triplets a'4*2/3 gis a % Normal durations a4 a % Double the duration of chord <a d>4*2 % Duration of quarter, appears like sixteenth b16*4 c4 }
Die Dauer von unsichtbaren Pausen kann auch mit einem Faktor
beeinflusst werden. Das ist sinnvoll, wenn man viele Takte
überspringen muss, etwa s1*23.
Längere Notenabschnitte können auf die gleiche Art durch Multiplikation mit einem Bruch komprimiert werden, als ob jede Note, jeder Akkord oder jede Pause mit dem Bruch multipliziert würde. Damit bleibt das Aussehen der Musik unverändert, aber die interne Dauer der Noten wird mit dem Bruch multipliziert. Hier ein Beispiel, das zeigt, wie Noten komprimiert und ausgedehnt werden kann:
\time 2/4 % Normal durations <c a>4 c8 a % Scale music by *2/3 \scaleDurations 2/3 { <c a f>4. c8 a f } % Scale music by *2 \scaleDurations 1/2 { <c' a>4 c8 b }
Eine Anwendung für diesen Befehl ist polymetrische Notation, siehe Polymetrische Notation.
Notationsreferenz: Andere rhythmische Aufteilungen, Unsichtbare Pausen, Polymetrische Notation.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
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@translationof Ties
Ein Bindebogen verbindet zwei benachbarte Noten der selben Tonhöhe. Als Resultat wird die Dauer der Notenlänge verlängert.
Achtung: Bindebögen (engl. tie) dürfen nicht mit Legatobögen (engl. slur) verwechselt werden, durch die die Vortragsart bezeichnet wird, noch mit Phrasierungsbögen (engl. phrasing slur), die musikalische Phrasen anzeigen. Ein Bindebogen ist nur eine Art, die Tondauer zu verlängern, ähnlich etwa wie die Punktierung.
Ein Bindebogen wird mit der
Tilde ~ (AltGr++) notiert.
a2 ~ 2
Bindebögen werden eingesetzt, wenn die Note entweder über eine Taktlinie hinüberreicht, oder wenn die entsprechende Dauer der Note nicht mit Punktierung erreicht werden kann. Bindebögen sollten auch benutzt werden, wenn Notenwerte über die inneren Unterteilungen von Takten hinüberreichen:
Wenn viele Noten über Taktlinien gebunden werden müssen, kann es einfacher sein, automatische Notenaufteilung einzustellen, wie beschrieben in Automatische Aufteilung von Noten. Mit diesem Mechanismus werden lange Noten automatisch aufgeteilt, wenn sie über Taktgrenzen reichen.
Wenn ein Bindebogen an einen Akkord gehängt wird, werden alle Noten dieses Akkordes übergebunden. Wenn kein Notenkopf passt, wird auch kein Bogen erzeugt. Noten in Akkorden können auch einzeln übergebunden werden, indem sie innerhalb des Akkordes hinter die entsprechende Note geschrieben werden.
<c e g> ~ <c e g> <c~ e g~ b> <c e g b>
Wenn die zweite Variante einer Wiederholung mit einer übergebundenen Note anfängt, muss der Bindebogen wie folgt notiert werden:
\repeat volta 2 { c g <c e>2 ~ } \alternative { % First alternative: following note is tied normally { <c e>2. r4 } % Second alternative: following note has a repeated tie { <c e>2\repeatTie d4 c } }
So genannte laissez vibrer-Bögen werden verwendet um anzuzeigen, dass man die Musik ausklingen lassen soll. Sie werden in der Klavier-, Harfen-, anderer Saiteninstrument- und Schlagzeugnotation verwendet. Sie können folgendermaßen notiert werden:
<c' f' g'>1\laissezVibrer
Bindebögen können manuell über oder unter dem Notensystem gesetzt werden. Zu Einzelheiten siehe Richtung und Platzierung.
Bindebögen können durchgehend, gestrichelt, gepunktet oder in einer Kombination von Strichen und durchgehender Linie definiert werden.
\tieDotted c2 ~ 2 \tieDashed c2 ~ 2 \tieHalfDashed c2 ~ 2 \tieHalfSolid c2 ~ 2 \tieSolid c2 ~ 2
Eigene Strichelungsmuster können definiert werden:
\tieDashPattern #0.3 #0.75 c2 ~ 2 \tieDashPattern #0.7 #1.5 c2 ~ 2 \tieSolid c2 ~ 2
Die Definition von Muster für die Strichelung der Bindebögen hat die gleiche Struktur wie die Definition für Legatobögen. Zu weiterer Information zu komplizierten Strichelungsmustern, siehe die Schnipsel im Abschnitt Legatobögen.
Durch Veränderung der Eigenschaften whiteout (weiß malen) und layer (Ebene) kann verhindert werden, dass Bindebögen mit anderen Objekten im Notensystem zusammenstoßen.
\relative { \override Tie.layer = #-2 \override Staff.TimeSignature.layer = #-1 \override Staff.KeySignature.layer = #-1 \override Staff.TimeSignature.whiteout = ##t \override Staff.KeySignature.whiteout = ##t b'2 b~ \time 3/4 \key a \major b r4 }
\tieUp,
\tieDown,
\tieNeutral,
\tieDotted,
\tieDashed,
\tieDashPattern,
\tieHalfDashed,
\tieHalfSolid,
\tieSolid.
Überbindungen für Arpeggio benutzen
Überbindungen werden teilweise benutzt, um Arpeggios zu notieren. In
diesem Fall stehen die übergebundenen Noten nicht unbedingt hintereinander.
Das Verhalten kann erreicht werden, indem die tieWaitForNote-Eigenschaft
auf #t gesetzt wird. Diese Funktion ist auch sinnvoll, um etwa
ein Tremolo mit einem Akkord zu überbinden, kann aber prinzipiell auch
für normale Überbindungen eingesetzt werden
\relative c' { \set tieWaitForNote = ##t \grace { c16[ ~ e ~ g] ~ } <c, e g>2 \repeat tremolo 8 { c32 ~ c' ~ } <c c,>1 e8 ~ c ~ a ~ f ~ <e' c a f>2 \tieUp c8 ~ a \tieDown \tieDotted g8 ~ c g2 }
Bindebögen manuell setzen
Überbindungen können manuell gesetzt werden, indem man die
tie-configuration-Eigenschaft des TieColumn-Objekts
beeinflusst. Die erste Zahl zeigt den Abstand von der Mitte in
Notensystemabständen an, die zweite Zahl zeigt die Richtung an (1 = nach oben,
-1 = nach unten).
\relative c' { <c e g>2~ <c e g> \override TieColumn.tie-configuration = #'((0.0 . 1) (-2.0 . 1) (-4.0 . 1)) <c e g>2~ <c e g> \override TieColumn.tie-configuration = #'((0 . 1) (-2 . 1) (-4 . 1)) <c e g>2~ <c e g> }
Glossar: (music-glossary)tie in Abschnitt ‘tie’ in Glossar, (music-glossary)laissez vibrer in Abschnitt ‘laissez vibrer’ in Glossar.
Notationsreferenz: Legatobögen, Automatische Aufteilung von Noten.
Schnipsel: (snippets)Expressive marks in Abschnitt ‘Expressive marks’ in Schnipsel, (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)LaissezVibrerTie in Abschnitt ‘LaissezVibrerTie’ in Referenz der Interna, (internals)LaissezVibrerTieColumn in Abschnitt ‘LaissezVibrerTieColumn’ in Referenz der Interna, (internals)TieColumn in Abschnitt ‘TieColumn’ in Referenz der Interna, (internals)Tie in Abschnitt ‘Tie’ in Referenz der Interna.
Der Wechsel zwischen Systemen bei aktiver Überbindung produziert keinen gekrümmten Bogen.
Änderung von Schlüssel oder Oktavierung zwischen übergebundenen Noten ist nicht richtig definiert. In diesen Fällen kann es besser sein, einen Legatobogen zu verwenden.
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@translationof Writing rests
Pausen werden als Teil der musikalischen Ausdrücke zusammen mit den Noten notiert.
| Pausen | ||
| Unsichtbare Pausen | ||
| Ganztaktpausen |
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@translationof Rests
Pausen werden wie Noten eingegeben, ihre Bezeichnung ist r.
Dauern, die länger als eine Ganze sind, haben die
vordefinierten Befehle:
\new Staff { % These two lines are just to prettify this example \time 16/1 \omit Staff.TimeSignature % Print a maxima rest, equal to four breves r\maxima % Print a longa rest, equal to two breves r\longa % Print a breve rest r\breve r1 r2 r4 r8 r16 r32 r64 r128 }
Pausen, die ganze Takte ausfüllen und in der Taktmitte zentriert werden sollen, müssen als mehrtaktige Pausen eingegeben werden. Sie können sowohl für einen einzigen Takt als auch für mehrere Takte verwendet werden, Näheres im Abschnitt Ganztaktpausen.
Um die vertikale Position einer Pause explizit festzulegen,
kann eine Note eingegeben werden, gefolgt vom Befehl \rest.
Die Pause wird dann an die Stelle gesetzt, wo sich sonst die
Note befinden würde. Damit wird die manuelle Formatierung von mehrstimmiger Musik
sehr viel einfacher, da die Formatierungsfunktion zur automatischen
Auflösung von Zusammenstößen diese Pausen nicht mit einbezieht.
\relative { a'4\rest d4\rest }
Pausenstile
Pausen können in verschiedenen Stilen dargestellt werden.
\new Staff \relative c { \omit Score.TimeSignature \cadenzaOn \override Staff.Rest.style = #'mensural r\maxima^\markup \typewriter { mensural } r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 s32 s64 s128 s128 \bar "" \break \override Staff.Rest.style = #'neomensural r\maxima^\markup \typewriter { neomensural } r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 s32 s64 s128 s128 \bar "" \break \override Staff.Rest.style = #'classical r\maxima^\markup \typewriter { classical } r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 r32 r64 r128 s128 \bar "" \break \override Staff.Rest.style = #'z r\maxima^\markup \typewriter { z-style } r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 r32 r64 r128 s128 \bar "" \break \override Staff.Rest.style = #'default r\maxima^\markup \typewriter { default } r\longa r\breve r1 r2 r4 r8 r16 r32 r64 r128 s128 }
Glossar: (music-glossary)breve in Abschnitt ‘breve’ in Glossar, (music-glossary)longa in Abschnitt ‘longa’ in Glossar, (music-glossary)maxima in Abschnitt ‘maxima’ in Glossar.
Notationsreferenz: Ganztaktpausen.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)Rest in Abschnitt ‘Rest’ in Referenz der Interna.
Es gibt keine grundlegende Grenze für die Dauer von Pausen (sowohl kürzer als auch länger), aber die Anzahl von Symbolen ist begrenzt: Es gibt Zeichen für Pausen von einer 128 bis zu einer Maxima (8 Ganze).
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@translationof Invisible rests
Eine unsichtbare Pause (auch als „skip“ oder Überspringung bezeichnet)
kann wie eine Note eingegeben werden, die Notationsbezeichnung ist s.
a4 a4 s4 a4 \skip 1 a4
Die s-Syntax steht nur im Noten- oder Akkordmodus zur Verfügung. In
anderen Situationen, z. B. innerhalb eines Liedtextes, muss
der Befehl \skip benutzt werden. \skip benötigt eine
explizite Dauerangabe.
<< { a'2 \skip2 a'2 a'2 } \new Lyrics { \lyricmode { foo2 \skip 1 bla2 } } >>
Weil \skip ein Befehl ist, wirkt er sich nicht auf die Dauer
der folgenden Noten aus, anders als s.
<< { \repeat unfold 8 { a'4 } } { a'4 \skip 2 a' | s2 a' } >>
Die Platzhalterpause mit s erstellt Staff- und
Voice-Kontext, wenn es erforderlich ist, genauso wie Noten und Pausen.
{ s1 s s }
Der Überspringungsbefehl (\skip) ist einfach ein leerer Platzhalter.
Durch ihn wird überhaupt nichts gesetzt, auch keine transparenten Objekte.
% This is valid input, but does nothing { \skip 1 \skip1 \skip 1 }
Handbuch zum lernen: (learning)Sichtbarkeit und Farbe von Objekten in Abschnitt ‘Sichtbarkeit und Farbe von Objekten’ in Handbuch zum Lernen.
Notationsreferenz: Unsichtbare Noten, Sichtbarkeit von Objekten.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)SkipMusic in Abschnitt ‘SkipMusic’ in Referenz der Interna
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@translationof Full measure rests
Pausen für einen oder mehrere ganze Takte werden wie
Noten eingegeben, wobei die Bezeichnung ein Großbuchstabe
R ist:
% Rest measures contracted to single measure \compressEmptyMeasures R1*4 R1*24 R1*4 b2^"Tutti" b4 a4
Die Dauer von Ganztaktpausen wird genauso angegeben wie die Dauer von Noten. Die Dauer einer Ganztaktpause muss immer eine ganze Anzahl an Taktlängen sein, weshalb Punktierungen und Brüche recht häufig eingesetzt werden müssen.
