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3.2 Titel

@translationof Titles and headers

Fast alle gedruckten Noten beinhalten einen Titel und den Namen des Komponisten, teilweise wird auch noch sehr viel mehr Information zur Verfügung gestellt.


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3.2.1 Titel, Kopf- und Fußzeilen erstellen

@translationof Creating titles headers and footers


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Wie funktioniert die Titel-Umgebung?

@translationof Title blocks explained

Es gibt zwei Arten von Titelumgebungen: die Hauptumgebung, die über der ersten \score-Umgebung innerhalb eines „book“ notiert wird, und individuelle Titelumgebungen, die innerhalb von \score auftreten können. Textfelder für beide Typen werden in der \header-Umgebung eingegeben.

Wenn in dem „book“ nur eine einzelne Partitur vorkommt, kann die \header-Umgebung innheralb oder außerhalb der \score-Umgebung geschrieben werden.

Achtung: Denken Sie daran, dass zuerst ein musikalischer Ausdruck notiert werden muss, wenn Sie eine \header-Umgebung innheralb einer \score-Umgebung verwenden wollen.

 
\header {
  title = "SUITE I."
  composer = "J. S. Bach."
}

\score {
  \new Staff \relative {
    \clef bass
    \key g \major
    \repeat unfold 2 { g,16( d' b') a b d, b' d, } |
    \repeat unfold 2 { g,16( e' c') b c e, c' e, } |
  }
  \header {
    piece = "Prélude."
  }
}

\score {
  \new Staff \relative {
    \clef bass
    \key g \major
    \partial 16 b16 |
    <g, d' b'~>4 b'16 a( g fis) g( d e fis) g( a b c) |
    d16( b g fis) g( e d c) b(c d e) fis( g a b) |
  }
  \header {
    piece = "Allemande."
  }
}

[image of music]

Textfelder der Haupttitelumgebung können in allen \score-Umgebungen gesetzt oder manuell unterdrückt werden:

 
\book {
  \paper {
    print-all-headers = ##t
  }
  \header {
    title = "DAS WOHLTEMPERIRTE CLAVIER"
    subtitle = "TEIL I"
    % Do not display the tagline for this book
    tagline = ##f
  }
  \markup { \vspace #1 }
  \score {
    \new PianoStaff <<
      \new Staff { s1 }
      \new Staff { \clef "bass" s1 }
    >>
    \header {
      title = "PRAELUDIUM I"
      opus = "BWV 846"
      % Do not display the subtitle for this score
      subtitle = ##f
    }
  }
  \score {
    \new PianoStaff <<
      \new Staff { s1 }
      \new Staff { \clef "bass" s1 }
    >>
    \header {
      title = "FUGA I"
      subsubtitle = "A 4 VOCI"
      opus = "BWV 846"
      % Do not display the subtitle for this score
      subtitle = ##f
    }
  }
}

[image of music]

Siehe auch

Notationsreferenz: Die Dateistruktur, Angepasstes Layout für Titelumgebungen.


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Standardlayout von book- und Partitur-Titelumgebungen

@translationof Default layout of book and score title blocks

Dieses Beispiel zeigt alle \header-(Überschrifen)-Variablen:

 
\book {
  \header {
      % The following fields are centered
    dedication = "Dedication"
    title = "Title"
    subtitle = "Subtitle"
    subsubtitle = "Subsubtitle"
      % The following fields are evenly spread on one line
      % the field "instrument" also appears on following pages
    instrument = \markup \with-color #green "Instrument"
    poet = "Poet"
    composer = "Composer"
      % The following fields are placed at opposite ends of the same line
    meter = "Meter"
    arranger = "Arranger"
      % The following fields are centered at the bottom
    tagline = "tagline goes at the bottom of the last page"
    copyright = "copyright goes at the bottom of the first page"
  }
  \score {
    { s1 }
    \header {
        % The following fields are placed at opposite ends of the same line
      piece = "Piece 1"
      opus = "Opus 1"
    }
  }
  \score {
    { s1 }
    \header {
        % The following fields are placed at opposite ends of the same line
      piece = "Piece 2 on the same page"
      opus = "Opus 2"
    }
  }
  \pageBreak
  \score {
    { s1 }
    \header {
        % The following fields are placed at opposite ends of the same line
      piece = "Piece 3 on a new page"
      opus = "Opus 3"
    }
  }
}

[image of music]

Beachten Sie:

Um die Standardeinstellungen des Layouts zu ändern, siehe Angepasstes Layout für Titelumgebungen.

