| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof How LilyPond input files work
Das LilyPond Eingabeformat hat eine ziemlich freie Form, so dass für erfahrene Benutzer viel Freiheit besteht, die Struktur ihrer Quelldateien anzulegen. Für Neulinge kann diese Flexibilität aber erst einmal verwirrend sein. In diesem Kapitel soll darum ein Teil dieser Strukturen dargestellt werden, vieles aber zur Vereinfachung auch weggelassen werden. Für eine komplette Beschreibung des Eingabeformats siehe (notation)Die Dateistruktur in Abschnitt ‘Die Dateistruktur’ in Notationsreferenz.
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof Introduction to the LilyPond file structure
Ein grundlegendes Beispiel einer Eingabedatei für LilyPond lautet:
\version "2.21.3"
\header { }
\score {
… zusammengesetzter Musik-Ausdruck … % Die gesamten Noten kommen hier hin!
\layout { }
\midi { }
}
|
Zu diesem Muster gibt es viele Variationen, aber obiges Beispiel stellt eine hilfreiche Ausgangsbasis dar.
Bis jetzt hat keines der verwendeten Beispiele den \score{}
Befehl gebraucht. Das liegt daran, dass LilyPond automatisch fehlende
Befehle hinzufügt, sollten sie fehlen. Konkret betrachtet LilyPond eine
Eingabe in der Form
\relative {
c''4 a d c
}
|
als eine abgekürzte Form von
\book {
\score {
\new Staff {
\new Voice {
\relative {
c''4 a b c
}
}
}
\layout { }
}
}
|
Mit anderen Worten: Wenn die Eingabedatei einen einfachen Musik-Ausdruck enthält, wird LilyPond die Datei so interpretieren, als ob dieser Ausdruck in den oben gezeigten Befehlen eingegeben wurde. Diese nötige Struktur wird automatisch im Speicher beim Aufruf von LilyPond erzeugt, ohne dass der Benutzer davon etwas bemerkt.
Ein Wort der Warnung ist jedoch angebracht! Viele der Beispiele
in der Dokumentation von LilyPond lassen die \new Staff und \new Voice
Befehle zur Erzeugung einer Notenzeile und einer Stimme (beides ist in
LilyPond ein sogenannter Kontext) bewusst aus,
damit sie implizit von LilyPond im Speicher erzeugt werden.
Für einfache Dokumente funktioniert das im Allgemeinen sehr gut, für
komplexere Partituren können dadurch aber unerwartete Ergebnisse
entstehen, teilweise sogar unerwartete leere Notenzeilen. Um
die entsprechenden Kontexte in diesem Fall explizit zu erzeugen,
siehe Kontexte und Engraver.
Achtung: Wenn mehr als ein paar Zeilen an Musik eingegeben werden,
empfiehlt es sich, die Notenzeilen und die Stimmen immer explizit
mit new Staff und new Voice zu erzeugen.
Im Moment wollen wir aber zu unserem ersten Beispiel zurückkehren und
nur den \score-Befehl näher betrachten.
Eine Partitur (\score) muss immer genau einen musikalischen Ausdruck
enthalten. Es sei daran erinnert, dass ein musikalischer alles mögliche sein
kann. Angefangen bei einer einzelnen Note bis hin zu riesigen zusammengesetzten
Ausdrücken wie
{
\new StaffGroup <<
… füge hier die gesamte Partitur einer Wagner Oper ein …
>>
}
|
Da sich alles innerhalb der geschweiften Klammern { … }
befindet, wird es wie ein einziger musikalischer Ausdruck behandelt.
Wie wir oben schon gesehen haben kann der \score Block auch andere
Dinge enthalten, wie etwa
\score {
{ c'4 a b c' }
\header { }
\layout { }
\midi { }
}
|
Wie man sieht, sind die drei Befehle \header, \layout und
\midi von spezieller Natur: Im Gegensatz zu vielen anderen Befehlen,
die auch mit einem \ beginnen, liefern sie keinen Musikausdruck
und sind auch nicht Teil eines musikalischen Ausdrucks. Daher können sie
sowohl innerhalb eines \score-Blocks als auch außerhalb platziert
werden. Tatsächlich werden einige dieser Befehle meist außerhalb des
\score-Blocks gesetzt, z.B. findet sich der \header
sehr oft oberhalb der \score-Umgebung. Das
funktioniert genauso gut.
