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4.4 Umístění předmětů

@translationof Placement of objects


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4.4.1 Automatické chování

@translationof Automatic behavior

Es gibt Objekte der Notation, die zum Notensystem gehören, und andere, die außerhalb des Systems gesetzt werden müssen. Sie werden within-staff-Objekte bzw. outside-staff-Objekte genannt.

within-staff-Objekte werden innerhalb des Notensystems (engl. staff) gesetzt: Notenköpfe, Hälse, Versetzungszeichen usw. Ihre Position ist üblicherweise durch die notierte Musik bestimmt – sie werden vertikal auf bestimmten Linien notiert oder sind an andere Objekte gebunden, die vertikal festgelegt sind. Kollisionen von Notenköpfen, Hälsen und Versetzungszeichen werden normalerweise automatisch vermieden. Es gibt Befehle, um dieses automatische Verhalten zu verändern, wie unten gezeigt werden soll.

Objekte, die außerhalb des Notensystems gesetzt werden, sind unter Anderem Übungsmarkierungen, Text und Dynamikzeichen. LilyPonds Regel für ihre vertikale Positionierung lautet, sie so nah wie möglich am Notensystem zu setzen, aber nicht so nah, dass sie mit anderen Objekten kollidieren. Dabei wird die outside-staff-priority-(Priorität außerhalb des Notensystems)-Eigenschaft eingesetzt, um die Reihenfolge zu bestimmen, in denen Objekte gesetzt werden sollen.

Zuerst werden alle Innersystemobjekte von LilyPond gesetzt. Dann werden die Objekte außerhalb des Systems nach ihrer outside-staff-priority geordnet. Die outside-staff-Objekte werden dann nacheinander gesetzt, mit der niedrigsten Priorität beginnend, und so gesetzt, dass sie nicht mit anderen Objekten kollidieren, die schon gesetzt wurden. Wenn also zwei outside-staff-Objekte um den selben Platz streiten, wird das mit der geringeren outside-staff-priority näher am System gesetzt werden. Wenn zwei Objekte die selbe Priorität haben, wird das näher am System gesetzt, welches zuerst auftritt.

Im folgenden Beispiel haben alle Textbeschriftungen die gleiche Priorität (weil sie nicht explizit gesetzt worden ist). Beachten Sie, dass „Text3“ wieder dicht am System gesetzt wurde, weil er unter „Text2“ passt.

 
c2^"Text1"
c2^"Text2"
c2^"Text3"
c2^"Text4"

[image of music]

Notensysteme werden in den Standardeinstellungen auch so dicht beieinander gesetzt wie es möglich ist (mit einem minimalen Abstand). Wenn Noten sehr weit aus einem System herausragen, zwingen sie das nächste System weiter weg, wenn eine Kollision drohen würde. Im nächsten Beispiel sehen Sie, wie Noten auf zwei Systemen „ineinander greifen“.

 
<<
  \new Staff {
    \relative { c'4 a, }
  }
  \new Staff {
    \relative { c''''4 a, }
  }
>>

[image of music]


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4.4.2 Předměty uvnitř notové osnovy

@translationof Within-staff objects

Es wurde schon gezeigt, wie die Befehle \voiceXXX die Richtung von Bögen, Fingersatz und allen anderen Objekten beeinflusst, die von der Richtung der Notenhälsen abhängen. Diese Befehle sind nötig, wenn polyphone Musik geschrieben wird, damit sich die einzelnen Melodielinien klar abzeichnen. Es kann aber von Zeit zu Zeit nötig sein, dieses automatische Verhalten zu verändern. Das kann entweder für ganze Abschnitte, aber genauso auch nur für eine einzelne Note vorgenommen werden. Die Eigenschaft, die die Richtung bestimmt, ist die direction-Eigenschaft jedes Layout-Objekts. Es soll erst erklärt werden, was sie bewirkt und dann eine Anzahl an fertigen Befehlen für die üblicheren Situationen präsentiert werden, mit denen Sie gleich loslegen können.

Manche Layout-Objekte, wie Legato- und Bindebögen, biegen sich oder zeigen entweder nach oben oder nach unten, andere, wie Hälse und Fähnchen, verändern auch die Position rechts oder links, je nach der Richtung, in die sie zeigen. Das wird automatisch berücksichtigt, wenn die direction-Eigenschaft verändert wird.