Mit der Variable breakbefore innerhalb einer \header-Umgebung, die für sich auch eine \score-Umgebung darstellt, kann man die Hauptüberschriften auf der ersten Seite allein ausgeben, sodass die Noten (in der score-Umgebung definiert) erst auf der folgenden Seite beginnen.

 
\book {
  \header {
    title = "This is my Title"
    subtitle = "This is my Subtitle"
    copyright = "This is the bottom of the first page"
  }
  \score {
    \repeat unfold 4 { e'' e'' e'' e'' }
    \header {
      piece = "This is the Music"
      breakbefore = ##t
    }
  }
}

[image of music]

Siehe auch

Handbuch zum Lernen: (learning)Wie eine LilyPond-Eingabe-Datei funktioniert in Abschnitt ‘Wie eine LilyPond-Eingabe-Datei funktioniert’ in Handbuch zum Lernen,

Notationsreferenz: Die Dateistruktur, Angepasstes Layout für Titelumgebungen.

Installierte Dateien: ‘ly/titling-init.ly’.


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Standardlayout von Kopf- und Fußzeilen

@translationof Default layout of headers and footers

Kopf- und Fußzeilen sind Textzeilen, die ganz oben und ganz unten auf der Seite stehen, unabhängig vom Textbereich eines Buches. Sie können mit folgenden \paper-Variablen kontrolliert werden:

Diese Beschriftungsvariablen können nur auf Textfelder einer Haupttitelumgebung (eine \header-Umgebung auf höchster Ebene, die sich auf alle \score-Umgebungen einer Datei bezieht) zugreifen und sind definiert in der Datei ‘ly/titling-init.ly’. In den Standardeinstellungen

[image of music]

Die Standardeinstellung von tagline kann verändert werden, indem man ein tagline-Feld in die \header-Umgebung auf höchster Ebene schreibt.

 
\book {
  \header {
    tagline = "... music notation for Everyone"
  }
  \score {
    \relative {
      c'4 d e f
    }
  }
}

[image of music]

Um die tagline ganz zu entfernen, wird ihr Inhalb als ##f (falsch) definiert.


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3.2.2 Eigene Kopf- und Fußzeilen sowie Titel

@translationof Custom headers footers and titles


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Angepasste Textformatierung für Titelumgebungen

@translationof Custom text formatting for title blocks

Standard-\markup-Befehle können eingesetzt werden, um jeglichen Text in Titeln, Kopf- und Fußzeilen innerhalb der \header-Umgebung zu verändern.

 
\score {
  { s1 }
  \header {
    piece = \markup { \fontsize #4 \bold "PRAELUDIUM I" }
    subtitle = \markup { \italic "(Excerpt)" }
  }
}

[image of music]

Siehe auch

Notationsreferenz: Text formatieren.


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Angepasstes Layout für Titelumgebungen

@translationof Custom layout for title blocks

\markup-Befehle in der \header-Umgebung sind sinnvoll für einfaches Formatieren von Text, aber sie gewähren keine genaue Kontrolle über die Positionierung von Titeln. Um die Positionierung von Titeltextfeldern vorzunehmen, eignen sich beide oder eine von folgenden Variablen (die man in der \paper-Umgebung einsetzen muss):

Die Positionierung von Titeln, wenn die Standardeinstellung dieser Variablen benützt werden, wird anhand einem Beispiel gezeigt in Standardlayout von book- und Partitur-Titelumgebungen.

Die Standardeinstellungen von scoreTitleMarkup, wie in der Datei ‘ly/titling-init.ly’ definiert, sind:

 
scoreTitleMarkup = \markup { \column {
  \on-the-fly #print-all-headers { \bookTitleMarkup \hspace #1 }
  \fill-line {
    \fromproperty #'header:piece
    \fromproperty #'header:opus
  }
}
}

Dadurch werden die Textfelder piece (Stück) und opus an den gegenüberliegenden Enden der gleichen Zeile platziert:

 
\score {
  { s1 }
  \header {
    piece = "PRAELUDIUM I"
    opus = "BWV 846"
  }
}

[image of music]

Das folgende Beispiel verändert die Einstellungen von scoreTitleMarkup, sodass das Textfeld piece zentriert wird und in fetter, größerer Schrift erscheint.