\compressEmptyMeasures \time 2/4 R1 | R2 | \time 3/4 R2. | R2.*2 | \time 13/8 R1*13/8 | R1*13/8*12 | \time 10/8 R4*5*4 |
Eine Ganztaktpause wird abhängig von der Taktart entweder als Ganze oder Brevis-Pause gesetzt, zentriert im Takt.
\time 4/4 R1 | \time 6/4 R1*3/2 | \time 8/4 R1*2 |
In den Standardeinstellungen werden mehrtaktige Pausen ausgeschrieben gesetzt, sodass sie die entsprechende Anzahl von Takten einnehmen. Alternativ kann die mehrtaktige Pause aber auch nur in einem Takt angezeigt werden, der ein Mehrtaktpausensymbol beinhaltet, wobei die Anzahl der Takte der Pausendauer über dem Pausenzeichen ausgegeben wird:
% Default behavior \time 3/4 r2. | R2.*2 | \time 2/4 R2 | \time 4/4 % Rest measures contracted to single measure \compressEmptyMeasures r1 | R1*17 | R1*4 | % Rest measures expanded \expandEmptyMeasures \time 3/4 R2.*2 |
Textbeschriftung kann Mehrtaktpausen mit \markup
hinzugefügt werden.
\compressEmptyMeasures \time 3/4 R2.*10^\markup { \italic "ad lib." }
Achtung: Beschriftungen und Artikulationen, die an Mehrtaktpausen gehängt
werden, sind Objekte vom Typ MultiMeasureRestText bzw.
MultiMeasureRestScript, nicht vom Typ TextScript
bzw. Script. Änderungen etwa mit override
müssen auf das richtige Objekt gerichtet werden, damit sie
nicht ignoriert werden. Siehe auch das folgende Beispiel.
% Dies hat keine Auswirkungen wegen der falschen Objektnamen \override TextScript.padding = #5 \override Script.color = #blue R1^"falsch" R1\fermata % Dies sind die richtigen Objektnamen \override MultiMeasureRestText.padding = #5 \override MultiMeasureRestScript.color = #blue R1^"richtig" R1\fermata
Wenn eine Mehrtaktpause direkt auf einen Auftakt mit \partial
folgt, werden möglicherweise daraus resultierende
Taktprüfungswarnungen nicht angezeigt.
\textLengthOn,
\textLengthOff,
\compressEmptyMeasures,
\expandEmptyMeasures.
Die Erscheinung von Pausentakten ändern
Wenn zehn oder weniger Pausentakte vorkommen, wird eine Reihe von Longa-
und Brevispausen (auch Kirchenpausen genannt) gesetzt, bei mehr Takten
wird eine Line mit der Taktanzahl ausgegeben. Der vorgegebene Wert von
zehn kann geändert werden, indem man die expand-limit-Eigenschaft
setzt:
\relative c'' { \compressMMRests { R1*2 | R1*5 | R1*9 \override MultiMeasureRest.expand-limit = #3 R1*2 | R1*5 | R1*9 } }
Positionierung von Ganztaktpausen
Anders als bei normalen Pausen gibt es keinen direkten Befehl, um die vertikale Position von Ganztaktpausen zu beeinflussen, indem man sie an eine Tonhöhe anhängt. In polyphoner Notation wird aber dennoch die Position der Pausen von geraden und ungeraden Stimmen voneinander unterschieden. Die Position von Ganztaktpausen kann wie folgt verändert werden:
\relative c'' { % Multi-measure rests by default are set under the fourth line R1 % They can be moved using an override \override MultiMeasureRest.staff-position = #-2 R1 \override MultiMeasureRest.staff-position = #0 R1 \override MultiMeasureRest.staff-position = #2 R1 \override MultiMeasureRest.staff-position = #3 R1 \override MultiMeasureRest.staff-position = #6 R1 \revert MultiMeasureRest.staff-position \break % In two Voices, odd-numbered voices are under the top line << { R1 } \\ { a1 } >> % Even-numbered voices are under the bottom line << { a1 } \\ { R1 } >> % Multi-measure rests in both voices remain separate << { R1 } \\ { R1 } >> % Separating multi-measure rests in more than two voices % requires an override << { R1 } \\ { R1 } \\ \once \override MultiMeasureRest.staff-position = #0 { R1 } >> % Using compressed bars in multiple voices requires another override % in all voices to avoid multiple instances being printed \compressMMRests << \revert MultiMeasureRest.direction { R1*3 } \\ \revert MultiMeasureRest.direction { R1*3 } >> }
Textbeschriftung und Mehrtaktpausen
Textbeschriftungen, die an Mehrtaktpausen gehängt wird, wird über oder unter der Pause zentriert. Lange Beschriftungen lassen den Takt nicht breiter werden. Um eine Mehrtaktpause einer Beschriftung anzupassen, muss eine unsichtbare Pause mit der Beschriftung direkt vor der Mehrtaktpause eingesetzt werden.
Man sollte beachten, dass unsichtbare Pausen automatische Taktstriche nach sich ziehen. Text, der an eine unsichtbare Pause gehängt wird, ist links ausgerichtet an der Position, wo die Pause erscheinen würde. Wenn aber die Länge des Taktes durch die Länge des Textes bestimmt wird, sieht es so aus, als ob der Text zentriert gesetzt ist.
\relative c' { \compressMMRests { \textLengthOn <>^\markup { [MAJOR GENERAL] } R1*19 <>_\markup { \italic { Cue: ... it is yours } } <>^\markup { A } R1*30^\markup { [MABEL] } \textLengthOff c4^\markup { CHORUS } d f c } }
Glossar: (music-glossary)multi-measure rest in Abschnitt ‘multi-measure rest’ in Glossar.
Notationsreferenz: Tondauern, Text, Text formatieren, Textarten.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)MultiMeasureRest in Abschnitt ‘MultiMeasureRest’ in Referenz der Interna, (internals)MultiMeasureRestNumber in Abschnitt ‘MultiMeasureRestNumber’ in Referenz der Interna, (internals)MultiMeasureRestScript in Abschnitt ‘MultiMeasureRestScript’ in Referenz der Interna, (internals)MultiMeasureRestText in Abschnitt ‘MultiMeasureRestText’ in Referenz der Interna.
Wenn man versucht, mit Fingersatz (etwa R1*10-4 Zahlen
über Ganztaktpausen zu setzen, kann die Zahl des Fingersatzes
(4) mit der Taktanzahl (10) zusammenstoßen.
Es gibt keine Möglichkeit, normale Pausen automatisch zu Ganztaktpausen zu reduzieren.
Ganztaktpausen werden bei der Vermeidung von Zusammenstößen nicht berücksichtigt.
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@translationof Displaying rhythms
| Taktangabe | ||
| Metronomangabe | ||
| Auftakte | ||
| Musik ohne Metrum | ||
| Polymetrische Notation | ||
| Automatische Aufteilung von Noten | ||
| Melodierhythmus anzeigen |
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@translationof Time signature
Taktangaben werden wie folgt erstellt.
\time 2/4 c'2 \time 3/4 c'2.
Taktangaben werden zu Beginn eines Stückes gesetzt und immer dann, wenn sich die Taktart ändert. Wenn eine Änderung am Ende einer Zeile geschieht, wird eine warnende Taktangabe am Ende der Zeile ausgegeben. Dieses Verhalten kann verändert werden, siehe Sichtbarkeit von Objekten.
\relative c'' { \time 2/4 c2 c \break c c \break \time 4/4 c c c c }
Das Symbol für die Taktarten 2/2 und 4/4 kann in ein Zahlensymbol umgewandelt werden:
\relative c'' { % Default style \time 4/4 c1 \time 2/2 c1 % Change to numeric style \numericTimeSignature \time 4/4 c1 \time 2/2 c1 % Revert to default style \defaultTimeSignature \time 4/4 c1 \time 2/2 c1 }
Symbole für Modus und Proprietas der mensuralen Notation werden behandelt unter Mensurale Taktartenbezeichnungen.
Zusätzlich zu der gedruckten Taktart werden mit der Definition des
Befehls \time auch die Standardwerte fürt die Eigenschaften
baseMoment, beatStructure und beamExtensions
gesetzt. Die vordefinierten Standardwerte für diese Eigenschaften
finden sich in ‘scm/time-signature-settings.scm’. Die existierenden
Standardwerte können verändert oder neue Standardwerte hinzugefügt
werden.
\score { \new Staff { \relative c' { \overrideTimeSignatureSettings 4/4 % timeSignatureFraction 1/4 % baseMomentFraction 3,1 % beatStructure #'() % beamExceptions \time 4/4 \repeat unfold 8 { c8 } | } } }
\overrideTimeSignatureSettings braucht fünf Argumente:
timeSignatureFraction (Taktart-Bruch), ein Bruch,
der den Takt beschreibt.
baseMomentFraction (Grundmoment-Bruch), ein Bruch, der
den Zähler und Nenner der Grundschlageinheit der Taktart enhält.
beatStructure (Taktzeit-Struktur), eine Scheme-Liste, die
die Struktur der Taktschläge anzeigt, in Einheiten des Grundmoments.
beamExceptions (Balken-Ausnahmen), eine Aliste, die alle
Bebalkungsregeln für die Taktart enthält, außer dem Balken, der zum Taktende
endet, wie beschrieben in Einstellung von automatischen Balken.
Der Kontext, der \overrideTimeSignatureSettings enthält, muss
begonnen sein, bevor \overrideTimeSignatureSettings aufgerufen
wird. Das heißt, dass er entweder explizit begonnen wird oder sich
Noten in dem Kontext befinen müssen, bevor
\overrideTimeSignatureSettings aufgerufen wird:
\score { \relative c' { % This call will fail because the context isn't yet instantiated \overrideTimeSignatureSettings 4/4 % timeSignatureFraction 1/4 % baseMomentFraction 3,1 % beatStructure #'() % beamExceptions \time 4/4 c8^\markup {"Beamed (2 2)"} \repeat unfold 7 { c8 } | % This call will succeed \overrideTimeSignatureSettings 4/4 % timeSignatureFraction 1/4 % baseMomentFraction 3,1 % beatStructure #'() % beamExceptions \time 4/4 c8^\markup {"Beamed (3 1)"} \repeat unfold 7 { c8 } | } }
Veränderte Werte der Taktart-Eigenschaften können wieder auf den Standard zurückgesetzt werden:
\score{ \relative { \repeat unfold 8 { c'8 } | \overrideTimeSignatureSettings 4/4 % timeSignatureFraction 1/4 % baseMomentFraction 3,1 % beatStructure #'() % beamExceptions \time 4/4 \repeat unfold 8 { c8 } | \revertTimeSignatureSettings 4/4 \time 4/4 \repeat unfold 8 { c8 } | } }
Unterschiedliche Werte der Standard-Taktarteigenschaften für unterschiedliche
Notensysteme können eingerichtet werden, indem man den
Timing_translator und den Default_bar_line_engraver aus dem
Score-Kontext in den Staff-Kontext verschiebt.
\score { \new StaffGroup << \new Staff { \overrideTimeSignatureSettings 4/4 % timeSignatureFraction 1/4 % baseMomentFraction 3,1 % beatStructure #'() % beamExceptions \time 4/4 \repeat unfold 8 {c''8} } \new Staff { \overrideTimeSignatureSettings 4/4 % timeSignatureFraction 1/4 % baseMomentFraction 1,3 % beatStructure #'() % beamExceptions \time 4/4 \repeat unfold 8 {c''8} } >> \layout { \context { \Score \remove "Timing_translator" \remove "Default_bar_line_engraver" } \context { \Staff \consists "Timing_translator" \consists "Default_bar_line_engraver" } } }
\numericTimeSignature,
\defaultTimeSignature.
Time signature printing only the numerator as a number (instead of the fraction)
Sometimes, a time signature should not print the whole fraction (e.g.
7/4), but only the numerator (7 in this case). This can be easily done
by using \override Staff.TimeSignature.style = #'single-digit
to change the style permanently. By using \revert
Staff.TimeSignature.style, this setting can be reversed. To apply the
single-digit style to only one time signature, use the
\override command and prefix it with a \once.
\relative c'' { \time 3/4 c4 c c % Change the style permanently \override Staff.TimeSignature.style = #'single-digit \time 2/4 c4 c \time 3/4 c4 c c % Revert to default style: \revert Staff.TimeSignature.style \time 2/4 c4 c % single-digit style only for the next time signature \once \override Staff.TimeSignature.style = #'single-digit \time 5/4 c4 c c c c \time 2/4 c4 c }
Glossar: (music-glossary)time signature in Abschnitt ‘time signature’ in Glossar
Notationsreferenz: Mensurale Taktartenbezeichnungen, Verwaltung der Zeiteinheiten.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)TimeSignature in Abschnitt ‘TimeSignature’ in Referenz der Interna, (internals)Timing_translator in Abschnitt ‘Timing_translator’ in Referenz der Interna.