Das folgende Beispiel zeigt im ersten Takt die Standardeinstellung für Hälse, die bei hohen Noten nach unten zeigen und bei tiefen noten nach oben. Im nächsten Takt werden alle Hälse nach unten gezwungen, im dritten Takt nach oben, und im vierten wird wieder der Standard eingestellt.

 
a4 g c a
\override Stem.direction = #DOWN
a4 g c a
\override Stem.direction = #UP
a4 g c a
\revert Stem.direction
a4 g c a

[image of music]

Hier werden die Konstanten DOWN und UP eingesetzt. Sie haben die Werte -1 bzw. +1, und diese numerischen Werte können ebenso benutzt werden. Auch der Wert 0 kann in manchen Fällen benutzt werden. Er bedeutet für die Hälse das gleiche wie UP, für einige andere Objekte jedoch „zentriert“. Es gibt hierzu die Konstante CENTER, die den Wert 0 hat.

Es gibt aber einfachere Befehle, die normalerweise benutzt werden. Hier eine Tabelle der häufigsten. Die Bedeutung des Befehls wird erklärt, wenn sie nicht selbstverständlich ist.

Runter/LinksRauf/RechtsRückgängigWirkung
\arpeggioArrowDown\arpeggioArrowUp\arpeggioNormalArpeggio mit Pfeil nach unten, oben oder ohne Pfeil
\dotsDown\dotsUp\dotsNeutralRichtung der Verschiebung eines Punktes, um Notenlinien zu vermeiden
\dynamicDown\dynamicUp\dynamicNeutralPosition der Dynamik-Bezeichnung relativ zum System
\phrasingSlurDown\phrasingSlurUp\phrasingSlurNeutralBefehl für Richtung von Phrasierungsbögen
\slurDown\slurUp\slurNeutralBefehl für Richtung von Legatobögen
\stemDown\stemUp\stemNeutralBefehl für Richtung von Hälsen
\textSpannerDown\textSpannerUp\textSpannerNeutralPosition von Textbeschriftungen, die als Strecker eingegeben werden
\tieDown\tieUp\tieNeutralBefehl für Richtung von Bindebögen
\tupletDown\tupletUp\tupletNeutralBefehl für Richtung von Klammern/Zahlen der N-tolen

Diese vordefinierten Befehl können allerdings nicht zusammen mit \once benutzt werden. Wenn Sie die Wirkung eines Befehl auf eine einzige Noten begrenzen wollen, müssen Sie den entsprechenden \once \override-Befehl benutzen oder den definierten Befehl, gefolgt von dem entsprechenden neutralisierenden xxxNeutral-Befehl nach der Note.

Fingersatz

Die Positionierung von Fingersatz kann auch durch den Wert seiner direction-Eigenschaft beeinflusst werden, aber eine Veränderung von direction hat keinen Einfluss auf Akkorde. es gibt auch hier besondere Befehle, mit denen der Fingersatz von einzelnen Noten in Akkorden kontrolliert werden kann, wobei mögliche Positionen über, unter der Note und rechts bzw. links von ihr sind.

Zunächst die Wirkungsweise von direction auf den Fingersatz: im ersten Takt der Standard, dann die Wirkung von DOWN (runter) und UP (hinauf).

 
c4-5 a-3 f-1 c'-5
\override Fingering.direction = #DOWN
c4-5 a-3 f-1 c'-5
\override Fingering.direction = #UP
c4-5 a-3 f-1 c'-5

[image of music]

Eine Beeinflussung der direction-Eigenschaft ist jedoch nicht die einfachste Art, Fingersatzbezeichnungen manuell über oder unter das System zu setzen. Normalerweise bietet es sich an, _ oder ^ anstelle von - vor der Fingersatz-Zahl zu benutzen. Hier das vorherigen Beispiel mit dieser Methode:

 
c4-5 a-3 f-1 c'-5
c4_5 a_3 f_1 c'_5
c4^5 a^3 f^1 c'^5

[image of music]

Die direction-Eigenschaft wirkt sich nicht auf Akkorde aus, während die Präfixe _ und ^ funktionieren. Standardmäßig wird der Fingersatz automatisch entweder über oder unter dem Akkord gesetzt:

 
\relative {
  <c''-5 g-3>4
  <c-5 g-3 e-2>4
  <c-5 g-3 e-2 c-1>4
}

[image of music]

aber das kann manuell geändert werden, um einzelne Fingersatzanweisungen nach oben oder unten zu zwingen:

 
\relative {
  <c''-5 g-3 e-2 c-1>4
  <c^5 g_3 e_2 c_1>4
  <c^5 g^3 e^2 c_1>4
}

[image of music]

Noch bessere Kontrolle über die Positionierung von Fingersatz für einzelne Noten in einem Akkord ist mit dem \set fingeringOrientations-Befehl möglich. Die Syntax lautet:

 
\set fingeringOrientations = #'([up] [left/right] [down])

\setwird benutzt, weil fingeringOrientations eine Eigenschaft des Voice-Kontextes ist, erstellt und eingesetzt vom New_fingering_engraver.

Die Eigenschaft kann als Wert eine Liste mit einem bis drei Einträgen haben. Damit wird bestimmt, ob Fingersatz oberhalb gesetzt werden kann (wenn up in der Liste auftaucht), darunter (wenndown auftaucht), links (wenn left auftaucht) oder rechts (wenn right auftaucht). Wenn andererseits ein Wert nicht auftaucht, wir auch kein Fingersatz in dieser Richtung gesetzt. LilyPond nimmt diese Beschränkung als Bedingung und errechnet die besten Positionen für die Noten des nächsten Akkordes. Die seitliche Positionierung kann nur auf einer Seite des Akkordes geschehen, nicht auf beiden gleichzeitig, es kann also nur entweder left oder right auftreten, nicht beide gleichzeitig.

Pozor: Damit eine einzelne Note mit diesem Befehl beeinflusst werden kann, muss sie als ein „Ein-Noten-Akkord“ geschrieben werden, indem einfache spitze Klammern um die Note positioniert werden.

Hier ein paar Beispiele:

 
\set fingeringOrientations = #'(left)
<f-2>4
<c-1  e-2 g-3 b-5>4
\set fingeringOrientations = #'(left)
<f-2>4
<c-1  e-2 g-3 b-5>4
\set fingeringOrientations = #'(up left down)
<f-2>4
<c-1  e-2 g-3 b-5>4
\set fingeringOrientations = #'(up left)
<f-2>4
<c-1  e-2 g-3 b-5>4
\set fingeringOrientations = #'(right)
<f-2>4
<c-1  e-2 g-3 b-5>4

[image of music]

Wenn die Fingersatzbezeichnung zu gedrungen aussieht, kann auch die Schriftgröße (font-size) verringert werden. Der Standardwert kann aus dem Fingering-Objekt in der IR entnommen werden, er ist -5, versuchen wir es also mit -7.

 
\override Fingering.font-size = #-7
\set fingeringOrientations = #'(left)
<f-2>4
<c-1  e-2 g-3 b-5>4
\set fingeringOrientations = #'(left)
<f-2>4
<c-1  e-2 g-3 b-5>4
\set fingeringOrientations = #'(up left down)
<f-2>4
<c-1  e-2 g-3 b-5>4
\set fingeringOrientations = #'(up left)
<f-2>4
<c-1  e-2 g-3 b-5>4
\set fingeringOrientations = #'(right)
<f-2>4
<c-1  e-2 g-3 b-5>4

[image of music]


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4.4.3 Předměty vně notové osnovy

@translationof Outside-staff objects

Předměty vně notové osnovy werden automatisch gesetzt, um Kollisionen zu vermeiden. Objekten mit einem geringeren Prioritätswert der Eigenschaft outside-staff-priority werden näher an das System gesetzt, und andere Objekte außerhalb des Systems werden dann soweit vom System entfernt gesetzt, dass Zusammenstöße vermieden werden. Die outside-staff-priority-Eigenschaft ist im grob-interface definiert und ist also eine Eigenschaft von allen Layout-Objekten. Standardmäßig ist sie für alle Objekte auf falsch (#f) gesetzt; dieser Wert wird in einen numerischen Wert dem Objekt entsprechend geändert, wenn das Objekt für die Notenausgabe erstellt wird. Die Tabelle unten zeigt die Standardwerte für die meistbenutzten outside-staff-Objekte, die den Voreinstellungen nach im Staff- oder Voice-Kontext gesetzt werden.