 
\book {
  \paper {
    indent = 0\mm
    scoreTitleMarkup = \markup {
      \fill-line {
        \null
        \fontsize #4 \bold \fromproperty #'header:piece
        \fromproperty #'header:opus
      }
    }
  }
  \header { tagline = ##f }
  \score {
    { s1 }
    \header {
      piece = "PRAELUDIUM I"
      opus = "BWV 846"
    }
  }
}

[image of music]

Textfelder, die normalerweise nur im Haupttitel ausgegeben werden, können auch in die Titel einzelner Partituren aufgenommen werden, indem man print-all-headers in die \paper-Umgebung einfügt. Ein Nachteil dieser Methode ist, dass Textfelder, die tatsächlich nur im Haupttitel erscheinen sollen, manuell für jede Partitur unterdrückt werden müssen. Siehe auch Wie funktioniert die Titel-Umgebung?.

Um das zu vermeiden, kann das gewünschte Feld zur Definition von scoreTitleMarkup hinzugefügt werden. Im folgenden Beispiel wird das Komponistenfeld (composer) (normalerweise mit bookTitleMarkup assoziiert) zu scoreTitleMarkup hinzugefügt, sodass jede Partitur einen eigenen Komponisten haben kann.

 
\book {
  \paper {
    indent = 0\mm
    scoreTitleMarkup = \markup {
      \fill-line {
        \null
        \fontsize #4 \bold \fromproperty #'header:piece
        \fromproperty #'header:composer
      }
    }
  }
  \header { tagline = ##f }
  \score {
    { s1 }
    \header {
      piece = "MENUET"
      composer = "Christian Petzold"
    }
  }
  \score {
    { s1 }
    \header {
      piece = "RONDEAU"
      composer = "François Couperin"
    }
  }
}

[image of music]

Es ist auch möglich, eigene Textfelder zu erstellen und dann auf sie in der Beschriftungsdefinition zu verweisen:

 
\book {
  \paper {
    indent = 0\mm
    scoreTitleMarkup = \markup {
      \fill-line {
        \null
        \override #`(direction . ,UP)
        \dir-column {
          \center-align \fontsize #-1 \bold
            \fromproperty #'header:mycustomtext %% User-defined field
          \center-align \fontsize #4 \bold
            \fromproperty #'header:piece
        }
        \fromproperty #'header:opus
      }
    }
  }
  \header { tagline = ##f }
  \score {
    { s1 }
    \header {
      piece = "FUGA I"
      mycustomtext = "A 4 VOCI" %% User-defined field
      opus = "BWV 846"
    }
  }
}

[image of music]

Siehe auch

Notationsreferenz: Wie funktioniert die Titel-Umgebung?.


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Angepasstes Layout für Kopf- und Fußzeilen

@translationof Custom layout for headers and footers

\markup-Befehle in der \header-Umgebung sind nützlich um einfachen Text zu formatieren, erlauben aber keine Kontrolle über die Positionierung von Kopf- und Fußzeilen. Um die Positionierung der Textfelder zu ändern, eignen sich beide oder eine von folgenden Variablen (die man in der \paper-Umgebung einsetzen muss):

Der \markup-Befehl \on-the-fly kann eingesetzt werden, um Beschriftung anhand einer Bedingung zu Kopf- und Fußzeilentext innerhalb der \paper-Umgebung hinzuzufügen. Hierzu wird folgende Syntax eingesetzt:

 
Variable = \markup {
  ...
  \on-the-fly  #Prozedur  Beschriftung
  ...
}

Die Prozedur wird jedes mal aufgerufen, wenn dar \markup-Befehl, auf den sie sich auswirkt, ausgewertet wird. Die Prozedur sollte nach einer bestimmten Bedingung fragen und das Beschriftung-Argument ausführen (also setzen), wenn diese Bedinung wahr ist.