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@translationof Metronome marks
Eine Metronomanweisung wird wie folgt erstellt:
\relative { \tempo 4 = 120 c'2 d e4. d8 c2 }
Metronombezeichnungen können auch für einen Zahlenbereich notiert werden:
\relative { \tempo 4 = 40 - 46 c'4. e8 a4 g b,2 d4 r }
Anstelle dessen kann auch Text als Argument angegeben werden:
\relative { \tempo "Allegretto" c''4 e d c b4. a16 b c4 r4 }
Wenn eine Metronombezeichnung und Text kombiniert wird, wird die Metronombezeichnung automatisch in Klammern gesetzt:
\relative { \tempo "Allegro" 4 = 160 g'4 c d e d4 b g2 }
Der Text kann ein beliebiges Textbeschriftungsobjekt sein:
\relative { \tempo \markup { \italic Faster } 4 = 132 a'8-. r8 b-. r gis-. r a-. r }
Eine Metronombezeichnung in Klammern ohne Text kann erstellt werden, indem eine leere Zeichenkette hinzugefügt wird:
\relative { \tempo "" 8 = 96 d''4 g e c }
Metronom- und Übungszeichen unter das System setzen
Normalerweise werden Metronom- und Übungszeichen über dem Notensystem ausgegeben.
Um sie unter das System zu setzen, muss die direction-Eigenschaft
von MetronomeMark oder RehearsalMark entsprechend verändert werden.
\layout { indent = 0 ragged-right = ##f } { % Metronome marks below the staff \override Score.MetronomeMark.direction = #DOWN \tempo 8. = 120 c''1 % Rehearsal marks below the staff \override Score.RehearsalMark.direction = #DOWN \mark \default c''1 }
Das Tempo ohne Metronom-Angabe verändern
Um das Tempo für die MIDI-Ausgabe zu ändern, ohne eine Tempoangabe in den Noten auszugeben, kann die Metronombezeichnung unsichtbar gemacht werden:
\score { \new Staff \relative c' { \tempo 4 = 160 c4 e g b c4 b d c \set Score.tempoHideNote = ##t \tempo 4 = 96 d,4 fis a cis d4 cis e d } \layout { } \midi { } }
Eine Metronombezeichnung als Textbeschriftung erstellen
Neue Metronombezeichnungen können als Textbeschriftung erstellt werden, aber sie ändern nicht das Tempo für die MIDI-Ausgabe.
\relative c' { \tempo \markup { \concat { ( \smaller \general-align #Y #DOWN \note {16.} #1 " = " \smaller \general-align #Y #DOWN \note {8} #1 ) } } c1 c4 c' c,2 }
Zu Einzelheiten siehe Text formatieren.
Glossar: (music-glossary)metronome in Abschnitt ‘metronome’ in Glossar, (music-glossary)metronomic indication in Abschnitt ‘metronomic indication’ in Glossar, (music-glossary)tempo indication in Abschnitt ‘tempo indication’ in Glossar, (music-glossary)metronome mark in Abschnitt ‘metronome mark’ in Glossar.
Notationsreferenz: Text formatieren, MIDI-Ausgabe.
Schnipsel: (snippets)Staff notation in Abschnitt ‘Staff notation’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)MetronomeMark in Abschnitt ‘MetronomeMark’ in Referenz der Interna.
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@translationof Upbeats
Verkleinerte Takte, wie etwa ein Auftakt, werden mit dem
Befehl \partial notiert, dessen Syntax lautet:
\partial Dauer |
wobei Dauer die Länger der Noten darstellt,
bevor der nächste vollständige Takt beginnt:
\time 3/4 \partial 8 e8 | a4 c8 b c4 |
Die Dauer kan ein beliebiger Wert kleiner als der vollständige Takt sein.
\relative { \time 3/4 \partial 4. r4 e'8 | a4 c8 b c4 | }
\partial Dauer kann auch folgendermaßen geschrieben werden:
\set Timing.measurePosition -Länge der Dauer |
So wird etwa aus \partial 8:
\time 3/4 \set Timing.measurePosition = #(ly:make-moment -1/8) e8 | a4 c8 b c4 |
Die Eigenschaft measurePosition (Takt-Position) enthält
eine rationale Zahl,
die anzeigt, wie groß der Abstand zum Taktanfang ist. Deshalb ist
sie eine negative Zahl; \partial 4 wird also intern übersetzt
zu -4 was soviel bedeutet wie:
„Eine Viertel bleibt übrig vom ganzen Takt.“
Glossar: (music-glossary)anacrusis in Abschnitt ‘anacrusis’ in Glossar.
Notationsreferenz: Verzierungen.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)Timing_translator in Abschnitt ‘Timing_translator’ in Referenz der Interna.
\partial ist nur für den Anfang eines Stückes vorgesehen. Wenn der
Befehl nach dem Anfang verwendet wird, können Warnungen oder Probleme
auftreten. In solchem Fall sollten Sie \set Timing.measurePosition
benutzen.
\time 6/8 \partial 8 e8 | a4 c8 b[ c b] | \set Timing.measurePosition = #(ly:make-moment -1/4) r8 e,8 | a4 c8 b[ c b] |
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@translationof Unmetered music
In Musik mit Metrum werden Taktstriche automatisch eingefügt und Taktzahlen
automatisch berechnet. In Musik ohne Metrum hingegen (etwa Kadenzen) ist
das nicht gewollt und kann „ausgeschaltet“ werden mit dem Befehl
\cadenzaOn, um dann wieder zum normalen Verhalten mit
\cadenzaOff zurückzukehren.
\relative c'' { c4 d e d \cadenzaOn c4 c d8[ d d] f4 g4. \cadenzaOff \bar "|" d4 e d c }
Taktnummerierung wird am Ende der Kadenz wieder aufgenommen:
% Show all bar numbers \override Score.BarNumber.break-visibility = #all-visible c4 d e d \cadenzaOn c4 c d8[ d d] f4 g4. \cadenzaOff \bar "|" d4 e d c |
Ein neuer Takt wird nie innerhalb der Kadenz begonnen, auch wenn einer
oder mehrere \bar-Befehle eingefügt ewrden. Darum müssen auch
Erinnerungsversetzungszeichen manuell eingefügt werden. Siehe
Versetzungszeichen.
c4 d e d \cadenzaOn cis4 d cis d \bar "|" cis4 d cis! d \cadenzaOff \bar "|"
Automatische Bebalkung wird durch \cadenzeOn ausgestellt. Darum müssen
alle Balken in Kadenzen manuell eingegeben werden (siehe Manuelle Balken).
\relative { \repeat unfold 8 { c''8 } \cadenzaOn cis8 c c c c \bar"|" c8 c c \cadenzaOff \repeat unfold 8 { c8 } }
Diese vordefinierten Befehle wirken sich auf alle Systeme in der
Partitur aus, auch wenn sie nur in einer einzigen Stimme notiert werden.
Um dieses Verhalten zu ändern, müsen Sie Timing_translator
aus dem Score-Kontext in den Staff-Kontext verschieben,
wie gezeigt in Polymetrische Notation.
\cadenzaOn,
\cadenzaOff.
Glossar: (music-glossary)cadenza in Abschnitt ‘cadenza’ in Glossar.
Notationsreferenz: Sichtbarkeit von Objekten, Polymetrische Notation, Manuelle Balken, Versetzungszeichen.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Automatische Zeilen- und Seitenumbrüche werden nur an Taktstrichen vorgenommen, sodass „unsichtbare“ Taktstriche manuell eingefügt werden müssen, damit Umbrüche erlaubt werden:
\bar "" |
Man muss explizit einen Voice-Kontext erstellen, wenn
man ein Stück mit cadenzaOn beginnen will, weil sonst
ein seltsamer Fehler auftreten kann.
\new Voice {
\relative c' {
\cadenzaOn
c16[^"Solo Free Time" d e f] g2.
\bar "||"
\cadenzaOff
}
}
|
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@translationof Polymetric notation
Polymetrische Notation ist direkt unterstützt, oder indem man das sichtbare Taktart-Symbol verändert und zusätzlich die Notendauern skaliert.
Für jedes System wird eine gemeinsame Taktart gesetzt und dann
die Einstellung von timeSignatureFraction auf den gewünschten
Bruch geändert. Mit dem Befehl \scaleDurations werden
die Dauern der Noten auf jedem System dann auf die gemeinsame
Taktart skaliert. Siehe auch Tondauern skalieren.
In folgendem Beispiel werden Noten mit den Taktarten 3/4, 9/8 und 10/8 parallel notiert. Im zweiten System werden die gezeigten Dauern mit 2/3 multipliziert, da 2/3 x 9/8 = 3/4, und im dritten System werden die gezeigten Dauern mit 3/5 multipliziert, da 3/5 x 10/8 = 3/4. Oft wird es nötig sein, Balken manuell zu setzen, weil die Skalierung sich auch auf die automatische Bebalkung auswirkt.
\relative << \new Staff { \time 3/4 c'4 c c | c4 c c | } \new Staff { \time 3/4 \set Staff.timeSignatureFraction = 9/8 \scaleDurations 2/3 \repeat unfold 6 { c8[ c c] } } \new Staff { \time 3/4 \set Staff.timeSignatureFraction = 10/8 \scaleDurations 3/5 { \repeat unfold 2 { c8[ c c] } \repeat unfold 2 { c8[ c] } | c4. c4. \tuplet 3/2 { c8[ c c] } c4 } } >>
Taktlänge
Jedes System kann auch eine eigene unabhängige Taktart erhalten.
Dazu muss der Timing_translator und der
Default_bar_line_engraver in den Staff-Kontext
verschoben werden.
\layout { \context { \Score \remove "Timing_translator" \remove "Default_bar_line_engraver" } \context { \Staff \consists "Timing_translator" \consists "Default_bar_line_engraver" } } % Now each staff has its own time signature. \relative << \new Staff { \time 3/4 c'4 c c | c4 c c | } \new Staff { \time 2/4 c4 c | c4 c | c4 c | } \new Staff { \time 3/8 c4. | c8 c c | c4. | c8 c c | } >>
Taktarten aus mehreren Teilen werden mit der Funktion
\compoundMeter erstellt. Die Syntax ist folgende:
\compoundMeter #'(Liste aus Listen) |
Die einfachste Konstruktion ist eine einzige Liste, wobei die letzte Zahl den Nenner des Bruches darstellt, während die vorherkommenden Zahlen die Zähler sind.
\relative { \compoundMeter #'((2 2 2 8)) \repeat unfold 6 c'8 \repeat unfold 12 c16 }
Kompliziertere Taktarten können durch zusätzliche Listen erstellt werden (von Klammern abgegrenzt). Automatische Balken werden entsprechend der Werte angepasst.
\relative { \compoundMeter #'((1 4) (3 8)) \repeat unfold 5 c'8 \repeat unfold 10 c16 } \relative { \compoundMeter #'((1 2 3 8) (3 4)) \repeat unfold 12 c'8 }
Glossar: (music-glossary)polymetric in Abschnitt ‘polymetric’ in Glossar, (music-glossary)polymetric time signature in Abschnitt ‘polymetric time signature’ in Glossar, (music-glossary)meter in Abschnitt ‘meter’ in Glossar.
Notationsreferenz: Taktangabe, Automatische Balken, Manuelle Balken, Tondauern skalieren.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)TimeSignature in Abschnitt ‘TimeSignature’ in Referenz der Interna, (internals)Timing_translator in Abschnitt ‘Timing_translator’ in Referenz der Interna, (internals)Default_bar_line_engraver in Abschnitt ‘Default_bar_line_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)Staff in Abschnitt ‘Staff’ in Referenz der Interna.
Wenn unterschiedliche Taktarten parallel benutzt werden, werden Noten auf demselben musikalischen Moment horizontal auf die gleiche Position gesetzt. Die unterschiedlichen Taktlinien führen allerdings dazu, dass die Noten nicht ganz so regelmäßig gesetzt werden, wie es ohne unterschiedliche Taktarten der Fall wäre.
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@translationof Automatic note splitting
Lange Noten, die über Taktlinien hinüberreichen, können
automatisch in übergebundene Noten aufgeteilt werden.
Dieses Verhalten erreicht man, indem der
(internals)Note_heads_engraver in Abschnitt ‘Note_heads_engraver’ in Referenz der Interna
mit dem
(internals)Completion_heads_engraver in Abschnitt ‘Completion_heads_engraver’ in Referenz der Interna ausgetauscht wird. Auf
gleiche Art können lange Pausen, die über Taktgrenzen reichen, automatisch
aufgeteilt werden, indem man den Rest_engravermit dem
Completion_rest_engraver ersetzt. Im nächsten Beispiel werden
Noten und Pausen, die über die Taktlinie dauern, aufgeteilt; Noten
werden auch übergebunden.
\new Voice \with { \remove "Note_heads_engraver" \consists "Completion_heads_engraver" \remove "Rest_engraver" \consists "Completion_rest_engraver" } \relative { c'2. c8 d4 e f g a b c8 c2 b4 a g16 f4 e d c8. c2 r1*2 }
Dieser Engraver teilt alle Noten und Pausen auf, die über eine Taktlinie dauern und fügt für Noten Bindebögen hinzu. Er kann unter Anderem dann nützlich sein, wenn man komplexe Partituren auf Fehler überprüfen möchte: Wenn die Takte nicht vollständig gefüllt sind, zeigt die Überbindung genau an, wie viele Notenwerte noch in dem jeweiligen Takt fehlen.
