| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof Placement of objects
| 4.4.1 Automatisches Verhalten | ||
| 4.4.2 within-staff (Objekte innerhalb des Notensystems) | ||
| 4.4.3 Objekte außerhalb des Notensystems |
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof Automatic behavior
Es gibt Objekte der Notation, die zum Notensystem gehören, und
andere, die außerhalb des Systems gesetzt werden müssen. Sie
werden within-staff-Objekte bzw.
outside-staff-Objekte genannt.
within-staff-Objekte werden innerhalb des Notensystems
(engl. staff) gesetzt: Notenköpfe, Hälse, Versetzungszeichen
usw. Ihre Position ist üblicherweise durch die notierte Musik
bestimmt – sie werden vertikal auf bestimmten Linien notiert
oder sind an andere Objekte gebunden, die vertikal festgelegt
sind. Kollisionen von Notenköpfen, Hälsen und Versetzungszeichen
werden normalerweise automatisch vermieden. Es gibt
Befehle, um dieses automatische Verhalten zu verändern, wie
unten gezeigt werden soll.
Objekte, die außerhalb des Notensystems gesetzt werden, sind
unter Anderem Übungsmarkierungen, Text und Dynamikzeichen.
LilyPonds Regel für ihre vertikale Positionierung lautet, sie so nah wie
möglich am Notensystem zu setzen, aber nicht so nah, dass
sie mit anderen Objekten kollidieren. Dabei wird die
outside-staff-priority-(Priorität außerhalb des Notensystems)-Eigenschaft
eingesetzt, um die Reihenfolge zu bestimmen, in denen Objekte gesetzt werden
sollen.
Zuerst werden alle Innersystemobjekte von LilyPond gesetzt.
Dann werden die Objekte außerhalb des Systems nach
ihrer
outside-staff-priority geordnet. Die outside-staff-Objekte
werden dann nacheinander gesetzt, mit der niedrigsten
Priorität beginnend, und so gesetzt, dass sie nicht mit anderen
Objekten kollidieren, die schon gesetzt wurden. Wenn also zwei
outside-staff-Objekte um den selben Platz streiten,
wird das mit der geringeren outside-staff-priority näher
am System gesetzt werden. Wenn zwei Objekte die selbe Priorität
haben, wird das näher am System gesetzt, welches zuerst
auftritt.
Im folgenden Beispiel haben alle Textbeschriftungen die gleiche Priorität (weil sie nicht explizit gesetzt worden ist). Beachten Sie, dass „Text3“ wieder dicht am System gesetzt wurde, weil er unter „Text2“ passt.
c''2^"Text1" c''2^"Text2" | c''2^"Text3" c''2^"Text4" |
Notensysteme werden in den Standardeinstellungen auch so dicht beieinander gesetzt wie es möglich ist (mit einem minimalen Abstand). Wenn Noten sehr weit aus einem System herausragen, zwingen sie das nächste System weiter weg, wenn eine Kollision drohen würde. Im nächsten Beispiel sehen Sie, wie Noten auf zwei Systemen „ineinander greifen“.
<< \new Staff { \relative { c'4 a, } } \new Staff { \relative { c''''4 a, } } >>
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof Within-staff objects
Es wurde schon gezeigt, wie die Befehle \voiceXXX die Richtung
von Bögen, Fingersatz und allen anderen Objekten beeinflusst,
die von der Richtung der Notenhälsen abhängen – siehe Stimmen explizit beginnen.
Diese Befehle
sind nötig, wenn polyphone Musik geschrieben wird, damit sich
die einzelnen Melodielinien klar abzeichnen. Es kann aber von Zeit
zu Zeit nötig sein, dieses automatische Verhalten zu verändern. Das
kann entweder für ganze Abschnitte, aber genauso auch nur für eine
einzelne Note vorgenommen werden. Die Eigenschaft, die die Richtung
bestimmt, ist die direction-Eigenschaft eines jeden Layout-Objekts.
Es soll erst erklärt werden, was sie bewirkt und dann eine Anzahl
an fertigen Befehlen für die üblicheren Situationen präsentiert werden,
mit denen Sie gleich loslegen können.
Manche Layout-Objekte, wie Legato- und Bindebögen, biegen sich
oder zeigen entweder nach oben oder nach unten, andere, wie
Hälse und Fähnchen, verändern auch die Position rechts oder links,
je nach der Richtung, in die sie zeigen. Das wird automatisch
berücksichtigt, wenn die direction-Eigenschaft verändert
wird.