Eine Anzahl von fertigen Prozeduren, um verschiedene Bedinungen zu testen, werden bereitgestellt:

ProzedurbezeichnungGetestete Bedinung
print-page-number-check-firstsollte diese Seitenzahl gesetzt werden?
create-page-number-stencil’print-page-numbers wahr?
print-all-headers’print-all-headers wahr?
first-pageerste Seite im Buch?
(on-page nmbr)Seitenzahl = nmbr?
last-pageletzte Seite im Buch?
not-first-pagenicht erste Seite im Buch?
part-first-pageerste Seite im book part?
part-last-pageletzte Seite im book part?
not-single-pageSeiten im book part > 1?

Das folgende Beispiel zentriert die Seitenzahlen unten auf jeder Seite. Zuerst werden die Standardeinstellungen von oddHeaderMarkup und evenHeaderMarkup entfernt, indem sie als „Null“-Beschriftung definiert werden. Dann wird oddFooterMarkup mit zentrierter Seitennummer neu definiert. Schließlich erhält evenFooterMarkup die selbe Layoutdefinition wie \oddFooterMarkup:

 
\book {
  \paper {
    print-page-number = ##t
    print-first-page-number = ##t
    oddHeaderMarkup = \markup \null
    evenHeaderMarkup = \markup \null
    oddFooterMarkup = \markup {
      \fill-line {
        \on-the-fly #print-page-number-check-first
        \fromproperty #'page:page-number-string
      }
    }
    evenFooterMarkup = \oddFooterMarkup
  }
  \score {
    \new Staff { s1 \break s1 \break s1 }
  }
}

[image of music]

Verschiedene \on-the-fly-Bedingungen können mit dem Operator „UND“ verknüpft werden, beispielsweise bestimmt

 
  \on-the-fly #first-page
  \on-the-fly #last-page
  { \markup ... \fromproperty #'header: ... }

ob es sich um eine einzelne Seite bei der Ausgabe handelt.

Siehe auch

Notationsreferenz: Wie funktioniert die Titel-Umgebung?, Standardlayout von book- und Partitur-Titelumgebungen.

Installierte Dateien: ‘../ly/titling-init.ly’.


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3.2.3 Fußnoten erstellen

@translationof Creating footnotes

Zwei Arten an Fußnoten können erstellt werden: automatische und manuelle Fußnoten.


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Übersicht über Fußnoten

@translationof Footnotes overview

Automatische Fußnoten erstellen aufsteigende Zahlenverweise, während mit manuellen Fußnoten eigene angepasste Verweise erstellt werden können. Fußnoten werden normalerweise wie ein \tweak-Befehl an Noten gehängt und können deshalb auch direkt mit den Grobs (graphischen Objekten) verknüpft werden, die von den meisten musikalischen Elementen und Postelementen erstellt werden. In Fällen, wo das nicht funktioniert (etwa bei Taktstrichen und Taktartänderungen, wo die Grobs als Folge einer Eigenschaftsänderung erstellt werden), können Fußnoten als einzelnstehendes musikalisches Ereigenis ersetllt werden, das sich auf alle Grobs eines bestimmten Typs zu einer bestimmten Zeit bezieht.

Der vollständige Befehl ist:

 
\footnote Zeichen Verschiebung Grob-Bezeichnung Fußnote
Noten

Die Elemente sind folgende:

Zeichen ist eine Beschriftung oder Zeichenkette, die das Fußnotenzeichen angbit, welches für den Referenzpunkt als auch für die Fußnote unten auf der Seite benützt wird. Es kann ausgelassen werden (oder durch \default ersetzt werden); in diesem Fall wird eine aufsteigende Zahlenfolge erstellt.

Verschiebung (offset)

ist ein Zahlenpaar wie etwa ‘#(2 . 1)’, das die X- und Y-Verschiebung vom Referenzpunkt aus angibt, wo das Zeichen gesetzt werden soll.

Grob-Bezeichnung

gibt die Grob-Art an, der ein Fußnotenzeichen hinzugefügt werden soll (wie etwa ‘#'Flag’). Wenn sie angegeben wird, wird der entsprechende Grob als Referenzpunkt eingesetzt, auch wenn das referenzierte Element nicht die Noten selber sind, sondern ein Grob, der durch sie erstellt wird. Das Element kann ausgelassen werden (oder durch \default ersetzt werden); dann wird nur ein direkt erstellter Grob mit Fußnote versehen.

Fußnote

Diese Beschriftung oder Zeichenkette bezeichnet den Fußnotentext, der am unteren Seitenrand gesetzt werden soll.