Glossar: (music-glossary)tie in Abschnitt ‘tie’ in Glossar
Handbuch zum Lernen: (learning)Was sind Engraver? in Abschnitt ‘Was sind Engraver?’ in Handbuch zum Lernen, (learning)Engraver hinzufügen und entfernen in Abschnitt ‘Engraver hinzufügen und entfernen’ in Handbuch zum Lernen.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)Note_heads_engraver in Abschnitt ‘Note_heads_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)Completion_heads_engraver in Abschnitt ‘Completion_heads_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)Rest_engraver in Abschnitt ‘Rest_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)Completion_rest_engraver in Abschnitt ‘Completion_rest_engraver’ in Referenz der Interna. (internals)Forbid_line_break_engraver in Abschnitt ‘Forbid_line_break_engraver’ in Referenz der Interna.
Nicht alle Notenwerte (besonders wenn sie andere rhythmische Aufteilungen beinhalten) können exakt durch normale Noten und Punktierungen wiedergegeben werden. Der Engraver setzt aber trotzdem keine Triolen etc.
Completion_heads_engraver wirkt sich nur auf Noten aus;
Pausen werden nicht aufgeteilt.
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@translationof Showing melody rhythms
Manchmal soll nur der Rhythmus einer Melodie dargestellt werden. Das erreicht man mit einem Rhythmus-Notensystem. Alle Tonhöhen werden auf eine Linie reduziert und das System hat auch nur eine einzige Linie.
<< \new RhythmicStaff { \new Voice = "myRhythm" \relative { \time 4/4 c'4 e8 f g2 r4 g g f g1 } } \new Lyrics { \lyricsto "myRhythm" { This is my song I like to sing } } >>
Akkordnotation für Gitarren bezeichnet auch oft zusätzlich den
geschlagenen Rhythmus. Das kann notiert werden unter Verwendung
des Pitch_squash_engraver und indem Tonhöhenimprovisation
eingeschaltet wird mit \improvisationOn.
<< \new ChordNames { \chordmode { c1 f g c } } \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" } \relative c'' { \improvisationOn c4 c8 c c4 c8 c f4 f8 f f4 f8 f g4 g8 g g4 g8 g c4 c8 c c4 c8 c } >>
\improvisationOn,
\improvisationOff.
Schlagrhythmus für Gitarren
In Gitarrennotation kann neben Melodie, Akkordbezeichnungen und Bunddiagrammen auch der Schlagrhythmus angegeben werden.
\include "predefined-guitar-fretboards.ly" << \new ChordNames { \chordmode { c1 | f | g | c } } \new FretBoards { \chordmode { c1 | f | g | c } } \new Voice \with { \consists "Pitch_squash_engraver" } { \relative c'' { \improvisationOn c4 c8 c c4 c8 c f4 f8 f f4 f8 f g4 g8 g g4 g8 g c4 c8 c c4 c8 c } } \new Voice = "melody" { \relative c'' { c2 e4 e4 f2. r4 g2. a4 e4 c2. } } \new Lyrics { \lyricsto "melody" { This is my song. I like to sing. } } >>
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)RhythmicStaff in Abschnitt ‘RhythmicStaff’ in Referenz der Interna, (internals)Pitch_squash_engraver in Abschnitt ‘Pitch_squash_engraver’ in Referenz der Interna.
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@translationof Beams
| Automatische Balken | ||
| Einstellung von automatischen Balken | ||
| Manuelle Balken | ||
| Gespreizte Balken |
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@translationof Automatic beams
LilyPond setzt Balken (engl. beam) automatisch.
\relative c'' { \time 2/4 c8 c c c \time 6/8 c8 c c c8. c16 c8 }
Wenn diese automatischen Entscheidungen nicht gut genug sind, können die Balken auch explizit eingegeben werden, siehe Manuelle Balken. Balken müssen auch auf diese Weise eingegeben werden, wenn sie über Pausen hinwegreichen sollen.
Wenn automatische Bebalkung nicht benötigt wird, kann sie mit dem Befehl \autoBeamOff
aufgehoben werden und mit dem Befehl \autoBeamOn wieder
eingeschaltet werden.
\relative c' { c4 c8 c8. c16 c8. c16 c8 \autoBeamOff c4 c8 c8. c16 c8. \autoBeamOn c16 c8 }
Achtung: Wenn Balken eingesetzt werden, um Melismen in Gesang zu notieren,
sollte die automatische Bebalkung mit autoBeamOff ausgeschaltet
werden und die Balken manuell notiert werden. Die Benutzung von
\partCombine zusammen mit \autoBeamOff kann zu
unbeabsichtigten Ergebnissen führen. Siehe die Schnipsel für mehr
Information.
Balkenmuster, die sich von den automatisch erstellen unterscheiden, können erstellt werden, siehe Einstellung von automatischen Balken.
\autoBeamOff,
\autoBeamOn.
Balken über Zeilenumbrüche
Zeilenumbrüche sind normalerweise während Balken verboten. Das kann geändert werden.
\relative c'' { \override Beam.breakable = ##t c8 c[ c] c[ c] c[ c] c[ \break c8] c[ c] c[ c] c[ c] c }
Balken für weit auseinander liegende Noten ändern
Balken mit Hälsen in unterschiedliche Richtungen werden automatisch
erstellt, wenn ein großer Sprung zwischen Tonhöhen gefunden wird. Dieses
Verhalten kann durch die auto-knee-gap-Eigenschaft beeinflusst
werden. Ein derartiger Knie-Balken wird erstellt, wenn der Abstand größer
ist als der Wert von auto-knee-gap plus der Dicke des Balkens
(was von der Notendauer und der Neigung des Balkens abhängt). Der
Standardwert von auto-knee-gap ist 5.5 Notensystemabstände.
{ f8 f''8 f8 f''8 \override Beam.auto-knee-gap = #6 f8 f''8 f8 f''8 }
PartCombine und autoBeamOff
Die Funktionsweise von \autoBeamOff, wenn es zusammen mit
\partCombine eingesetzt wird, kann schwer zu verstehen sein.
Es kann besser sein, anstatt dessen
\set Staff.autobeaming = ##f |
zu benutzen, um sicherzustellen, dass die automatische Bebalkung für das gesamte System ausgeschaltet ist.
\partCombine funktioniert offensichtlich mit 3 Stimme (Hals nach oben
einfach, Hals nach unten einfach, Hals nach oben kombiniert).
Ein \autoBeamOff-Befehl im ersten Argument von \partCombine
gilt für die Stimme, die zu dem Zeitpunkt aktiv ist, an dem der Befehl
verarbeitet wird, entweder für Hals nach oben, nach unten oder Hals nach
oben kombiniert. Ein \autoBeamOff-Befehl im zweiten Argument gilt
für die Stimme, die mit Hals nach unten einfach ist.
Um \autoBeamOff zu benutzen, damit alle automatischen Balken aufhören,
wenn man es mit \partCombine verwendet, muss \autoBeamOff
dreimal aufgerufen werden.
{ %\set Staff.autoBeaming = ##f % turns off all autobeaming \partCombine { \autoBeamOff % applies to split up stems \repeat unfold 4 a'16 %\autoBeamOff % applies to combined up stems \repeat unfold 4 a'8 \repeat unfold 4 a'16 } { \autoBeamOff % applies to down stems \repeat unfold 4 f'8 \repeat unfold 8 f'16 | } }
Notationsreferenz: Manuelle Balken, Einstellung von automatischen Balken.
Installierte Dateien: ‘scm/auto-beam.scm’.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)Auto_beam_engraver in Abschnitt ‘Auto_beam_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)Beam_engraver in Abschnitt ‘Beam_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)Beam in Abschnitt ‘Beam’ in Referenz der Interna, (internals)BeamEvent in Abschnitt ‘BeamEvent’ in Referenz der Interna, (internals)BeamForbidEvent in Abschnitt ‘BeamForbidEvent’ in Referenz der Interna, (internals)beam-interface in Abschnitt ‘beam-interface’ in Referenz der Interna, (internals)unbreakable-spanner-interface in Abschnitt ‘unbreakable-spanner-interface’ in Referenz der Interna.
Die Eigenschaften eines Balkens werden am Beginn seiner Konstruktion bestimmt. Alle zusätzlichen Änderungen der Balkeneigenschaften, die auftreten, bevor der Balken zuende ist, werden nicht ausgewertet, bevor nicht der nächste Balken beginnt.
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@translationof Setting automatic beam behavior
Wenn die automatischen Balken angeschaltet sind, wird die Platzierung der
automatischen Balken von drei Kontexteigenschaften bestimmt:
baseMoment, beatStructure und beamExceptions.
Wenn eine beamExceptions-Regel für die aktuelle Taktart definiert ist,
wird diese Regel zur Bestimmmung der Balkenplatzierung herangezogen. Wenn keine
beamExceptions-Regel für die aktuelle Taktart vorhanden ist, wird
die Platzierung der Balken durch die Einstellungen von baseMoment
und beatStructure bestimmt.
Standardmäßig sind beamExceptions-Regel für alle häufigen Taktarten
vordefiniert, sodass die beamExceptions-Regeln deaktiviert werden
müssen, wenn die Balkenplatzierung aufgrund von baseMoment und
beatStructure stattfinden soll. Die beamExceptions-Regeln werden
deaktiviert durch
\set Timing.beamExceptions = #'() |
baseMoment und beatStructureIn den meisten Fällen enden automatische Balken am Ende eines Taktes.
Die Endpunkte für Schläge werden durch die Kontexteigenschaften
baseMoment und beatStructure bestimmt. beatStructure
ist eine Scheme-Liste, die die Länge jedes Schlages im Takt in
Einheiten von baseMoment angibt. Der Standard von
baseMoment ist Eins durch den Numerator der Taktangabe. Der
Standardwert jeder Längeneinheit baseMoment ist ein
einzelner Taktschlag.
\time 5/16 c16^"default" c c c c | \set Timing.beatStructure = 2,3 c16^"(2+3)" c c c c | \set Timing.beatStructure = 3,2 c16^"(3+2)" c c c c |
Wenn eine häufige Taktart benützt wird, muss beamExceptions
deaktiviert werden, damit beatStructure funktionieren kann.
Der \set Timing.beamExceptions = #'()-Befehl kann immer eingefügt
werden, wenn die Bebalkung von beatStructure bestimmt werden soll.
\time 4/4 a8^"default" a a a a a a a \set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1/4) \set Timing.beatStructure = 1,1,1,1 a8^"no change" a a a a a a a \set Timing.beamExceptions = #'() \set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1/4) \set Timing.beatStructure = 1,1,1,1 a8^"changed" a a a a a a a
Balkenregelveränderungen können auf bestimmte Kontexte beschränkt werden. Wenn keine Regeln in einen unteren Kontext definiert sind, gelten die Regeln des höheren Kontext, in dem sich der niedrigere befindet.
\new Staff << \time 7/8 \set Staff.beatStructure = 2,3,2 \new Voice = one { \relative { a'8 a a a a a a } } \new Voice = two { \relative { \voiceTwo \set Voice.beatStructure = 1,3,3 f'8 f f f f f f } } >>
Wenn mehrere Stimmen eingesetzt werden, muss der Staff-Kontext
definiert werden, wenn die Balkenregeln auf alle Stimmen des
Systems angewendet werden sollen:
\time 7/8 % rhythm 3-1-1-2 % Context applied to Voice by dafault -- does not work correctly % Because of autogenerated voices, all beating will % be at baseMoment (1 . 8) \set beatStructure = 3,1,1,2 << {a8 a a a16 a a a a8 a} \\ {f4. f8 f f f} >> % Works correctly with context Staff specified \set Staff.beatStructure = 3,1,1,2 << {a8 a a a16 a a a a8 a} \\ {f4. f8 f f f} >>
Der Wert von baseMoment kann angepasst werden, um das
Bebalkungsverhalten zu ändern, wenn gewünscht. In diesem Fall
muss der Wert von beatStructure so gesetzt werden, dass
er kompatibel mit dem neuen Wert von baseMoment ist.
\time 5/8 \set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1/16) \set Timing.beatStructure = 7,3 \repeat unfold 10 { a16 }
baseMoment ist ein Moment, eine Einheit an musikalischer
Dauer. Eine Anzahl vom Typus Moment wird durch die Scheme-Funktion
ly:make-moment erstellt. Zu mehr Information über diese Funktion
siehe Verwaltung der Zeiteinheiten.
Der Standardwert von baseMoment ist Eins durch den Denominator
der Taktangabe. Alle Ausnahmen dieses Standards finden sich in der Datei
‘scm/time-signature-settings.scm’.
beamExceptionsBesondere automatische Bebalkungsregeln (außer dass ein Balken auf einem
Taktschlag aufhört) sind in der beamExceptions-Eigenschaft
definiert.