The direction-Eigenschaft (Richtung) | ||
| Fingersatz |
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
direction-Eigenschaft (Richtung)@translationof The direction property
Das folgende Beispiel zeigt im ersten Takt die Standardeinstellung für Legatobögen, die bei hohen Noten oberhalb, bei tiefen Noten indessen unterhalb platziert werden. Im nächsten Takt werden beide Bögen nach unten gezwungen, im darauf folgenden Takt nach oben, um schließlich wieder auf den Standard eingestellt zu werden.
a'4( g') c''( a') | \override Slur.direction = #DOWN a'4( g') c''( a') | \override Slur.direction = #UP a'4( g') c''( a') | \revert Slur.direction a'4( g') c''( a') |
Wir haben hier die Konstanten DOWN und UP
eingesetzt. Sie haben die Werte -1 bzw. +1, und
diese numerischen Werte können ebenso benutzt werden. Auch
der Wert 0 kann in manchen Fällen benutzt werden. Er
bedeutet für die Legatobögen das gleiche wie UP, für einige
andere Objekte jedoch „zentriert“. Es gibt hierzu die Konstante
CENTER, die den Wert 0 hat.
Es gibt aber einfachere Befehle, die normalerweise benutzt werden. Hier eine Tabelle der häufigsten. Die Bedeutung des Befehls wird erklärt, wenn sie nicht selbstverständlich ist.
| Runter/Links | Rauf/Rechts | Rückgängig | Wirkung |
|---|---|---|---|
\arpeggioArrowDown | \arpeggioArrowUp | \arpeggioNormal | Arpeggio mit Pfeil nach unten, oben oder ohne Pfeil |
\dotsDown | \dotsUp | \dotsNeutral | Richtung der Verschiebung eines Punktes, um Notenlinien zu vermeiden |
\dynamicDown | \dynamicUp | \dynamicNeutral | Position der Dynamik-Bezeichnung relativ zum System |
\phrasingSlurDown | \phrasingSlurUp | \phrasingSlurNeutral | Befehl für Richtung von Phrasierungsbögen |
\slurDown | \slurUp | \slurNeutral | Befehl für Richtung von Legatobögen |
\stemDown | \stemUp | \stemNeutral | Befehl für Richtung von Hälsen |
\textSpannerDown | \textSpannerUp | \textSpannerNeutral | Position von Textbeschriftungen, die als Strecker eingegeben werden |
\tieDown | \tieUp | \tieNeutral | Befehl für Richtung von Bindebögen |
\tupletDown | \tupletUp | \tupletNeutral | Befehl für Richtung von Klammern/Zahlen der N-tolen |
Die neutralen/normalen Varianten dieser Befehle verwenden intern
\revert und können daher nicht mit einem
vorangestellten \once benutzt werden. Wenn Sie die
Wirkung eines der anderen Befehle (die intern \override verwenden)
auf eine einzige Noten begrenzen wollen, müssen Sie ihm ein \once
voranstellen, genauso wie Sie es auch bei einem expliziten \override
machen würden.
Falls nur ein einziges Layout Objekt nach oben oder unten gezwungen werden
soll, können auch die Richtungsindikatoren ^ oder _ verwendet werden:
a'4( g') c''( a') | a'4^( g') c''_( a') |
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof Fingering
Die Positionierung von Fingersatz kann auch durch den Wert
seiner direction-Eigenschaft beeinflusst werden, aber
eine Veränderung von direction hat keinen Einfluss auf
Akkorde. es gibt auch hier
besondere Befehle, mit denen der Fingersatz von einzelnen
Noten in Akkorden kontrolliert werden kann, wobei mögliche
Positionen über, unter der Note und rechts bzw. links von
ihr sind.
Zunächst die Wirkungsweise von direction auf
den Fingersatz: im ersten Takt der Standard, dann
die Wirkung von DOWN (runter) und UP
(hinauf).
\relative { c''4-5 a-3 f-1 c'-5 | \override Fingering.direction = #DOWN c4-5 a-3 f-1 c'-5 | \override Fingering.direction = #UP c4-5 a-3 f-1 c'-5 | }
Eine Beeinflussung der direction-Eigenschaft ist jedoch
nicht die einfachste Art, Fingersatzbezeichnungen manuell über oder
unter das System zu setzen. Normalerweise bietet es sich an,
_ oder ^ anstelle von - vor der Fingersatz-Zahl
zu benutzen. Hier das vorherigen Beispiel mit dieser Methode:
\relative { c''4-5 a-3 f-1 c'-5 | c4_5 a_3 f_1 c'_5 | c4^5 a^3 f^1 c'^5 | }
Die direction-Eigenschaft wirkt sich nicht auf
Akkorde aus, während die Präfixe _ und ^ funktionieren.