Achtung bei einigen ungewöhnlichen Objektbezeichnungen: Strecker-Objekte werden automatisch erstellt, um die vertikale Position von Grobs zu kontrollieren, die an unterschiedlichen musikalischen Momenten beginnen und enden (könnten). Wenn also outside-staff-priority des darunterliegenden Grobs geändert wird, hat das keine Auswirkung. Zum Beispiel bringt das Ändern von outside-staff-priority des Hairpin-(Dynamikklammer)-Objekts keine Änderung in der vertikalen Position von Crescendo-Klammern – anstatt dessen muss outside-staff-priority des hiermit assoziierten DynamicLineSpanne-Objekts geändert werden. Dieser \override-Befehl muss zu Beginn des Streckers gesetzt werden, welcher womöglich mehrere verbundene Dynamikklammern und Dynamikbezeichnung beinhaltet.

Layout-ObjektPrioritätKontrolliert Position von:
MultiMeasureRestText450Text über Ganztaktpausen
TextScript450Textbeschriftung
OttavaBracket400Ottava (Oktavierungsklammern)
TextSpanner350Text-Strecker
DynamicLineSpanner250Alle Dynamik-Bezeichnungen
VoltaBracketSpanner100Volta-Klammern
TrillSpanner50Triller-Strecker

Hier ein Beispiel, das die Standardpositionierung von einigen Objekten zeigt.

 
% Set details for later Text Spanner
\override TextSpanner.bound-details.left.text
    = \markup { \small \bold Slower }
% Place dynamics above staff
\dynamicUp
% Start Ottava Bracket
\ottava #1
c'4 \startTextSpan
% Add Dynamic Text and hairpin
c4\pp\<
c4
% Add Text Script
c4^Text
c4 c
% Add Dynamic Text and terminate hairpin
c4\ff c \stopTextSpan
% Stop Ottava Bracket
\ottava #0
c,4 c c c

[image of music]

Dieses Beispiel zeigt auch, wie man Text-Strecker erstellt, d.h. Text mit Bindestrichen, der sich über eine bestimmte Länge erstreckt. Der Strecker beginnt mit dem \startTextSpan-Befehl und endet mit dem \stopTextSpan-Befehl, und das Format des Textes wird mit dem \override TextSpanner-Befehl bestimmt. Mehr Einzelheiten siehe (notation)Text mit Verbindungslinien section ‘Text mit Verbindungslinien’ in Doporučení pro notový zápis.

Im Beispiel wird auch gezeigt, wie Oktavierungsklammern (Ottava) erstellt werden.

Beachten Sie, dass Taktnummern, Metronombezeichnungen und Übungszeichen nicht gezeigt werden. Sie werden standardmäßig im Score-(Partitur)-Kontext erstellt und ihre outside-staff-priority wird in Bezug auf die Layout-Objekte, die im Staff-Kontext erstellt werden, ignoriert. Wenn Sie Taktnummern, Metronombezeichnungen oder Übungszeichen entsprechend ihrer Außersystem-Priorität setzen wollen, müssen Sie die entsprechenden Engraver (Bar_number_engraver, Metronome_mark_engraver oder Mark_engraver) vom Score-Kontext entfernen und dem Staff-Kontext hinzufügen. Wenn die Engraver so geändert werden, erhalten sie folgenden Werte für outside-staff-priority:

Layout-ObjektPriorität
RehearsalMark1500
MetronomeMark1000
BarNumber 100

Wenn die Standardwerte der outside-staff-priority nicht die Positionierung hervorrufen, die Sie wünschen, kann die Priorität eines jeden Objektes geändert werden. Als Beispiel wollen wir zeigen, wie sich die Oktavierungsklammer unter den Textstrecker des vorigen Beispiels setzen lässt. Wir müssen nur die Priorität des OttavaBracket-Objektes in der IR oder der Tabelle oben herausfinden und einen kleineren Wert angeben als der Wert, den das TextSpanner-(Strecker)-Objekt bekommt, wobei noch daran zu denken ist, dass OttavaBracket im Staff-Kontext erstellt wird:

 
% Set details for later Text Spanner
\override TextSpanner.bound-details.left.text
    = \markup { \small \bold Slower }
% Place dynamics above staff
\dynamicUp
% Place following Ottava Bracket below Text Spanners
\once \override Staff.OttavaBracket.outside-staff-priority = #340
% Start Ottava Bracket
\ottava #1
c'4 \startTextSpan
% Add Dynamic Text
c4\pp
% Add Dynamic Line Spanner
c4\<
% Add Text Script
c4^Text
c4 c
% Add Dynamic Text
c4\ff c \stopTextSpan
% Stop Ottava Bracket
\ottava #0
c,4 c c c