Zwei bisher noch nicht aufgetauchte Befehle sind
\layout { } und \midi {}. Wenn sie in einer
Datei vorkommen, führt dies dazu, dass LilyPond eine druckfähige PDF-Datei
bzw. eine MIDI-Ausgabe erzeugt. Genauer beschrieben werden sie im
Benutzerhandbuch –
(notation)Partiturlayout in Abschnitt ‘Partiturlayout’ in Notationsreferenz und
(notation)MIDI-Dateien erstellen in Abschnitt ‘MIDI-Dateien erstellen’ in Notationsreferenz.
Ihr LilyPond Code kann auch mehrere \score-Blöcke enthalten.
Jeder davon wird als eigenständige Partitur interpretiert, die
allerdings alle in dieselbe Ausgabedatei platziert werden.
Ein \book-Befehl ist nicht explizit notwendig – er wird
implizit erzeugt. Wenn jedoch für jeden \score-Block in einer
einzigen ‘.ly’-Datei eine eigene Ausgabe-Datei erzeugt werden soll,
dann muss jeder dieser Blöcke in einen eigenen \book-Block
gesetzt werden: Jeder \book-Block erzeugt dann eine
eigene Ausgabedatei.
Zusammenfassung:
Jeder \book-Block erzeugt eine eigene Ausgabedatei (z.B. eine
PDF-Datei). Wenn Sie keinen derartigen Block explizit angegeben haben,
setzt LilyPond den gesamten Dateiinhalt innerhalb eines einzigen
impliziten \book-Blocks.
Jeder \score-Block beschreibt ein eigenständiges Musikstück
innerhalb des \book-Blocks.
Jeder \layout-Block wirkt sich auf den \score- oder
\book-Block aus, in dem er auftritt. So wirkt z.B. ein
\layout-Block innerhalb eines \score-Blocks nur auf
diesen einen Block und seinen gesamten Inhalt, ein \layout-Block
außerhalb eines \score-Blocks (und daher innerhalb des implizit
erzeugten oder explizit angegebenen \book-Blocks) jedoch auf
alle \score-Blocks innerhalb dieses \book-Blocks.
Nähere Details finden sich im Abschnitt (notation)Mehrere Partituren in einem Buch in Abschnitt ‘Mehrere Partituren in einem Buch’ in Notationsreferenz.
Eine gute Möglichkeit zur Vereinfachung sind selbst definierte Variablen, wie auch in Stücke durch Variablen organisieren gezeigt. Alle Vorlagen verwenden diese Möglichkeit:
melodie = \relative {
c'4 a b c
}
\score {
\melodie
}
|
Wenn LilyPond diese Datei analysiert, nimmt es den Inhalt
von melodie (alles nach dem Gleichheitszeichen) und
fügt ihn immer dann ein, wenn ein \melodie
vorkommt. Die Namen sind frei wählbar, die Variable kann genauso
gut melodie, GLOBAL, rechteHandKlavier,
oder foofoobarbaz heißen.
Als Variablenname kann fast jeder beliebige Name benutzt werden,
allerdings dürfen nur Buchstaben vorkommen (also keine Zahlen, Unterstriche,
Sonderzeichen, etc.) und er darf nicht wie ein LilyPond-Befehl
lauten. Für mehr Information siehe
Tipparbeit durch Variablen und Funktionen einsparen. Die genauen
Einschränkungen sind beschrieben in
(notation)Die Dateistruktur in Abschnitt ‘Die Dateistruktur’ in Notationsreferenz.
Eine vollständige Definition des Eingabeformats findet sich in (notation)Die Dateistruktur in Abschnitt ‘Die Dateistruktur’ in Notationsreferenz.
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof Score is a (single) compound musical expression
Im vorigen Kapitel, Einführung in die Dateistruktur von LilyPond,
wurde die allgemeine Struktur einer LilyPond-Quelldatei
beschrieben. Aber anscheinend haben wir die wichtigste
Frage ausgelassen, nämlich wie man herausfindet, was nach
dem \score geschrieben werden soll.
In Wirklichkeit ist das aber gar kein Geheimnis. Diese Zeile ist die Antwort:
Ein
\scoreBlock enthält immer genau einen musikalischen Ausdruck.