Standardmäßig wird der Fingersatz automatisch entweder
über oder unter dem Akkord gesetzt:
\relative { <c''-5 g-3>4 <c-5 g-3 e-2>4 <c-5 g-3 e-2 c-1>4 }
aber das kann manuell geändert werden, um einzelne Fingersatzanweisungen nach oben oder unten zu zwingen:
\relative { <c''-5 g-3 e-2 c-1>4 <c^5 g_3 e_2 c_1>4 <c^5 g^3 e^2 c_1>4 }
Noch bessere Kontrolle über die Positionierung von Fingersatz für
einzelne Noten in einem Akkord ist mit dem
\set fingeringOrientations-Befehl möglich. Die Syntax
lautet:
\set fingeringOrientations = #'([up] [left/right] [down]) |
\setwird benutzt, weil fingeringOrientations eine
Eigenschaft des Voice-Kontextes ist, erstellt und eingesetzt
vom New_fingering_engraver.
Die Eigenschaft kann als Wert eine Liste mit einem bis drei Einträgen
haben. Damit wird bestimmt, ob Fingersatz oberhalb gesetzt
werden kann (wenn up in der Liste auftaucht), darunter
(wenndown auftaucht), links (wenn left auftaucht)
oder rechts (wenn right auftaucht). Wenn andererseits
ein Wert nicht auftaucht, wir auch kein Fingersatz in dieser Richtung
gesetzt. LilyPond nimmt diese Beschränkung als Bedingung und
errechnet die besten Positionen für die Noten des nächsten Akkordes.
Die seitliche Positionierung kann nur auf einer Seite des Akkordes
geschehen, nicht auf beiden gleichzeitig, es kann also nur entweder
left oder right auftreten, nicht beide gleichzeitig.
Achtung: Damit eine einzelne Note mit diesem Befehl beeinflusst werden kann, muss sie als ein „Ein-Noten-Akkord“ geschrieben werden, indem einfache spitze Klammern um die Note positioniert werden.
Hier ein paar Beispiele:
\relative { \set fingeringOrientations = #'(left) <f'-2>4 <c-1 e-2 g-3 b-5>4 \set fingeringOrientations = #'(left) <f-2>4 <c-1 e-2 g-3 b-5>4 | \set fingeringOrientations = #'(up left down) <f-2>4 <c-1 e-2 g-3 b-5>4 \set fingeringOrientations = #'(up left) <f-2>4 <c-1 e-2 g-3 b-5>4 | \set fingeringOrientations = #'(right) <f-2>4 <c-1 e-2 g-3 b-5>4 }
Wenn die Fingersatzbezeichnung zu gedrungen aussieht,
kann auch die Schriftgröße (font-size) verringert
werden. Der Standardwert kann aus dem
Fingering-Objekt in der IR entnommen werden,
er ist -5, versuchen wir es also mit -7.
\relative { \override Fingering.font-size = #-7 \set fingeringOrientations = #'(left) <f'-2>4 <c-1 e-2 g-3 b-5>4 \set fingeringOrientations = #'(left) <f-2>4 <c-1 e-2 g-3 b-5>4 | \set fingeringOrientations = #'(up left down) <f-2>4 <c-1 e-2 g-3 b-5>4 \set fingeringOrientations = #'(up left) <f-2>4 <c-1 e-2 g-3 b-5>4 | \set fingeringOrientations = #'(right) <f-2>4 <c-1 e-2 g-3 b-5>4 }
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof Outside-staff objects
Objekte außerhalb des Notensystems werden automatisch gesetzt, um Kollisionen zu vermeiden. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten die Platzierung zu beeinflussen, sollte die Automatik kein optimales Resultat produzieren.