\time 3/16 \set Timing.beatStructure = 2,1 \set Timing.beamExceptions = #'( ;start of alist (end . ;entry for end of beams ( ;start of alist of end points ((1 . 32) . (2 2 2)) ;rule for 1/32 beams -- end each 1/16 ))) %close all entries c16 c c | \repeat unfold 6 { c32 } |
beamExceptions ist eine Aliste mit einem Schlüssel der Regeltypen
(rule-type) und einem Wert der Bebalkungsregeln (beaming-rules).
Im Moment ist der einzige mögliche rule-type 'end für ein
Balkenende.
Beaming-rules ist eine Scheme-Aliste (oder eine paarige Liste), die den Balkentyp und die Gruppierung anzeigt, die auf Balken angewendet werden, welche Noten mit einer kürzesten Dauer des Balkentyps enthalten.
#'((beam-type1 . grouping-1) (beam-type2 . grouping-2) (beam-type3 . grouping-3)) |
Beam-type ist ein Scheme-Paar, das die Dauer eines Balkens anzeigt,
etwa (1 . 16) für ein Sechszehntel.
Grouping ist eine Scheme-Liste, die die auf den Balken anzuwendene Gruppierung anzeigt. Die Gruppierung wird in Einheiten des Balkentyps angegeben.
Achtung: Ein beamExceptions-Wert muss eine vollständige
Ausnahme-Liste sein. Das heißt, dass jede Ausnahme, die angewendet werden
soll, auch in die Einstellungen mit aufgenommen werden muss. Es ist nicht
möglich, nur eine der Einstellungen zu ändern, zu entfernen oder hinzuzufügen.
Das mag seltsam erscheinen, bedeutet aber, dass die aktuellen
Balkenregeln bekann sein müssen, um ein neues Bebalkungsmuster definieren zu können.
Wenn die Taktart geändert wird, werden neue Standardwerte für
Timing.baseMoment, Timing.beatStructure und
Timing.beamExceptions definiert. Wenn die Taktart
definiert wird, werden die automatischen Bebalkungsregeln für den
Timing-Kontext auf den Standard zurückgesetzt.
\relative a' { \time 6/8 \repeat unfold 6 { a8 } % group (4 + 2) \set Timing.beatStructure = 4,2 \repeat unfold 6 { a8 } % go back to default behavior \time 6/8 \repeat unfold 6 { a8 } }
Die automatischen Standardeinstellungen für die Bebalkung einer Taktart werden in der Datei ‘scm/time-signature-settings.scm’ bestimmt. Änderungen der automatischen Bebalkungsregeln für eine Taktart werden in Taktangabe beschrieben.
Die meisten automatischen Bebalkungsregeln für eine Taktart enthalten einen
Eintrag für beamExceptions. Beispielsweise wird in einem 4/4-Takt
versucht, den Takt in zwei Hälfen zu teilen, wenn nur Achtelnoten vorkommen.
Die beamExceptions-Regel kann die beatStructure-Einstellung
überschreiben, wenn beamExceptions nicht zurückgesetzt wird:
\time 4/4 \set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1/8) \set Timing.beatStructure = 3,3,2 % This won't beam (3 3 2) because of beamExceptions \repeat unfold 8 {c''8} | % This will beam (3 3 2) because we clear beamExceptions \set Timing.beamExceptions = #'() \repeat unfold 8 {c''8}
Auf gleiche Art werden Achtelnoten im 3/4-Takt über den ganzen Takt hin
mit Balken versehen. Damit Achtelnoten im 3/4-Takt auf jedem Schlag
einen neuen Balken erhalten, muss beamExceptions verändert werden:
\time 3/4 % by default we beam in (6) due to beamExceptions \repeat unfold 6 {a8} | % This will beam (1 1 1) due to beatLength \set Timing.beamExceptions = #'() \repeat unfold 6 {a8}
In Notenstichen der romantischen und klassischen Periode wird teilweise auch
ein halber Takt Achtelnoten im 3/4-Takt mit einem Balken versehen, moderner
Notenstich vermeidet dies jedoch, um nicht den falschen Eindruck eines
6/8-Taktes entstehen zu lassen (siehe Gould, S. 153). Eine ähnliche Situation
entsteht im 3/8-Takt. Dieses Verhalten wird durch
die Eigenschaft beamHalfMeasure bestimmt, welche sich nur auf
Takte mit einer 3 im Zähler auswirkt:
\relative a' { \time 3/4 r4. a8 a a | \set Timing.beamHalfMeasure = ##f r4. a8 a a | }
Wenn die automatische Bebalkung aktiviert ist, wird die Platzierung
der automatischen Balken durch die Kontexteigenschaften
baseMoment, beatStructure und beamExceptions
bestimmt.
Die folgenden Regeln, in der Reihenfolge ihrer Priorität, gelten, wenn das Aussehen der Balken bestimmt wird:
[...] definiert ist, wird er gesetzt, andernfalls
beamExceptions definiert ist, wird sie verwendet, um die
gültigen Plätze für Balkenenden zu berechnen, andernfalls
beamExceptions definiert ist, wird sie verwendet,
um die gültigen Plätze für Balkenenden zu berechnen, andernfalls
baseMoment und beatStructure,
um die Enden der Balken im Takt zu definieren und beende Balken
am Ende jedes Taktes.
In den oben genannten Regeln ist der Balkentyp die Dauer der kürzesten Note der bebalkten Gruppe.
Die Standardbebalkungsregeln finden sich in der Datei ‘scm/time-signature-settings.scm’.
Subdividing beams
The beams of consecutive 16th (or shorter) notes are, by default, not
subdivided. That is, the three (or more) beams stretch unbroken over
entire groups of notes. This behavior can be modified to subdivide the
beams into sub-groups by setting the property subdivideBeams.
When set, multiple beams will be subdivided at intervals defined by the
current value of baseMoment by reducing the multiple beams to
the number of beams that indicates the metric value of the subdivision.
If the group following the division is shorter than the current metric
value (usually because the beam is incomplete) the number of beams
reflects the longest possible subdivision group. However, if there is
only one note left after the division this restriction isn’t applied.
Note that baseMoment defaults to one over the denominator of the
current time signature if not set explicitly. It must be set to a
fraction giving the duration of the beam sub-group using the
ly:make-moment function, as shown in this snippet. Also, when
baseMoment is changed, beatStructure should also be
changed to match the new baseMoment:
\relative c'' { c32[ c c c c c c c] \set subdivideBeams = ##t c32[ c c c c c c c] % Set beam sub-group length to an eighth note \set baseMoment = #(ly:make-moment 1/8) \set beatStructure = 2,2,2,2 c32[ c c c c c c c] % Set beam sub-group length to a sixteenth note \set baseMoment = #(ly:make-moment 1/16) \set beatStructure = 4,4,4,4 c32[ c c c c c c c] % Shorten beam by 1/32 \set baseMoment = #(ly:make-moment 1/8) \set beatStructure = 2,2,2,2 c32[ c c c c c c] r32 % Shorten beam by 3/32 \set baseMoment = #(ly:make-moment 1/8) \set beatStructure = 2,2,2,2 c32[ c c c c] r16. r2 }
Bebalkung nach Taktschlag
Sekundäre Balken können in die Richtung gesetzt werden, die ihrer rhythmischen Zugehörigkeit entspricht. Der erste Balken ist zusammengefasst (Standard), der zweite Sechszehntelbalken zeigt den Taktschlag an.
\relative c'' { \time 6/8 a8. a16 a a \set strictBeatBeaming = ##t a8. a16 a a }
Dirigierzeichen, Taktgruppenzeichen
Optionen, mit denen die Balken in einem Takt gruppiert werden, sind
durch die Scheme-Funktion set-time-signature erhältlich, die
drei Argumente braucht: Die Zahl der Taktschläge, die Länge des
Schlages und die interne gruppieren von Balken in dem Takt. Wenn der
Measure_grouping_engraver hinzugefügt worden ist, erstellt
diese Funktion auch MeasureGrouping-(Taktgruppen)-Zeichen. Derartige
Zeichen erleichtern das Lesen von rhythmisch komplexer Musik. In dem
Beispiel ist der 9/8-Takt in 2, 2, 2 und 3 aufgeteilt. Das wird
der set-time-signature-Funktion als das dritte Argument mitgegeben:
'(2 2 2 3):
\score { \new Voice \relative c'' { \time 9/8 g8 g d d g g a( bes g) | \set Timing.beatStructure = 2,2,2,3 g8 g d d g g a( bes g) | \time 4,5 9/8 g8 g d d g g a( bes g) | \time 5/8 a4. g4 | } \layout { \context { \Staff \consists "Measure_grouping_engraver" } } }
Balkenenden auf Score-Ebene
Balkenenderegeln, die im Score-Kontext definiert werden, wirken
sich auf alle Systeme aus, können aber auf Staff- und
Voice-Ebene neu verändert werden:
\relative c'' { \time 5/4 % Set default beaming for all staves \set Score.baseMoment = #(ly:make-moment 1/8) \set Score.beatStructure = 3,4,3 << \new Staff { c8 c c c c c c c c c } \new Staff { % Modify beaming for just this staff \set Staff.beatStructure = 6,4 c8 c c c c c c c c c } \new Staff { % Inherit beaming from Score context << { \voiceOne c8 c c c c c c c c c } % Modify beaming for this voice only \new Voice { \voiceTwo \set Voice.beatStructure = 6,4 a8 a a a a a a a a a } >> } >> }
Installierte Dateien: ‘scm/beam-settings.scm’.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)Auto_beam_engraver in Abschnitt ‘Auto_beam_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)Beam in Abschnitt ‘Beam’ in Referenz der Interna, (internals)BeamForbidEvent in Abschnitt ‘BeamForbidEvent’ in Referenz der Interna, (internals)beam-interface in Abschnitt ‘beam-interface’ in Referenz der Interna.
Wenn eine Partitur endet, während ein automatischer Balken noch
nicht beendet wurde und weiterhin Noten erwartet, wird dieser
letzte Balken nicht ausgegeben. Das Gleiche gilt auch für
polyphone Stimmen, die mit der
<< … \\ … >>-Konstruktion notiert wurden. Wenn eine
polyphone Stimme endet, während ein Balken noch weitere Noten
erwartet, wird der Balken nicht gesetzt. Eine Notlösung für
dieses Probelm ist, den letzten Balken in der Stimme oder
Partitur manuell zu setzen.
Die Standardeinstellungen weisen den dem
Score-Kontext zu. Das bedeutet, dass das Setzen der
Taktart (time signature) in einem System sich auch auf die Bebalkung
der anderen Systeme auswirkt. Darum verändert eine neue Taktart in einem
späteren System auch alle früher vorgenommenen eigenen Einstellungen
der Bebalkung eines anderen Systems. Eine Möglichkeit, dieses Problem zu
vermeiden, ist es, die Taktart nur in einem System zu setzen.
<< \new Staff { \time 3/4 \set Timing.baseMoment = #(ly:make-moment 1/8) \set Timing.beatStructure = 1,5 \repeat unfold 6 { a8 } } \new Staff { \repeat unfold 6 { a8 } } >>
Die Standardbebalkungsregeln für die Taktart können auch verändert werden, sodass die gewünschte Bebalkung immer benützt wird. Veränderungen der automatischen Bebalkungsregeln für eine Taktart sind in Taktangabe beschrieben.
<< \new Staff { \overrideTimeSignatureSettings 3/4 % timeSignatureFraction 1/8 % baseMomentFraction 1,5 % beatStructure #'() % beamExceptions \time 3/4 \repeat unfold 6 { a'8 } } \new Staff { \time 3/4 \repeat unfold 6 { a'8 } } >>
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@translationof Manual beams
In einigen Fällen kann es nötig sein, den automatischen Algorithmus
für die Balken zu überschreiben. Die automatischen Balken werden
beispielsweise nicht über Pausen oder Taktlinien hinweg gesetzt, und
in Gesang werden die Balken oft nach dem Rhythmus des Textes und
nicht dem der Musik gesetzt.
Manuell definierte Balken werden mit den Zeichen [ und
] (AltGr+8 bzw. 9) markiert.
\relative { r4 r8[ g' a r] r g[ | a] r }
Die Richtung von Balken kann mit den Richtungszeichen verändert werden:
\relative { c''8^[ d e] c,_[ d e f g] }
Einzelne Noten können mit dem Befehl \noBeam markiert werden,
damit sie nicht mit einem Balken versehen werden.
\time 2/4 c8 c\noBeam c c
Balken von Verzierungsnoten und normale Balken können gleichzeitig gesetzt werden. Unbebalkte Verzierungen werden nicht innerhalb von normalen Balken gesetzt.
\relative { c''4 d8[ \grace { e32 d c d } e8] e[ e \grace { f16 } e8 e] }
Noch bessere manuelle Kontrolle über die Balken kann durch Setzen
der Eigenschaften stemLeftBeamCount und
stemRightBeamCount erreicht werden. Sie bestimmen
die Anzahl von Balken, die rechts und links vom Hals der nächsten
Note gesetzt werden sollen. Wenn eine Eigenschaften gesetzt ist,
wird ihr Wert nur einmal eingesetzt und dann wieder auf Null gesetzt.