Vielleicht wollen Sie noch einmal Musikalische Ausdrücke erklärt überfliegen. In diesem Kapitel wurde gezeigt, wie sich große musikalische Ausdrücke aus kleinen Teilen zusammensetzen. Noten können zu Akkorden verbunden werden usw. Jetzt gehen wir aber in die andere Richtung und betrachten, wie sich ein großer musikalischer Ausdruck zerlegen lässt. Zur Einfachheit soll nur ein Sänger und Klavier in unserem Beispiel eingesetzt werden. Wir brauchen keine Systemgruppe (StaffGroup), die einfach nur bewirkt, dass die Systeme mit einer Klammer zusammengefasst werden; sie wird also entfernt. Wir brauchen aber einen Sänger und ein Klavier.
\score {
<<
\new Staff = "Sänger" <<
>>
\new PianoStaff = "Klavier" <<
>>
>>
\layout { }
}
|
Hier wurden die Systeme (Staff) benannt: „Sänger“ und „Klavier“. Das ist zwar nicht direkt notwendig, aber es ist gut, sich diese Schreibweise anzugewöhnen, damit man immer sofort erkennt, um welches System es sich handelt.
Zur Erinnerung: mit << … >> (an Stelle von { … })
werden Noten gleichzeitig gesetzt.
Dadurch werden Vokalstimme und Klaviersystem übereinander
ausgegeben. Die << … >>-Konstruktion ist für das
Sänger-System nicht notwendig, wenn hier nur die Noten einer
einzigen Stimme eingefügt werden sollen, aber << … >>
anstelle von geschwungenen Klammern sind notwendig,
sobald mehr als eine Stimme oder etwa eine Notenstimme und
Gesangstext eingefügt werden sollen. In unserem Fall soll eine
Stimme mit Gesangstext notiert werden, sodass die spitzen Klammern
benötigt werden. Die Noten sollen erst später hinzugefügt werden,
hier also erst mal nur ein paar Platzhalternoten und Text. Wenn
Sie sich nicht erinnern, wie man Gesangstext notiert, lesen
Sie noch einmal \addlyrics in @ref{Setting simple songs}.
\score { << \new Staff = "Sänger" << \new Voice = "Singstimme" { c'1 } \addlyrics { And } >> \new PianoStaff = "Klavier" << \new Staff = "oben" { c'1 } \new Staff = "unten" { c'1 } >> >> \layout { } }
Jetzt haben wir viel mehr Details. Wir haben ein System (engl. staff)
für einen Sänger, in dem sich wieder eine Stimme (engl. voice)
befindet. Voice bedeutet für LilyPond eine Stimme (sowohl
gesungen als auch gespielt) und evtl. zusätzlich einen Text. Zusätzlich
werden zwei Notensysteme für das Klavier mit dem Befehl \new
PianoStaff gesetzt. PianoStaff bezeichnet die Piano-Umgebung (etwa
durchgehende Taktstriche und die geschweifte Klammer am Anfang), in der
dann wiederum zwei eigene Systeme ("oben" für die rechte Hand und
"unten"
für die linke) erstellt werden, auch wenn das untere System noch
einen Bassschlüssel erhalten muss.
Jetzt könnte man in diese Umgebung Noten einfügen. Innerhalb der
geschweiften Klammern neben \new Voice = "Singstimme"
könnte man
\relative {
r4 d''8\noBeam g, c4 r
}
|
schreiben. Aber wenn man seine Datei so direkt schreibt, wird
der \score-Abschnitt sehr lang und es wird ziemlich schwer zu
verstehen, wie alles zusammenhängt. Darum bietet es sich an, Bezeichner
(oder Variablen) zu verwenden. Sie wurden zu Beginn des vorigen
Abschnitts erklärt, erinnern Sie sich? Damit wir sicher gehen
können, dass der Inhalt der text-Variable als Gesangstext
interpretiert wird, wird ihm \lyricmode voran gesetzt. Wie
\addlyrics wird hiermit in den Eingabemodus für Gesangstext
gewechselt. Ohne diesen Befehl würde LilyPond versuchen, den Inhalt
der Variable als Noten zu interpretieren und dabei eine Menge
Fehler produzieren. (Einige andere Eingabemodi sind außerdem noch
verfügbar, siehe
(notation)Input modes in Abschnitt ‘Input modes’ in Notationsreferenz.)