Die outside-staff-priority-Eigenschaft | ||
Der \textLengthOn-Befehl (Textlänge berücksichtigen) | ||
| Positionierung von Dynamikzeichen | ||
| Verändern der Größe von grobs |
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
outside-staff-priority-Eigenschaft@translationof The outside-staff-priority property
Objekten mit einem geringeren
Prioritätswert der Eigenschaft outside-staff-priority
werden näher an das System gesetzt, und andere Objekte außerhalb
des Systems werden dann soweit vom System entfernt gesetzt, dass
Zusammenstöße vermieden werden. Die
outside-staff-priority-Eigenschaft ist im
grob-interface definiert und ist also eine Eigenschaft
von allen Layout-Objekten. Standardmäßig ist sie für alle Objekte
auf falsch (#f) gesetzt; dieser Wert wird in einen numerischen
Wert dem Objekt entsprechend geändert, wenn das Objekt für die
Notenausgabe erstellt wird. Die Tabelle unten zeigt die
Standardwerte für die meistbenutzten outside-staff-Objekte.
Achtung bei einigen ungewöhnlichen Objektbezeichnungen: Strecker-Objekte
werden automatisch erstellt, um die vertikale Position von Grobs
zu kontrollieren, die an unterschiedlichen musikalischen Momenten
beginnen und enden (könnten). Wenn also outside-staff-priority
des darunterliegenden Grobs geändert wird, hat das keine Auswirkung.
Zum Beispiel bringt das Ändern von outside-staff-priority
des Hairpin-(Dynamikklammer)-Objekts keine Änderung in der
vertikalen Position von Crescendo-Klammern – anstatt dessen muss
outside-staff-priority des hiermit assoziierten
DynamicLineSpanne-Objekts geändert werden. Dieser
\override-Befehl muss zu Beginn des Streckers gesetzt werden,
welcher womöglich mehrere verbundene Dynamikklammern und Dynamikbezeichnung
beinhaltet.
| Layout-Objekt | Priorität | Kontrolliert Position von: |
|---|---|---|
RehearsalMark | 1500 | Übungszeichen |
MetronomeMark | 1000 | Metronomzeichen |
VoltaBracketSpanner | 600 | Volta-Wiederholungsklammern |
TextScript | 450 | Textbeschriftung |
MultiMeasureRestText | 450 | Text über Ganztaktpausen |
OttavaBracket | 400 | Ottava (Oktavierungsklammern) |
TextSpanner | 350 | Text-Strecker |
DynamicLineSpanner | 250 | Alle Dynamik-Bezeichnungen |
BarNumber | 100 | Taktzahlen |
TrillSpanner | 50 | Triller-Strecker |
Hier ein Beispiel, das die Standardpositionierung von einigen Objekten zeigt.
% Set details for later Text Spanner \override TextSpanner.bound-details.left.text = \markup { \small \bold Slower } % Place dynamics above staff \dynamicUp % Start Ottava Bracket \ottava #1 c''4 \startTextSpan % Add Dynamic Text and hairpin c''4\pp\< c''4 % Add Text Script c''4^Text | c''4 c'' % Add Dynamic Text and terminate hairpin c''4\ff c'' \stopTextSpan | % Stop Ottava Bracket \ottava #0 c'4 c' c' c' |
Dieses Beispiel zeigt auch, wie man Text-Strecker erstellt, d.h.
Text mit Bindestrichen, der sich über eine bestimmte Länge
erstreckt. Der Strecker beginnt mit dem
\startTextSpan-Befehl und endet mit dem
\stopTextSpan-Befehl, und das Format des Textes
wird mit dem \override TextSpanner-Befehl bestimmt.
Mehr Einzelheiten siehe
(notation)Text mit Verbindungslinien in Abschnitt ‘Text mit Verbindungslinien’ in Notationsreferenz.
Im Beispiel wird auch gezeigt, wie Oktavierungsklammern (Ottava) erstellt werden.
Wenn die Standardwerte der outside-staff-priority nicht
die Positionierung hervorrufen, die Sie wünschen, kann die
Priorität eines jeden Objektes geändert werden. Als Beispiel
wollen wir zeigen, wie sich die Oktavierungsklammer unter
den Textstrecker des vorigen Beispiels setzen lässt. Wir müssen
nur die Priorität des
OttavaBracket-Objektes in der IR oder der Tabelle oben
herausfinden und einen kleineren Wert angeben als der Wert, den
das TextSpanner-(Strecker)-Objekt bekommt, wobei noch daran
zu denken ist, dass OttavaBracket im Staff-Kontext
erstellt wird:
% Set details for later Text Spanner \override TextSpanner.bound-details.left.text = \markup { \small \bold Slower } % Place dynamics above staff \dynamicUp % Place following Ottava Bracket below Text Spanners \once \override Staff.OttavaBracket.outside-staff-priority = #340 % Start Ottava Bracket \ottava #1 c''4 \startTextSpan % Add Dynamic Text c''4\pp % Add Dynamic Line Spanner c''4\< % Add Text Script c''4^Text | c''4 c'' % Add Dynamic Text c''4\ff c'' \stopTextSpan | % Stop Ottava Bracket \ottava #0 c'4 c' c' c' |
Beachten Sie, dass einige dieser Objekte, insbesondere Taktzahlen,
Metronomzeichen und Übungszeichen standardmäßig im Score-Kontext
zu Hause sind; benutzen Sie also den richtigen Kontext, wenn sie
deren Einstellungen verändern wollen.