Noten

Das ist das Element, ein musikalisches Ereignis oder eine Akkordkonstruktion oder ein Post-Ereignis, das die Fußnote erhält. Man kann es nicht auslassen, aber man kann es durch \default ersetzten. In diesem Fall wird die Fußnote aber nicht an einen bestimmten musikalischen Ausdruck angehänt, sondern an einen zeitlichen Moment. In diesem Fall muss man zwingend die Grob-Bezeichnung angeben, um den Grob-Typ auszuwählen, auf den sich die Fußnote bezieht (etwa ‘#'TimeSignature’).

Wie auch mit \tweak muss dem \footnote-Befehl - vorangestellt werde,n wenn er an ein Post-Ereignis oder eine Artikulation angehängt werden soll, damit der Parser das Ergebnis der vorherigen Note oder Pause zuordnen kann.


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Automatische Fußnoten

@translationof Automatic footnotes

Automatische Fußnoten haben vier Argumente: die (x . y)-Position des Indikators, die optionale Grob-Bezeichnung, die die Anmerkung erhalten soll, die Fußnote-Beschriftung, die den Inhalt der Fußnote enthält, und natürlich die Noten, welche mit einer Fußnote versehen werden sollen.

Der Befehl \footnote muss vor dem Grob geschrieben werden, auf den sich die Fußnote bezieht.

 
\book {
  \header { tagline = ##f }
  \relative c' {
    \footnote #'(0.5 . -2)
      \markup { Die erste Note }
    a'4 b8
    \footnote #'(0.5 . 1)
      \markup { Die dritte Note } Flag
    e\noBeam c4 d4
  }
}

[image of music]

Noten in Akkorden stellen keine Schwierigkeit dar:

 
\book {
  \header { tagline = ##f }
  \relative c' {
    <
    \footnote #'(1 . -1.25) "Hier ein C" c
    \footnote #'(2 . -0.25) \markup { \italic "Ein Es" } es
    \footnote #'(2 . 3) \markup { \bold "Das ist ein G" } g
    >1
  }
}

[image of music]

Achtung: Wenn Fußnoten die selbe vertikale Position haben, werden sie von oben nach unten nummeriert.

Hier noch einige Beispiele von Grobs, die mit Fußnoten versehen sind, wobei auch die Position des Fußnotentextes relativ zu Tagline und Copyright gezeigt wird.

 
\book {
  \header { copyright = \markup { "Copyright 1970" } }
  \relative {
    a'4-\footnote #'(-3 . 0) \markup { \bold Forte } \f
    -\footnote #'(0 . 1.5) \markup { Ein Bogen } (
    b8)-\footnote #'(0 . -2) \markup { Balken } [ e]
    \single\footnote #'(1 . -1)
      \markup  { \teeny { Das ist ein Hals } } Stem
    c4
    \single\footnote #'(0 . 0.5)
      \markup \italic { Ein warnendes Versetzungszeichen } AccidentalCautionary
    \footnote #'(1 . 1) "Die Note selber"
    dis?4-\footnote #'(0.5 . -0.5) \markup \italic { langsamer werden }
         _"rit."
  }
}

[image of music]

Für eine \markup-Beschriftung auf oberster Ebene braucht man den Befehl \footnote:

 
\book {
  \header { tagline = ##f }
  \markup { \footnote "Eine einfache Melodie" \italic "Von mir" }
  \relative {
    a'4 b8 e c4 d
  }
}

[image of music]


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Manuelle Fußnoten

@translationof Manual footnotes

Manuell erstellte Fußnoten haben ein zusätzliches erstes Argument Zeichen, das das Fußnotenzeichen erstellt. Im Gegensatz zu automatisch erstellten Fußnotenzeichen erscheinen sie nicht unbedingt vor dem Fußnotentext unten auf der Seite – das Herstellen eines visualen Zusammenhanges ist dem Setzer überlassen. LilyPond stellt nur ischer, dass der zugehörige Text unten auf der selben Seite erscheint.

Davon abgesehen ist die Benutzung identisch mit automatischen Fußnoten.