Im folgenden Beispiel hat das letzte f nur einen Balken
an seiner linken Seite (der als Achtelbalken der gesamten
Gruppe gewertet wird).
\relative a' { a8[ r16 f g a] a8[ r16 \set stemLeftBeamCount = #2 \set stemRightBeamCount = #1 f16 \set stemLeftBeamCount = #1 g16 a] }
Gerade Fähnchen und überstehende Balkenenden
Gerade Fähnchen an einzelnen Noten und überstehende Balkenenden bei
bebalkten Notengruppen sind möglich mit einer Kombination aus
stemLeftBeamCount, stemRightBeamCount und Paaren von
[]-Balkenbegrenzungen.
Für gerade Fähnchen, die nach rechts zeigen, kann [] eingesetzt
werden und stemLeftBeamCount auf Null gesetzt werden (wie
Bsp. 1).
Für gerade Fähnchen, die nach links zeigen, muss stemRightBeamCount
eingesetzt werden (Bsp. 2).
Für überstehende Balkenenden nach rechts muss stemRightBeamCount
auf einen positiven Wert gesetzt werden, für Balkenenden, die nach links
zeigen benutzt man stemLeftBeamCount (Bsp. 3).
Manchmal können einzelne Noten, die von Pausen umgeben sind, auch Balkenenden
in beide Richtungen tragen. Das geschieht mit []-Klammern (Bsp. 4).
(\set stemLeftBeamCount entspricht immer dem Befehl
\once \set. Anders gesagt müssen die Einstellungen immer wieder
wiederholt werden und die Fähnchen des letzten Sechzehntels im letzten
Beispiel haben nichts mit dem \set-Befehl zwei Noten vorher zu tun.)
\score { << % Example 1 \new RhythmicStaff { \set stemLeftBeamCount = #0 c16[] r8. } % Example 2 \new RhythmicStaff { r8. \set stemRightBeamCount = #0 16[] } % Example 3 \new RhythmicStaff { 16 16 \set stemRightBeamCount = #2 16 r r \set stemLeftBeamCount = #2 16 16 16 } % Example 4 \new RhythmicStaff { 16 16 \set stemRightBeamCount = #2 16 r16 16[] r16 \set stemLeftBeamCount = #2 16 16 } >> }
Notationsreferenz: Richtung und Platzierung, Verzierungen.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)Beam in Abschnitt ‘Beam’ in Referenz der Interna, (internals)BeamEvent in Abschnitt ‘BeamEvent’ in Referenz der Interna, (internals)Beam_engraver in Abschnitt ‘Beam_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)beam-interface in Abschnitt ‘beam-interface’ in Referenz der Interna, (internals)Stem_engraver in Abschnitt ‘Stem_engraver’ in Referenz der Interna.
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@translationof Feathered beams
Gespreizte Balken werden teilweise eingesetzt um anzuzeigen, dass
kleine Notengruppen in beschleunigendem oder verlangsamendem Tempo
gespielt werden sollen, ohne dass sich das Tempo des Stückes
verändert. Die Reichweite der gespreizten Balken muss manuell
mit [ und ] angegeben werden und die Spreizung wird
kontrolliert, indem der Balken-Eigenschaft grow-direction
eine Richtung zugewiesen wird.
Wenn die Anordnung der Noten und die MIDI-Ausgabe das Ritardando
oder Accelerando, wie es die Spreizung angibt, reflektieren soll,
müssen die Noten als ein musikalischer Ausdruck notiert werden,
der von geschweiften Klammern umgeben ist und dem ein
featheredDurations-(gespreizteDauern)-Befehl vorangestellt
ist, der das Verhältnis der ersten und letzten Dauer definiert.
Die eckigen Klammern geben die Reichweite des Balkens an und die geschweiften Klammern zeigen, auf welche Noten sich die Veränderung der Dauern auswirkt. Normalerweise bezieht sich das auf die selbe Notengruppe, aber das ist nicht unbedingt erforderlich: beide Befehle sind unabhängig voneinander.
Im folgenden Beispiel nehmen die acht 16-Noten exakt die gleiche Zeit ein wie eine halbe Note, aber die erste Note ist halb so lang wie die letzte der Gruppe, und die Noten dazwischen werden stufenweise verlängert. Die ersten vier 32-Noten beschleunigen stufenweise das Tempo, während die darauffolgenden vier 32-Noten ein gleichmäßiges Tempo haben.
\relative c' { \override Beam.grow-direction = #LEFT \featherDurations #(ly:make-moment 2/1) { c16[ c c c c c c c] } \override Beam.grow-direction = #RIGHT \featherDurations #(ly:make-moment 2/3) { c32[ d e f] } % revert to non-feathered beams \override Beam.grow-direction = #'() { g32[ a b c] } }
Die Platzierung der Noten im Druckbild entspricht den Notendauern nur annähernd, aber die MIDI-Ausgabe ist exakt.
\featherDurations.
Snippets: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Der \featherDurations-Befehl funktioniert nur mit kurzen
Notenabschnitten, und wenn die Zahlen in den Brüchen klein
sind.
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@translationof Bars
| Taktstriche | ||
| Taktzahlen | ||
| Takt- und Taktzahlüberprüfung | ||
| Übungszeichen |
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@translationof Bar lines
Taktstriche trennen Takte voneinander, werden aber auch verwendet, um Wiederholungen anzuzeigen. Normalerweise werden sie automatisch nach Vorgabe der aktuellen Taktart eingefügt.
Die einfachen, automatisch eingefügten Taktstriche können mit dem
\bar-Befehl geändert werden. Eine doppelter Taktstrich etwa
wird normalerweise am Ende eines Stückes gesetzt:
\relative { e'4 d c2 \bar "|." }
Es ist kein Fehler, wenn die letzte Note in einem Takt nicht zum automatisch eingefügten Taktstrich aufhört: es wird angenommen, dass die Note im nächsten Takt weitergeht. Wenn aber eine ganze Reihe solcher überlappenden Takte auftritt, können die Noten gedrungen aussehen oder sogar über den Seitenrand hinausragen. Das kommt daher, dass Zeilenumbrüche nur dann vorgenommen werden, wenn ein vollständiger Takt auftritt, also ein Takt, an dem alle Noten vor dem Taktstrich zu Ende sind.
Achtung: Eine falsche Dauer kann bewirken, dass Zeilenumbrüche verhindert werden, woraus resultiert, dass die Noten entweder sehr stark gedrängt auf der Zeile notiert werden, oder die Zeile über den Seitenrand hinausragt.
Zeilenumbrüche werden erlaubt, wenn ein Taktstrich manuell eingefügt wird, auch, wenn es sich um keinen vollständigen Takt handelt. Um einen Zeilenumbruch zu erlauben, ohne den Taktstrich auszugeben, kann
\bar "" |
benutzt werden. Damit wird ein unsichtbarer Taktstrich an dieser Stelle eingefügt und damit ein Zeilenumbruch erlaubt (aber nicht erzwungen), ohne dass sich die Anzahl der Takte erhöhen würde. Um einen Zeilenumbruch zu erzwingen, siehe Zeilenumbrüche.
Diese Taktstrichart und auch andere besondere Taktstriche können manuell an jeder Stelle in der Partitur eingefügt werden. Wenn sie mit dem Ende eines Taktes übereinstimmen, wird der automatische Taktstrich durch den manuellen ersetzt. Diese manuellen Einfügungen haben keine Auswirkung auf die Zählung und Position der folgenden automatischen Taktstriche.
Dabe gilt zu beachten, dass manuell gesetzten Taktstriche nur visuell sichtbar sind. Sie wirken sich auf keine der Eigenschaften aus, die ein normaler Taktstrich beeinflussen würde, wie etwa Taktzahlen, Versetzungszeichen, Zeilenumbrüche usw. Sie beeinflussen auch nicht die Berechnung und Platzierung von weiteren automatischen Taktstrichen. Wenn ein manueller Taktstrich dort gesetzt wird, wo ein automatischer Taktstrich sowieso wäre, werden die Auswirkungen des originalen Taktstriches nicht verändert.
Manuell können zwei einfache Taktstriche und zusätzlich fünf Arten eines doppelten Taktstriches gesetzt werden:
\relative { f'1 \bar "|" f1 \bar "." g1 \bar "||" a1 \bar ".|" b1 \bar ".." c1 \bar "|.|" d1 \bar "|." e1 }
Zusätzlich gibt es noch punktierte und gestrichelte Taktstriche:
\relative { f'1 \bar ";" g1 \bar "!" a1 }
und fünf unterschiedliche Wiederholungstaktstriche:
f1 \bar ".|:" g \bar ":..:" a \bar ":|.|:" b \bar ":|.:" c \bar ":|." d
Zusätzlich kann eine Taktlinie mit einem einfachen Apostroph gesetzt werden:
f1 \bar ".|:" g1 \bar ":..:" a1 \bar ":|.|:" b1 \bar ":|.:" c1 \bar ":|." e1
Zusätzliche kann ein Taktstrich auch nur als kleines Komma gesetzt werden:
f1 \bar "'"
Derartige Apostrophe werden allerdings vor allem im gregorianischen
Choral eingesetzt, und es wird empfohlen, anstatt dessen
\divisioMinima zu benutzen, wie beschrieben im Abschnitt
Divisiones.
Für segno-Zeichen innerhalb des Systems gibt es drei Taktstricharten, die sich in ihrem Verhalten an Zeilenumbrüchen unterscheiden:
\relative c'' { c4 c c c \bar "S" c4 c c c \break \bar "S" c4 c c c \bar "S-|" c4 c c c \break \bar "S-|" c4 c c c \bar "S-S" c4 c c c \break \bar "S-S" c1 }
Auch wenn die Taktlinien, die Wiederholungen angeben, manuell eingefügt werden können, wird die Wiederholung dadurch nicht von LilyPond erkannt. Wiederholte Stellen werden besser notiert, indem man die Wiederholungs-Befehle einsetzt, die automatische die richtigen Taktlinien setzen. Das ist beschrieben inWiederholungszeichen.
Zusätzlich kann noch "||:" verwendet werden, dass sich
genauso wie "|:" verhält, außer bei Zeilenumbrüchen, wo ein
doppelter Taktstrich am Ende der Zeile ausgegeben wird und ein
öffnender Wiederholungsstrich am Anfang der nächsten Zeile.
\relative c'' { c4 c c c \bar ".|:-||" c4 c c c \break \bar ".|:-||" c4 c c c }
Für Kombinationen von Wiederholungen mit dem segno-Zeichen gibt es sechs verschiedene Variationen:
\relative c'' { c4 c c c \bar ":|.S" c4 c c c \break \bar ":|.S" c4 c c c \bar ":|.S-S" c4 c c c \break \bar ":|.S-S" c4 c c c \bar "S.|:-S" c4 c c c \break \bar "S.|:-S" c4 c c c \bar "S.|:" c4 c c c \break \bar "S.|:" c4 c c c \bar ":|.S.|:" c4 c c c \break \bar ":|.S.|:" c4 c c c \bar ":|.S.|:-S" c4 c c c \break \bar ":|.S.|:-S" c1 }
Darüber hinaus wählt der \inStaffSegno-Befehl eines dieser
Segno-Taktstriche aus, in Zusammenarbeit mit dem
\repeat volta-Befehl.
In Partituren mit vielen Systemen wird ein \bar-Befehl in einem
System automatisch auf alle anderen Systeme angewendet. Die resultierenden
Taktstriche sind miteinander verbunden innerhalb einer Gruppe
(StaffGroup) oder einem Klaviersystem
(PianoStaff bzw. (GrandStaff).
<< \new StaffGroup << \new Staff \relative { e'4 d \bar "||" f4 e } \new Staff \relative { \clef bass c'4 g e g } >> \new Staff \relative { \clef bass c'2 c2 } >>
Der Befehl \bar Taktart ist eine Kurzform von:
\set Timing.whichBar = Taktart. Immer, wenn
whichBar auf einen Wert gesetzt wird, wird ein
Taktstrich dieses Typs erzeugt.
Der automatisch erzeugte Taktstrich ist "|". Das kann
jederzeit durch den Befehl \set Timing.defaultBarType =
Taktstrichart geändert werden.
Notationsreferenz: Zeilenumbrüche, Wiederholungszeichen, Systeme gruppieren.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)BarLine in Abschnitt ‘BarLine’ in Referenz der Interna (erstellt auf (internals)Staff in Abschnitt ‘Staff’ in Referenz der Interna-Ebene), (internals)SpanBar in Abschnitt ‘SpanBar’ in Referenz der Interna (über Systeme), (internals)Timing_translator in Abschnitt ‘Timing_translator’ in Referenz der Interna (für Timing-Eigenschaften).