Legatobögen werden als Innersystem-Objekte klassifiziert, aber
sie erscheinen oft auch über dem System, wenn die Noten, an die
sie verbunden sind, sehr hoch im System notiert sind. Dadurch
können Außersystem-Objekte, wie Artikulationszeichen, zu hoch
gerückt werden. Die avoid-slur-Eigenschaft hat nur
eine Auswirkung, wenn auch die outside-staff-priority
auf #f gesetzt ist. Alternativ kann die
outside-staff-priority des Legatobogens auf einen
numerischen Wert gesetzt werden, sodass er mit anderen
Außersystem-Objekten anhand dieses Wertes gesetzt wird.
Hier ein Beispiel, das die beiden Möglichkeiten veranschaulicht:
\relative c'' { c4( c^\markup { \tiny \sharp } d4.) c8 | c4( \once \override TextScript.avoid-slur = #'inside \once \override TextScript.outside-staff-priority = ##f c4^\markup { \tiny \sharp } d4.) c8 | \once \override Slur.outside-staff-priority = #500 c4( c^\markup { \tiny \sharp } d4.) c8 | }
Eine Änderung der outside-staff-priority kann auch dazu
benutzt werden, die vertikale Platzierung von individuellen Objekten
zu kontrollieren, auch wenn das Ergebnis nicht immer optimal
ist. Im nächsten Beispiel soll „Text3“ oberhalb von „Text4“
gesetzt werden, das Beispiel wurde behandelt in
Automatisches Verhalten. Der Wert der Priorität muss also für
die Eigenschaft TextScript entweder in der IR oder in der
Tabelle oben festgestellt werden und dann die Priorität für
„Text3“ höher eingestellt werden:
c''2^"Text1" c''2^"Text2" | \once \override TextScript.outside-staff-priority = #500 c''2^"Text3" c''2^"Text4" |
Damit wird zwar „Text3“ ganz richtig über „Text4“
platziert, aber auch über „Text2“, und „Text4“
wird jetzt weiter unten gesetzt. Eigentlich sollten ja alle
diese Anmerkungen gleich weit vom System entfernt sein.
Dazu muss offensichtlich horizontal etwas Platz gemacht
werden. Das kann erreicht werden mit dem
textLengthOn-(Textlänge an)-Befehl.
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
\textLengthOn-Befehl (Textlänge berücksichtigen)@translationof The textLengthOn command
Standardmäßig wird Text, der mit dem Beschriftungsbefehl
\markup bzw. Äquivalenten erstellt wird, kein
zusätzlicher Platz in Bezug auf die Positionierung der Noten
zugestanden. Der \textLengthOn-Befehl ändert
dieses Verhalten, so dass die Noten gespreizt werden, wenn
die Breite des Textes es erfordert:
\textLengthOn % Cause notes to space out to accommodate text c''2^"Text1" c''2^"Text2" | c''2^"Text3" c''2^"Text4" |
Dieses Verhalten wird mit dem \textLengthOff-Befehl
rückgängig gemacht. Alternativ kann auch \once zusammen mit
\textLengthOn benutzt werden, um die Auswirkung auf einen
einzigen musikalisches Zeitpunkt zu begrenzen. Das entsprechende
Verhalten bzgl. des horizontalen Platzes für Übungzeichen und
Tempomarkierungen kann hiervon unabhängig durch die Befehle
\markLengthOn und \markLengthOff analog gesteuert werden.
Textbeschriftung vermeidet auch Noten, die über das System hinausstehen.