 
\book {
  \header { tagline = ##f }
  \relative c' {
    \footnote
          "1" #'(0.5 . -2)
          \markup { \italic "1. Die erste Note" }
    a'4
    b8
    \footnote
          \markup { \bold "2" } #'(0.5 . 1)
          "2. Die zweite Note"
    e
    c4
    d-\footnote "3" #'(0.5 . -1) "3. Piano" \p
  }
}

[image of music]

Fußnoten für Akkordnoten werden wie folgt notiert:

 
\book {
  \header { tagline = ##f }
  \relative c' {
    <
    \footnote "1" #'(1 . -1.25) "1. C" c
    \footnote
       \markup { \bold "b" } #'(2 . -0.25) "b. E-flat" es
    \footnote "3" #'(2 . 3) \markup { \italic "iii. G" } g
    >1
  }
}

[image of music]

Achtung: Wenn Fußnoten die selbe vertikale Position haben, werden sie von oben nach unten nummeriert.

Hier einige Beispiele manueller Fußnoten, die auch die relative Position der Fußnotentexte zu Tagline und Copyright anzeigen:

 
\book {
  \header { tagline = ##f }
  \relative {
    a'4-\footnote
      \markup { \teeny 1 } #'(-3 . 0)
      \markup { 1. \bold Forte } \f
    -\footnote
      \markup { \teeny b } #'(0 . 1.5)
      \markup { b. Ein Bogen } (
    b8)-\footnote
      \markup { \teeny 3 } #'(0 . -2)
      \markup { 3. Balken } [
    e]
    \single\footnote
      \markup { 4 } #'(1 . -1)
      \markup  { \bold 4. { Das ist ein Hals } } Stem
    c4
    \single\footnote
      \markup \concat \teeny { "sharp (v)" }
          #'(0 . 0.5)
      \markup \italic { v. Ein warndendes Versetzungszeichen } AccidentalCautionary
    dis?4-\footnote
      \markup \concat \teeny { "a" } #'(0.5 . -0.5)
      \markup \italic { a. Langsamer werden } _"rit."
    \footnote
      \markup { \teeny \musicglyph "rests.4" }
          #'(1.5 . -0.25)
      \markup { \null } \breathe
  }
}

[image of music]

Eine \markup-Beschriftung der höchsten Ebene wird wie folgt annotiert:

 
\book {
  \header { tagline = ##f }
  \markup { "Eine einfache Melodie" \footnote "*" \italic "* Von mir" }
  \relative {
    a'4 b8 e c4 d4
  }
}

[image of music]

Siehe auch

Handbuch zum Lernen: (learning)Objekte und Schnittstellen in Abschnitt ‘Objekte und Schnittstellen’ in Handbuch zum Lernen.

Notationsreferenz: Erklärungen in Ballonform, Seitenlayout, Textartige Zeichen, Textarten, Titel.

Referenz der Interna: (internals)FootnoteEvent in Abschnitt ‘FootnoteEvent’ in Referenz der Interna, (internals)FootnoteItem in Abschnitt ‘FootnoteItem’ in Referenz der Interna, (internals)FootnoteSpanner in Abschnitt ‘FootnoteSpanner’ in Referenz der Interna, (internals)Footnote_engraver in Abschnitt ‘Footnote_engraver’ in Referenz der Interna.

Bekannte Probleme und Warnungen

Mehrere Fußnoten auf einer Seite können ausschließlich übereinander gedruckt werden und nicht auf der gleiche Zeile gesetzt werden. Fußnoten können nicht an MultiMeasureRests (mehrtaktige Pause) angehängt werden und können mit Staff-(Notensystem)-, \markup-(Beschriftungs)-Objekten und anderen Fußnoten zusammenstoßen. Wenn man den manuellen Fußnotenbefehl einsetzt, braucht man in der \paper-Umgebung den Eintrag footnote-auto-number = ##f.


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3.2.4 Verweis auf die Seitenzahlen

@translationof Reference to page numbers

Eine bestimmte Stelle der Partitur kann mit einem \label-Befehl markiert werden, sowohl auf oberster Ebene als auch innerhalb eines musikalischen Ausdrucks. Auf diese Marke kann dann verwiesen werden, um die Seitenzahl zu erhalten, auf der die Marke vorkommt. Der Verweis wird mit dem Befehl \page-ref gefordert (innerhalb von \markup).