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@translationof Bar numbers
Taktzahlen werden standardmäßig zu Beginn eines jeden Systems
ausgegeben, ausgenommen ist die erste Zeile. Die Zahl selber
wird in der currentBarNumber-Eigenschaft gespeichert, die
normalerweise für jeden Takt aktualisiert wird. Sie kann aber auch
manuell gesetzt werden:
c1 c c c \break \set Score.currentBarNumber = #50 c1 c c c
Taktnummern können in regelmäßigem Abstand ausgegeben werden,
anstatt dass sie nur am Beginn des Systems erscheinen. Um das
zu erreichen, muss die Standardeinstellung verändert werden, um
zu erlauben, dass Taktnummern an anderen Stellen als dem
Beginn von Systemen ausgegeben werden. Das wird mit der
Eigenschaft break-visibility von BarNumber vorgenommen.
Sie braucht drei Werte, die auf #t (wahr) oder #f
(falsch) gestellt werden können, womit angegeben wird, ob die
Taktnummer an der entsprechenden Stelle sichtbar ist. Die
Reihenfolge der Werte ist: Ende der Zeile, Mitte
der Zeile und Beginn der Zeile. Im folgenden
Beispiel werden die Taktlinien überall ausgegeben:
\override Score.BarNumber.break-visibility = ##(#t #t #t) \set Score.currentBarNumber = #11 % Permit first bar number to be printed \bar "" c1 | c | c | c \break c1 | c | c | c
Setzen der Taktnummer für den ersten Takt
Standardmäßig wird die erste Taktzahl einer Partitur nicht gesetzt,
wenn sie weniger oder gleich ’1’ ist. Indem man barNumberVisibility
auf all-bar-numbers-visible setzt, kann eine beliebige
Taktzahl für den ersten und die folgenden Takte gesetzt werden.
Eine leere Taktlinie muss jedoch vor der ersten Note eingefügt
werden, damit das funktioniert.
\layout { indent = 0 ragged-right = ##t } \relative c' { \set Score.barNumberVisibility = #all-bar-numbers-visible \bar "" c1 | d | e | f \break g1 | e | d | c }
Setzen der Taktnummern in regelmäßigen Intervallen
Taktnummern können in regelmäßigen Intervallen gesetzt werden, indem
man die Eigenschaft barNumberVisibility definiert. In diesem
Beispiel werden die Taktnummern jeden zweiten Takt gesetzt, außer
am Ende einer Zeile.
\relative c' { \override Score.BarNumber.break-visibility = #end-of-line-invisible \set Score.currentBarNumber = #11 % Permit first bar number to be printed \bar "" % Print a bar number every second measure \set Score.barNumberVisibility = #(every-nth-bar-number-visible 2) c1 | c | c | c | c \break c1 | c | c | c | c }
Alternative Taktnummerierung
Zwei alternative Methoden können eingestellt werden, die die Taktnummerierung beeinflussen, insbesondere bei Wiederholungen.
\relative c'{ \set Score.alternativeNumberingStyle = #'numbers \repeat volta 3 { c4 d e f | } \alternative { { c4 d e f | c2 d \break } { f4 g a b | f4 g a b | f2 a | \break } { c4 d e f | c2 d } } c1 \break \set Score.alternativeNumberingStyle = #'numbers-with-letters \repeat volta 3 { c,4 d e f | } \alternative { { c4 d e f | c2 d \break } { f4 g a b | f4 g a b | f2 a | \break } { c4 d e f | c2 d } } c1 }
Setzen von Taktnummern in Kästen oder Kreisen
Taktnummern können auch in Boxen oder Kreisen gesetzt werden.
\relative c' { % Prevent bar numbers at the end of a line and permit them elsewhere \override Score.BarNumber.break-visibility = #end-of-line-invisible \set Score.barNumberVisibility = #(every-nth-bar-number-visible 4) % Increase the size of the bar number by 2 \override Score.BarNumber.font-size = #2 % Draw a box round the following bar number(s) \override Score.BarNumber.stencil = #(make-stencil-boxer 0.1 0.25 ly:text-interface::print) \repeat unfold 5 { c1 } % Draw a circle round the following bar number(s) \override Score.BarNumber.stencil = #(make-stencil-circler 0.1 0.25 ly:text-interface::print) \repeat unfold 4 { c1 } \bar "|." }
Taktnummern ausrichten
Taktnummern sind standardmäßig links an ihrem Ursprungsobjekt ausgerichtet. Das ist normalerweise die linke Ecke einer Linie oder, wenn die Nummern innerhalb einer Zeile gesetzt werden, auf der linken Seite eines Taktstrichs. Die Nummern können auch direkt über dem Taktstrich positioniert werden oder rechts vom Taktstrich gesetzt werden.
\relative c' { \set Score.currentBarNumber = #111 \override Score.BarNumber.break-visibility = #all-visible % Increase the size of the bar number by 2 \override Score.BarNumber.font-size = #2 % Print a bar number every second measure \set Score.barNumberVisibility = #(every-nth-bar-number-visible 2) c1 | c1 % Center-align bar numbers \override Score.BarNumber.self-alignment-X = #CENTER c1 | c1 % Left-align bar numbers \override Score.BarNumber.self-alignment-X = #LEFT c1 | c1 }
Entfernung von Taktnummern in einer Partitur
Taktnummern können vollkommen aus den Noten entfernt werden, indem
man den Bar_number_engraver aus dem Score-Kontext
entfernt.
\layout { \context { \Score \omit BarNumber % or: %\remove "Bar_number_engraver" } } \relative c'' { c4 c c c \break c4 c c c }
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)BarNumber in Abschnitt ‘BarNumber’ in Referenz der Interna, (internals)Bar_number_engraver in Abschnitt ‘Bar_number_engraver’ in Referenz der Interna.
Taktnummern können mit der oberen Ecke der Klammer zu Beginn des
Systems zusammenstoßen. Um das zu verhindert, kann die
padding-Eigenschaft von BarNumer verwendet werden,
um die Zahl zu verschieben. Für mehr Information siehe
(internals)StaffGroup in Abschnitt ‘StaffGroup’ in Referenz der Interna und
(internals)BarNumber in Abschnitt ‘BarNumber’ in Referenz der Interna.
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@translationof Bar and bar number checks
Die Taktüberprüfung hilft, Fehler in den Notendauern zu entdecken. Eine Taktüberprüfung wird mit dem Taktstrichsymbol „|“ (Taste AltGr+<) eingegeben. Immer, wenn LilyPond bei der Ausgabe des Notendrucks auf dieses Zeichen stößt, sollte hier in den Noten auch ein Taktstrich erscheinen. Wenn das nicht der Fall ist, wird eine Warnung ausgegeben. Im nächsten Beispiel resultiert die zweite Taktüberprüfung in einer Fehlermeldung.
\time 3/4 c2 e4 | g2 | |
Taktüberprüfungen können auch in Gesangstexten verwendet werden:
\lyricmode {
\time 2/4
Twin -- kle | Twin -- kle
}
|
Besonders in mehrstimmiger komplizierter Musik können falschen Notenwerte die ganze Partitur durcheinander bringen. Es lohnt sich also, die Fehlersuche damit zu beginnen, nicht bestandene Taktüberprüfungen zu kontrollieren.
Wenn aufeinander folgende Taktüberprüfungen mit dem gleichen Abstand Fehler produzieren, wird eventuell nur die erste Warnung ausgegeben. Damit wird die Warnung auf den Ursprung de Fehlers fokussiert.
Es ist auch möglich, die Bedeutung des Symbols | (Pipe)
umzudefinieren, so dass hiermit eine andere Aktion als eine
Taktüberprüfung erreicht wird.
Das geschieht, indem man der Pipe ("|" einen musikalischen
Ausdruck zuweist. Im nächsten Beispiel wird | dazu
verwendet, eine doppelte Taktlinie auszugeben, woimmer man
das Zeichen auch setzt. Gleichzeitig hört das Zeichen auf,
als Taktüberprüfung zu funktionieren.
"|" = \bar "||" { c'2 c' | c'2 c' c'2 | c' c'2 c' }
Wenn man größere Musikstücke kopiert, kann es hilfreich sein, wenn
LilyPond überprüft, ob die Taktnummer, in der Sie gerade kopieren,
mit der des Originales übereinstimmt. Das kann mit dem Befehl
\barNumberCheck folgenderweise überprüft werden:
\barNumberCheck #123
Eine Warnung wird ausgegeben, wenn der interne Zähler
currentBarNumber von LilyPond
nicht mit dem Wert 123 übereinstimmt.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
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@translationof Rehearsal marks
Übungszeichen können mit dem \mark-Befehl ausgegeben werden:
c1 \mark \default c1 \mark \default c1 \mark #8 c1 \mark \default c1 \mark \default
Das Zeichen wird automatisch um einen Wert heraufgesetzt, wenn man
\mark \default benutzt, aber man kann auch eine Ganzzahl
als Argument einsetzen, wenn man das Zeichen manuell setzen will.
Der Wert, der eingesetzt werden soll, wird in der Eigenschaft
rehearsalMark gespeichert.
\relative c'' { c1 \mark \default c1 \mark \default c1 \mark #8 c1 \mark \default c1 \mark \default }
Der Buchstabe „I“ wird ausgelassen, was den allgemeinen Notensatzregeln entspricht. Wenn Sie dennoch den Buchstaben „I“ benutzen, wollen, müssen Sie einen der folgenden Stile benutzen, je nachdem, was für einen Übungszeichenstil Sie wollen (Buchstaben, Buchstaben in einem Kasten, Buchstaben in einem Kreis).
\set Score.markFormatter = #format-mark-alphabet \set Score.markFormatter = #format-mark-box-alphabet \set Score.markFormatter = #format-mark-circle-alphabet |
\relative c'' { \set Score.markFormatter = #format-mark-box-alphabet c1 \mark \default c1 \mark \default c1 \mark #8 c1 \mark \default c1 \mark \default }
Der Stil der Übungszeichen wird von der Eigenschaft markFormatter definiert. Das ist eine Funktion, die
das aktuelle Zeichen und den aktuellen Kontext als Argument
annimmt. Sie gibt dann ein Textbeschriftungsobjekt aus. Im
folgenden Beispiel ist markFormatter so definiert, dass
eine Zahl ausgegeben wird. Dann wird ein Übungszeichen in einem
Kasten produziert.
\relative c'' { \set Score.markFormatter = #format-mark-numbers c1 \mark \default c1 \mark \default \set Score.markFormatter = #format-mark-box-numbers c1 \mark \default \set Score.markFormatter = #format-mark-circle-numbers c1 \mark \default \set Score.markFormatter = #format-mark-circle-letters c1 }
Die Datei ‘scm/translation-functions.scm’ beinhaltet
die Definitionen für format-mark-numbers (erstelle-Zeichen-Nummern),
format-mark-box-numbers (erstelle-Zeichen-Kasten-Nummern),
format-mark-letters (erstelle-Zeichen-Buchstaben) und
format-mark-box-letters (erstelle-Zeichen-Kasten-Buchstaben). Sie können als Anleitung
für eigene Formatierungsfunktionen dienen.
Die Funktionen format-mark-barnumbers,
format-mark-box-barnumbersund
format-mark-circle-barnumbers könenn eingesetzt werden,
um Taktnummern anstelle der fortlaufenden Zahlen bzw. Buchstaben
zu erhalten.
Andere Übungszeichenstile können auch manuell gesetzt werden:
\mark "A1" |
Score.markFormatter hat keine Auswirkungen auf solcherart
definierte Zeichen. Man kann aber auch mit \markup
Textbeschriftungsobjekte zu dem selbstdefinierten Zeichen
hinzufügen:
\mark \markup{ \box A1 }
|
Musikbuchstaben (wie etwa das Segno-Zeichen) können mit dem Befehl
\musicglyph als ein
\mark-Zeichen definierte werden:
\relative c' { c1 \mark \markup { \musicglyph "scripts.segno" } c1 \mark \markup { \musicglyph "scripts.coda" } c1 \mark \markup { \musicglyph "scripts.ufermata" } c1 }
Siehe Die Emmentaler-Schriftart, wo alle Symbole gezeigt sind, die
mit dem Befehl \musicglyph ausgegeben werden können.
Übliche Veränderungen der Positionierung von Übungszeichen finden
sich in Text formatieren. Zu noch präzieserer Kontrolle
siehe break-alignable-interface in Objekte ausrichten.
Die Datei ‘scm/translation-functions.scm’ enthält die Definitionen
von format-mark-numbers und format-mark-letters. Sie
können als Anregung für andere Formatierungsfunktionen genommen werden.
Notationsreferenz: Die Emmentaler-Schriftart, Text formatieren, Objekte ausrichten.
Installierte Dateien: ‘scm/translation-functions.scm’.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)MarkEvent in Abschnitt ‘MarkEvent’ in Referenz der Interna, (internals)Mark_engraver in Abschnitt ‘Mark_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)RehearsalMark in Abschnitt ‘RehearsalMark’ in Referenz der Interna.
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@translationof Special rhythmic concerns
| Verzierungen | ||
| An Kadenzen ausrichten | ||
| Verwaltung der Zeiteinheiten |
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@translationof Grace notes
Verzierungen, mit dem Befehl \grace notiert, sind ausgeschriebene
Ornamente. Sie werden in einer kleineren Schriftgröße gesetzt und nehmen
keine logische Zeit im Takt ein.