[image of music]

Legatobögen werden als Innersystem-Objekte klassifiziert, aber sie erscheinen oft auch über dem System, wenn die Noten, an die sie verbunden sind, sehr hoch im System notiert sind. Dadurch können Außersystem-Objekte, wie Artikulationszeichen, zu hoch gerückt werden. Die avoid-slur-Eigenschaft hat nur eine Auswirkung, wenn auch die outside-staff-priority auf #f gesetzt ist. Alternativ kann die outside-staff-priority des Legatobogens auf einen numerischen Wert gesetzt werden, sodass er mit anderen Außersystem-Objekten anhand dieses Wertes gesetzt wird. Hier ein Beispiel, das die beiden Möglichkeiten veranschaulicht:

 
c4( c^\markup { \tiny \sharp } d4.) c8
c4(
\once \override TextScript.avoid-slur = #'inside
\once \override TextScript.outside-staff-priority = ##f
c4^\markup { \tiny \sharp } d4.) c8
\once \override Slur.outside-staff-priority = #500
c4( c^\markup { \tiny \sharp } d4.) c8

[image of music]

Eine Änderung der outside-staff-priority kann auch dazu benutzt werden, die vertikale Plazierung von individuellen Objekten zu kontrollieren, auch wenn das Ergebnis nicht immer optimal ist. Im nächsten Beispiel soll „Text3“ oberhalb von „Text4“ gesetzt werden, das Beispiel wurde behandelt in automatickém chování. Der Wert der Priorität muss also für die Eigenschaft TextScript entweder in der IR oder in der Tabelle oben festgestellt werden und dann die Priorität für „Text3“ höher eingestellt werden:

 
c''2^"Text1"
c''2^"Text2" |
\once \override TextScript.outside-staff-priority = #500
c''2^"Text3"
c''2^"Text4" |

[image of music]

Damit wird zwar „Text3“ ganz richtig über „Text4“ platziert, aber auch über „Text2“, und „Text4“ wird jetzt weiter unten gesetzt. Eigentlich sollten ja alle diese Anmerkungen gleichweit vom System entfernt sein. Dazu muss offensichtlich horizontal etwas Platz gemacht werden. Das kann erreicht werden mit dem textLengthOn-(Textlänge an)-Befehl.

\textLengthOn (Textlänge berücksichtigen)

Standardmäßig wird Text, der mit dem Beschriftungsbefehl \markup bzw. Äquivalenten erstellt wird, kein zusätzlicher Platz in Bezug auf die Positionierung der Noten zugestanden. Der \textLengthOn-Befehl ändert dieses Verhalten, so dass die Noten gespreizt werden, wenn die Breite des Textes es erfordert:

 
\textLengthOn  % Cause notes to space out to accommodate text
c''2^"Text1"
c''2^"Text2" |
c''2^"Text3"
c''2^"Text4" |

[image of music]

Dieses Verhalten wird mit dem \textLengthOff-Befehl rückgängig gemacht. Erinnern Sie sich, dass \once nur mit \override, \set, \revert oder unset funktioniert, der Befehl kann also nicht zusammen mit \textLengthOn benutzt werden.

Textbeschriftung vermeidet auch Noten, die über das System hinausstehen. Wenn das nicht gewünscht ist, kann die automatische Verschiebung nach oben hin auch vollständig ausgeschaltet werden, indem die Priorität auf #f gesetzt wird. Hier ein Beispiel, wie eine Textbeschriftung mit diesen Noten reagiert:

 
\relative {
  % This markup is short enough to fit without collision
  c''2^"Tex" c'' |
  R1 |

  % This is too long to fit, so it is displaced upwards
  c,,2^"Text" c'' |
  R1 |

  % Turn off collision avoidance
  \once \override TextScript.outside-staff-priority = ##f
  c,,2^"Long Text   " c'' |
  R1 |

  % Turn off collision avoidance
  \once \override TextScript.outside-staff-priority = ##f
  \textLengthOn        % and turn on textLengthOn
  c,,2^"Long Text   "  % Spaces at end are honored
  c''2 |
}

[image of music]