Wenn das nicht gewünscht ist, kann die automatische Verschiebung
nach oben hin auch vollständig ausgeschaltet werden, indem die
Priorität auf #f gesetzt wird. Hier ein Beispiel, wie
eine Textbeschriftung mit diesen Noten reagiert:
\relative { % This markup is short enough to fit without collision c''2^"Tex" c'' | R1 | % This is too long to fit, so it is displaced upwards c,,2^"Text" c'' | R1 | % Turn off collision avoidance \once \override TextScript.outside-staff-priority = ##f c,,2^"Long Text " c'' | R1 | % Turn off collision avoidance \once \override TextScript.outside-staff-priority = ##f \textLengthOn % and turn on textLengthOn c,,2^"Long Text " % Spaces at end are honored c''2 | }
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof Dynamics placement
Dynamikbezeichnung wird üblicherweise unter dem System
gesetzt, kann aber auch nach oben mit dem Befehl
\dynamicUp gezwungen werden. Die Bezeichnung
wird vertikal relativ zu der Note positioniert, an die sie angefügt
wurde. Sie wird vertikal variabel gesetzt in Bezug zu
Innersystemobjekten wie Bögen oder Taktnummern. Damit
können oft recht gute Resultate erreicht werden, wie im
folgenden Beispiel:
\relative { \clef "bass" \key aes \major \time 9/8 \dynamicUp bes4.~\f\< \( bes4 bes8 des4\ff\> c16 bes\! | ees,2.~\)\mf ees4 r8 | }
Wenn aber Noten und Dynamikzeichen sehr dicht beieinander stehen, positioniert die automatische Kollisionsvermeidung später kommende Dynamikzeichen weiter weg, was allerdings nicht immer die beste Möglichkeit ist, wie in dem folgenden, etwas gewollten Beispiel zu sehen ist:
\dynamicUp \relative { a'4\f b\mf a\mp b\p }
Wenn eine ähnliche Situation in „echter“ Musik auftaucht,
kann es nötig sein, die Noten etwas zu spreizen, damit die
Dynamikzeichen alle auf der selben vertikalen Position
gesetzt werden können. Dieses Verhalten war im Falle von
Textbeschriftungen möglich mit dem \textLengthOn-Befehl,
aber es gibt keinen entsprechenden Befehl für Dynamik. Wir
müssen also unsere eigenen Befehle mit \override
konstruieren.
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof Grob sizing
Zuallererst müssen wir lernen, wie die Größe von Grobs verändert
wird. Alle Grobs besitzen einen Referenzpunkt, der
benutzt wird, um ihre Position in Relation zu ihnen übergeordneten
Objekten zu bestimmen. Dieser Punkt innerhalb des Grobs wird dann
auf einer horizontalen Position (X-offset) und einer
vertikalen Position (Y-offset) ausgerichtet, immer bezüglich
des übergeordneten Objektes. Eine horizontale Strecke wird
durch ein Zahlenpaar angegeben (X-extent), welche
die linke und rechte Grenze relativ zum übergeordneten Objekt
bezeichnen. Die vertikale Strecke wir genauso durch ein
Zahlenpaar (Y-extent) definiert. Diese Eigenschaften
gehören zu allen Grobs, die das
grob-interface unterstützen.
Standardmäßig haben Außersystemobjekte eine Länge von Null,
so dass sie sich in horizontaler Richtung überlappen können. Das
geschieht, indem dem linken Rand Unendlich zugewiesen wird
und dem rechten Rand minus Unendlich, d.h. die
extra-spacing-width-(zusätzliche Positionierungslänge)-Eigenschaft
wird auf den Wert '(+inf.0 . -inf.0) gesetzt.
Damit sich diese Objekte also horizontal nicht überschneiden, muss
der Wert von extra-spacing-width überschrieben werden um den
Objekten ein wenig zusätzlich Platz zuzuweisen. Die Einheit ist der
Abstand zwischen zwei Notenlinien, also sollte es reichen die linke
und rechte Kante je eine halbe Einheit nach links bzw. rechts zu verschieben:
\override DynamicText.extra-spacing-width = #'(-0.5 . 0.5) |
Schauen wir uns an, wie es mit dem vorigen Beispiel funktioniert:
\dynamicUp % Extend width by 1 staff space \override DynamicText.extra-spacing-width = #'(-0.5 . 0.5) \relative { a'4\f b\mf a\mp b\p }
Das sieht schon besser aus, aber es wäre noch besser, wenn die
Dynamik-Zeichen alle an einer Linie ausgerichtet wären, anstatt
höher und tiefer zu sitzen. Das kann mit der
staff-padding-Eigenschaft erreicht werden,
die wir uns im folgenden Abschnitt genauer anschauen werden.
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] |
Dieses Dokument wurde erzeugt von gub am 13. Juli 2020 durch texi2html 1.82.
Andere Sprachen: English, català, česky, español, français, italiano, 日本語, nederlands.
Über die automatische Sprachauswahl.