\relative { c''4 \grace b16 a4( \grace { b16 c16 } a2) }
Es gibt drei Arten von Verzierungen:
den Vorschlag (engl. acciaccatura), eine angebundene Verzierungsnote
mit einem Schrägstrich durch den Hals, und den Vorhalt (engl. appoggiatura),
welcher den Wert der Hauptnote um seinen eigenen Wert verkürzt und
ohne Schrägstrich notiert wird. Man kann einen Vorschlag auch mit
Schrägstrich durch den Hals, aber ohne Legatobogen notieren. Diese
Verzierung wird mit dem Befehl \slashedGrace notiert und wird
zwischen Noten notiert, die selber einen Legatobogen haben.
\relative { \acciaccatura d''8 c4 \appoggiatura e8 d4 \acciaccatura { g16 f } e2 \slashedGrace a,8 g4 \slashedGrace b16 a4( \slashedGrace b8 a2) }
Die Position von Verzierungen ist zwischen Notensystemen synchronisiert. Im nächsten Beispiel stehen im einen System zwei 16-Noten für jede 8-Note des zweiten Systems:
<< \new Staff { e2 \grace { c16 d e f } e2 } \new Staff { c2 \grace { g8 b } c2 } >>
Wenn Sie eine Note mit einer Verzierung abschließen wollen, müssen
Sie den \afterGrace-Befehl benutzen. Er benötigt zwei
Argumente: die Hauptnote und die Verzierung, die nach der
Hauptnote folgen soll:
\relative { c''1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1 }
Damit wird die Verzierung mit einem Abstand von der Hauptnote
gesetzt, der 3/4 der Dauer der Hauptnote entspricht. Dieser
Standard kann durch Definition von afterGraceFraction
verändert werden. Das nächste Beispiel zeigt, wie sich
der Abstand verändert, wenn der Wert 3/4, 15/16 und 1/2 der
Hauptnote beträgt.
<< \new Staff \relative { c''1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1 } \new Staff \relative { #(define afterGraceFraction (cons 15 16)) c''1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1 } \new Staff \relative { #(define afterGraceFraction (cons 1 2)) c''1 \afterGrace d1 { c16[ d] } c1 } >>
Der Abstand zwischen der Hauptnote und der Verzierung kann auch mit unsichtbaren Noten beeinflusst werden. Im nächsten Beispiel wird die Verzierung mit einem Abstand von 7/8 zur Hauptnote gesetzt.
\new Voice { << { d1^\trill_( } { s2 s4. \grace { c16 d } } >> c1) }
Ein \grace-Notenabschnitt wird nach besonderen Satzregeln
gesetzt, um z. B. kleinere Noten zu benutzen und die Richtung der
Hälse einzustellen. Veränderungen am Layout müssen also innerhalb
des Verzierungsausdrucks gesetzt werden, damit sie auch eine Auswirkung haben. Die Veränderungen müssen auch innerhalb des
Verzierungsausdrucks rückgängig gemacht werden. In diesem
Fall wird die Richtung der Hälse geändert und dann wieder der
Standard eingestellt:
\new Voice \relative { \acciaccatura { \stemDown f''16-> \stemNeutral } g4 e c2 }
Using grace note slashes with normal heads
The slash through the stem found in acciaccaturas can be applied in other situations.
\relative c'' { \override Flag.stroke-style = #"grace" c8( d2) e8( f4) }
Veränderung des Layouts von Verzierungen innerhalb der Noten
Das Layout von Verzierungsausdrücken kann in der Musik verändert
werden mit den Funktionen add-grace-property und
remove-grace-property. Das folgende Beispiel definiert
die Richtung von Hälsen (Stem) für diese Verzierung, sodass die
Hälse nicht immer nach unten zeigen, und ändert den Standardnotenkopf
in ein Kreuz.
\relative c'' { \new Staff { $(remove-grace-property 'Voice 'Stem 'direction) $(add-grace-property 'Voice 'NoteHead 'style 'cross) \new Voice { \acciaccatura { f16 } g4 \grace { d16 e } f4 \appoggiatura { f,32 g a } e2 } } }
Globale Umdefinition von Verzierungsnoten
Die globalen Standardeinstellungen für Verzierungsnoten werden in
den VariablenstartGraceMusic, stopGraceMusic,
startAcciaccaturaMusic, stopAcciaccaturaMusic,
startAppoggiaturaMusic und stopAppoggiaturaMusic
gespeichert, die in der Datei ‘ly/grace-init.ly’ definiert
sind. Wenn man sie umdefiniert, können andere Effekte erreicht
werden.
startAcciaccaturaMusic = { <>( \override Flag.stroke-style = #"grace" \slurDashed } stopAcciaccaturaMusic = { \revert Flag.stroke-style \slurSolid <>) } \relative c'' { \acciaccatura d8 c1 }
Positionierung von Verzierungen mit verschiebbarem Platz
Wenn man die Eigenschaft 'strict-grace-spacing aktiviert,
werden die Verzierungsnoten "fließend" gemacht, d.h. sie sind
von den normalen Noten los gekoppelt: Zuerst werden die normalen
Noten platziert, dann erst die Verzierungen links von der
Hauptnote gesetzt.
\relative c'' { << \override Score.SpacingSpanner.strict-grace-spacing = ##t \new Staff \new Voice { \afterGrace c4 { c16[ c8 c16] } c8[ \grace { b16 d } c8] c4 r } \new Staff { c16 c c c c c c c c4 r } >> }
Glossar: (music-glossary)grace notes in Abschnitt ‘grace notes’ in Glossar, (music-glossary)acciaccatura in Abschnitt ‘acciaccatura’ in Glossar, (music-glossary)appoggiatura in Abschnitt ‘appoggiatura’ in Glossar.
Notationsreferenz: Tondauern skalieren, Manuelle Balken.
Installierte Dateien: ‘ly/grace-init.ly’.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)GraceMusic in Abschnitt ‘GraceMusic’ in Referenz der Interna, (internals)Grace_beam_engraver in Abschnitt ‘Grace_beam_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)Grace_engraver in Abschnitt ‘Grace_engraver’ in Referenz der Interna, (internals)Grace_spacing_engraver in Abschnitt ‘Grace_spacing_engraver’ in Referenz der Interna.
Ein Vorschlag (acciaccatura) mit mehreren Noten und Balken wird ohne den Schrägstrich gesetzt und sieht einem Vorhalt (appoggiatura) sehr ähnlich.
Die Synchronisation von Verzierungen kann auch zu Überraschungen führen. Auch andere Symbole der Systeme, wie Vorzeichen, Taktlinien usw., werden synchronisiert. Vorsicht ist geboten, wenn nur in bestimmten Systemen Verzierungen vorkommen:
<< \new Staff \relative { e''4 \bar ".|:" \grace c16 d2. } \new Staff \relative { c''4 \bar ".|:" d2. } >>
Dem kann abgeholfen werden, indem unsichtbare Verzierungsnoten der selben Länge in die anderen Systeme gesetzt werden. Im obigen Beispiel müsste also
<< \new Staff { e4 \bar ".|:" \grace c16 d2. } \new Staff { c4 \bar ".|:" \grace s16 d2. } >>
gesetzt werden.
Der Einsatz von Verzierungsnoten innerhalb von Stimmen-Kontexten
kann den Notensatz der Stimme verwirren. Dieses Problem kann
umgangen werden, indem man eine Note oder Pause zwischen dem
Voice-Befehl und der Verzierungsnote setzt.
accMusic = { \acciaccatura { f8 } e8 r8 \acciaccatura { f8 } e8 r4 } \new Staff { << \new Voice { \relative c'' { r8 r8 \voiceOne \accMusic \oneVoice r8 | r8 \voiceOne r8 \accMusic \oneVoice r8 | } } \new Voice { \relative c' { s8 s8 \voiceTwo \accMusic \oneVoice s8 | s8 \voiceTwo r8 \accMusic \oneVoice s8 | } } >> }
Verzierungsabschnitte sollten nur innerhalb von sequentiellen musikalischen Ausdrücken benützt werden. Wenn sie ineinandergeschachtelt werden, kann es zu Fehlermeldungen oder Abstürzen kommen.
Jede Verzierungsnote in der MIDI-Ausgabe hat ein Viertel der Dauer ihrer
wirklichen Dauer. Wenn die addierte Dauer der Verzierungsnoten länger als
die Dauer der vorhergehenden Note dauert, wird der Fehler
„Going back in MIDI time“ ausgegeben. Man muss die Verzierungsnoten
entweder kürzer machen, etwa:
\acciaccatura { c'8[ d' e' f' g'] }
|
wird zu:
\acciaccatura { c'16[ d' e' f' g'] }
|
oder die Dauern explizit ändern:
\acciaccatura { \scaleDurations 1/2 { c'8[ d' e' f' g'] } }
|
Siehe Tondauern skalieren.
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@translationof Aligning to cadenzas
In Orchesterpartituren stellen Kadenzen ein besonderes Problem dar: Wenn in der Partitur ein Instrument eine Kadenz spielt, die notiert wird, müssen die anderen Stimmen genau die entsprechende Anzahl Noten überspringen, damit sie nicht zu früh oder zu spät einsetzen.
Eine Lösung ist es, die Funktionen mmrest-of-length oder
skip-of-length zu benutzen. Diese Scheme-Funktionen
brauchen einen definierten Notenabschnitt (eine Variable)
als Argument und produzieren entweder Ganztaktpausen oder leere
Takte, die genauso lang sind wie der Notenabschnitt.
MyCadenza = \relative { c'4 d8 e f g g4 f2 g4 g } \new GrandStaff << \new Staff { \MyCadenza c'1 \MyCadenza c'1 } \new Staff { #(mmrest-of-length MyCadenza) c'1 #(skip-of-length MyCadenza) c'1 } >>
Glossar: (music-glossary)cadenza in Abschnitt ‘cadenza’ in Glossar.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
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@translationof Time administration
Die Zeit in einer Partitur wird vom Timing_translator
verwaltet, der sich in den Standardeinstellungen im Score-Kontext
befindet. Eine Parallelbezeichnung, Timing, wird
dem Kontext hinzugefügt, in dem sich Timing_translator
befindet. Um sicherzugehen, dass Timing erhältlich ist,
muss man eventuell den enthaltenden Kontext manuell erstellen
(also etwa einen Voice- oder Staff-Kontext.
Die folgenden Eigenschaften von Timing werden eingesetzt,
um die Zeit in Partituren zu verwalten.
currentBarNumber (aktuelle Taktnummer)Die gerade aktuelle Taktzahl. Für ein Beispiel, das die Benutzung dieser Eigenschaft zeigt, siehe Taktzahlen.
measureLength (Taktlänge)Die Länge der Takte mit der aktuellen Taktart. In einem 4/4-Takt ist sie 1, in einem 6/8-Takt 3/4. Dieser Wert bestimmt, wann eine Taktlinie gezogen wird und wie automatische Balken erstellt werden sollen.
measurePosition (Taktposition)Der Schlag im Takt zum aktuellen Moment. Dieser Wert wird
zurückgesetzt, indem measureLength (die Taktlänge) abgezogen
wird, wenn der Wert von measureLength erreicht oder
überschritten wird. Wenn das passiert, wird der Zähler
currentBarNumber (aktuelle Taktnummer) erhöht.
timing (Zeitberechnung)Wenn auf wahr gesetzt, werden die oben genannten Variablen zu jedem Zeitpunkt aktualisiert. Wenn auf falsch gesetzt, bleibt der Engraver unendlich lange im aktuellen Takt.
Zeitverwaltung kann geändert werden, indem man diese Variablen
direkt beeinflusst. Im nächsten Beispiel wird die normale
Taktart mit 4/4 angegeben, aber measureLength wird
auf 5/4 gesetzt. An der Stelle 4/8 des dritten Taktes wird die
Taktposition (measurePosition) um 1/8 auf 5/8 erhöht, so
dass der Takt im Ergebnis 1/8 kürzer ist. Die nächste Taktlinie
wird dann auch bei 9/8 gezogen und nicht bei 5/4.
\set Score.measureLength = #(ly:make-moment 5/4) c1 c4 c1 c4 c4 c4 \set Score.measurePosition = #(ly:make-moment 5/8) b4 b4 b8 c4 c1
Wie das Beispiel zeigt, erstellt ly:make-moment n m
die Dauer Zähler/Nenner einer ganzen Note. Zum Beispiel heißt
ly:make-moment 1 8 die Dauer einer Achtelnote, und
ly:make-moment 7 16 die Dauer von sieben Sechszehntelnoten.
Notationsreferenz: Taktzahlen, Musik ohne Metrum.
Schnipsel: (snippets)Rhythms in Abschnitt ‘Rhythms’ in Schnipsel.
Referenz der Interna: (internals)Timing_translator in Abschnitt ‘Timing_translator’ in Referenz der Interna, (internals)Score in Abschnitt ‘Score’ in Referenz der Interna
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