Dynamik

Dynamikbezeichnung wird üblicherweise unter dem System gesetzt, kann aber auch nach oben mit dem Befehl dynamicUp gezwungen werden. Die Bezeichnung wird vertikal relativ zu der Note positioniert, an die sie angefügt wurde. Sie wird vertikal variabel gesetzt in Bezug zu Innersystemobjekten wie Bögen oder Taktnummern. Damit können oft recht gute Resultate erreicht werden, wie im folgenden Beispiel:

 
\clef "bass"
\key aes \major
\time 9/8
\dynamicUp
bes4.~\f\< \( bes4 bes8 des4\ff\> c16 bes\!
ees,2.~\)\mf ees4 r8

[image of music]

Wenn aber Noten und Dynamikzeichen sehr dicht beieinander stehen, positioniert die automatische Kollisionsvermeidung später kommende Dynamikzeichen weiter weg, was allerdings nicht immer die beste Möglichkeit ist, wie in dem folgenden, etwas gewollten Beispiel zu sehen ist:

 
\dynamicUp
a4\f b\mf c\mp b\p |

[image of music]

Wenn eine ähnliche Situation in „echter“ Musik auftaucht, kann es nötig sein, die Noten etwas zu spreizen, damit die Dynamikzeichen alle auf der selben vertikalen Position gesetzt werden können. Dieses Verhalten war im Falle von Textbeschriftungen möglich mit dem \textLengthOn-Befehl, aber es gibt keinen entsprechenden Befehl für Dynamik. Wir müssen also unsere eigenen Befehle mit \override konstruieren.

Verändern der Größe von grobs

Zuallererst müssen wir lernen, wie die Größe von Grobs verändert wird. Alle Grobs besitzen einen Referenzpunkt, der benutzt wird, um ihre Position in Relation zu ihnen übergeordneten Objekten zu bestimmen. Dieser Punkt innerhalb des Grobs wird dann auf einer horizontalen Position (X-offset) und einer vertikalen Position (Y-offset) ausgerichtet, immer bezüglich des übergeordneten Objektes. Eine horizontale Strecke wird durch ein Zahlenpaar angegeben (X-extent), welche die linke und rechte Grenze relativ zum übergeordneten Objekt bezeichnen. Die vertikale Strecke wir genauso durch ein Zahlenpaar (Y-extent) definiert. Diese Eigenschaften gehören zu allen Grobs, die das grob-interface unterstützen.

Standardmäßig haben Außersystemobjekte eine Länge von Null, so dass sie sich in horizontaler Richtung überlappen können. Das geschieht, indem dem linken Rand Unendlich zugewiesen wird und dem rechten Rand minus Unendlich (der Code der extra-spacing-width-(zusätzliche Positionierungslänge)-Eigenschaft lautet: '(+inf.0 . -inf.0)). Damit sich diese Objekte also horizontal nicht überschneiden, muss der Wert von extra-spacing-width auf '(0 . 0) gesetzt werden, sodass die wirkliche Länge eines Objektes zur Geltung kommt. Mit diesem Befehl wird das für Dynamik-Zeichen erledigt:

 
\override DynamicText.extra-spacing-width = #'(0 . 0)

Schauen wir uns an, wie es mit dem vorigen Beispiel funktioniert:

 
\dynamicUp
\override DynamicText.extra-spacing-width = #'(0 . 0)
a4\f b\mf c\mp b\p

[image of music]

Damit werden die Dynamik-Zeichen also wirklich nebeneinander gesetzt, aber es gibt noch zwei Probleme. Die Zeichen sollten etwas weiter außeinander stehen und es wäre gut, wenn sie alle den gleichen Abstand zum System hätte. Das erste Problem ist einfach behoben. Anstatt der extra-spacing-width-Eigenschaft Null zuzuweisen, können wir auch einen etwas größeren Wert wählen. Die Einheit wird gemessen in dem Abstand zwischen zwei Notenlinien, es scheint also gut, den rechten und linken Rand eine halbe Einheit zu vergrößern:

 
\dynamicUp
% Extend width by 1 staff space
\override DynamicText.extra-spacing-width = #'(-0.5 . 0.5)
a4\f b\mf c\mp b\p

[image of music]

Das sieht schon besser aus, aber es wäre noch besser, wenn die Dynamik-Zeichen alle an einer Linie ausgerichtet wären, anstatt höher und tiefer zu sitzen. Das kann mit der staff-padding-Eigenschaft erreicht werden, die wir uns im folgenden Abschnitt genauer anschauen werden.


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