 
\header { tagline = ##f }
\book {
  \label #'ErstePartitur
  \score {
    {
      c'1
      \pageBreak \mark A \label #'ZeichenA
      c'1
    }
  }
  \markup { Die erste Partitur fängt auf
            Seite \page-ref #'ErstePartitur "0" "?" an.}
  \markup { Zeichen A befindet sich auf Seite
            \concat { \page-ref #'ZeichenA "0" "?" . } }
}

[image of music]

Der \page-ref-Textbeschriftungsbefehl braucht drei Argumente:

  1. die Marke, ein Scheme-Symbol, etwa #'ErstePartitur,
  2. eine Beschriftung, die als Platzhalter benutzt wird, um die Breite des Verweisen zu schätzen,
  3. eine Beschriftung, die anstelle der Seitenzahl gesetzt wird, wenn die Marke unbekannt ist.

Der Grund, warum ein Platzhalter benötigt wird, ist dass zu dem Zeitpunkt, an dem die Textbeschriftungen ausgewertet werden, noch keine Seitenumbrüche vorgenommen wurden und die Seitenzahlen deshalb noch nicht bekannt sind. Um hier ein Problem zu vermeiden, wird die eigentliche Auswertung der Textbeschriftung erst später ausgeführt, die Größe des Textes muss aber schon vorher bekannt sein. Die Größe wird mithilfe des Platzhalters bestimmt. Wenn eine Partitur zwischen 10 und 99 Seiten hat, kann man "00" schreiben, also eine zweistellige Zahl.

\label \page-ref

Vordefinierte Befehle


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3.2.5 Inhaltsverzeichnis

@translationof Table of contents

Ein Inhaltsverzeichnis kann eingefügt werden mit dem Befehl \markuplist \table-of-contents. Die Elemente, die im Inhaltsverzeichnis aufgelistet werden sollen, werden mit dem \tocItem-Befehl markiert, welches sowohl auf höchster Ebene als auch in einem musikalischen Ausdruck verwendet werden kann.

\markuplist \table-of-contents
\pageBreak

\tocItem \markup "Erste Partitur"
\score {
  {
    c'4  % ...
    \tocItem \markup "Ein bestimmter Punkt innerhalb der ersten Partitur"
    d'4  % ...
  }
}

\tocItem \markup "zweite Partitur"
\score {
  {
    e'4 % ...
  }
}

Die Beschriftungen, die benutzt werden um das Inhaltsverzeichnis zu formatieren, sind in der \paper-Umgebung definiert. Die Standardformatierungselemente sind tocTitleMarkup um die Überschrift zu formatieren und tocItemMarkup um die einzelnen Inhaltselemente zu formatieren, bestehend aus dem Titelelement und einer Seitenzahl. Die Variablen können durch den Benutzer geändert werden:

\paper {
  %% Übersetzung der Inhaltsverzeichnisüberschrift nach französisch:
  tocTitleMarkup = \markup \huge \column {
    \fill-line { \null "Table des matières" \null }
    \hspace #1
  }
  %% hier größere Schriftarten
  tocItemMarkup = \markup \large \fill-line {
    \fromproperty #'toc:text \fromproperty #'toc:page
  }
}

Die Inhaltsverzeichniselemente Text und Seitenzahl werden in der Definition von tocItemMarkup aufgerufen mit #'toc:text und #'toc:page.

Neue Befehle und Beschriftungen können auch definiert werden, um eigene Inhaltsverzeichnisse zu gestalten:

Das folgende Beispiel definiert einen neuen Stil um Akt-Bezeichnungen einer Oper in das Inhaltsverzeichnis aufzunehmen:

\paper {
  tocActMarkup = \markup \large \column {
    \hspace #1
    \fill-line { \null \italic \fromproperty #'toc:text \null }
    \hspace #1
  }
}

tocAct =
#(define-music-function (text) (markup?)
   (add-toc-item! 'tocActMarkup text))

[image of music]

Die Zeile zwischen dem Inhalt und der Seitenzahl kann mit einer gepunkteten Linie gefüllt werden:

 
\header { tagline = ##f }
\paper {
  tocItemMarkup = \tocItemWithDotsMarkup
}

\book {
  \markuplist \table-of-contents
  \tocItem \markup { Allegro }
  \tocItem \markup { Largo }
  \markup \null
}

[image of music]

Siehe auch

Installierte Dateien: ‘ly/toc-init.ly’.

Vordefinierte Befehle

\table-of-contents, \tocItem.


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