Also haben wir, wenn wir ein paar Noten und einen Bassschlüssel für die linke Hand hinzufügen, folgendes Beispiel:
melodie = \relative { r4 d''8\noBeam g, c4 r } text = \lyricmode { And God said, } oben = \relative { <g' d g,>2~ <g d g,> } unten = \relative { b,2 e } \score { << \new Staff = "Sänger" << \new Voice = "Singstimme" { \melodie } \addlyrics { \text } >> \new PianoStaff = "Klavier" << \new Staff = "oben" { \oben } \new Staff = "unten" { \clef "bass" \unten } >> >> \layout { } }
Beim Schreiben (oder Lesen) einer \score-Umgebung
sollte man langsam und sorgfältig vorgehen. Am besten fängt
man mit dem größten Gebilde an und definiert dann die darin
enthaltenen kleineren der Reihe nach. Es hilft auch, sehr
genau mit den Einzügen zu sein, so dass jede Zeile, die
der gleichen Ebene angehört, wirklich horizontal an der
gleichen Stelle beginnt.
Benutzerhandbuch: (notation)Struktur einer Partitur in Abschnitt ‘Struktur einer Partitur’ in Notationsreferenz.
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof Nesting music expressions
Notenzeilen (die ‚Staff‘-Kontexte) müssen nicht unbedingt gleich zu Beginn erzeugt werden – sie können auch zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt werden. Das ist vor allem nützlich, um (music-glossary)ossia in Abschnitt ‘Ossias’ in Glossar zu erzeugen. Hier folgt ein kurzes Beispiel, wie eine zusätzliche temporäre Notenzeile für nur drei Noten erzeugt werden kann:
\new Staff { \relative { r4 g'8 g c4 c8 d | e4 r8 << { f8 c c } \new Staff { f8 f c } >> r4 | } }
Wie man sieht, ist die Größe des Notenschlüssels dieselbe, wie sie auch bei einer Schlüsseländerung auftritt – etwas kleiner als der Schlüssel am Beginn einer Notenzeile. Dies ist normal für Notenschlüssel, die innerhalb einer Notenzeile gesetzt werden.
Der Ossia-Abschnitt kann auch oberhalb der Hauptnotenzeile gesetzt werden:
\new Staff = "Hauptzeile" { \relative { r4 g'8 g c4 c8 d | e4 r8 << { f8 c c } \new Staff \with { alignAboveContext = "Hauptzeile" } { f8 f c } >> r4 | } }
Dieses Beispiel benutzt den \with-Befehl, der später noch
genauer erklärt wird. Damit kann das Standardverhalten einer
einzelnen Notenzeile geändert werden: Hier wird einfach angegeben,
dass die neue Notenzeile oberhalb der bereits existierenden Zeile
mit Namen „Hauptzeile“ plaziert werden soll, anstatt
standardmäßig unterhalb.
Ossia werden oft ohne Notenschlüssel und Taktangabe gedruckt, meist auch etwas kleiner als die anderen Notenzeilen. Dies ist natürlich auch in LilyPond möglich, benötigt aber Befehle, die bisher noch nicht vorgestellt wurden. Siehe Größe von Objekten und (notation)Ossia-Systeme in Abschnitt ‘Ossia-Systeme’ in Notationsreferenz.
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] | [Anfang] | [Inhalt] | [Index] | [ ? ] |
@translationof On the un-nestedness of brackets and ties
Sie haben bisher zahlreiche verschiedene Arten von Klammern und Klammer-artigen Konstruktionen beim Schreiben von Musik mit LilyPond kennengelernt. Diese folgen verschiedenen Regeln, die zu Beginn vielleicht verwirrend wirken. Bevor die genauen Regeln vorgestellt werden, wollen wir die diversen Klammerarten und Arten von Klammer-artigen Konstrukten kurz rekapitulieren:
| Klammerart | Funktion |
|---|---|
{ … } | Umschließt ein sequenzielles Musiksegment |
< … > | Umschließt die Noten eines Akkords |
<< … >> | Umschließt parallele Musikausdrücke |
( … ) | Markiert den Beginn und das Ende eines Haltebogens |
\( … \) | Markiert den Beginn und das Ende eines Phasierungsbogens |
[ … ] | Markiert den Beginn und das Ende eines manuell erzeugten Balkens |
Zusätzlich sollten vielleicht noch einige weiter Konstruktionen
erwähnt werden, die Noten auf irgendeine Art und Weise verbinden:
Haltebögen (durch eine Tilde ~ markiert),
N-tolen (als \tuplet x/y { … } geschrieben) und
Vorschlagnoten (als \grace{ … } notiert).
Außerhalb von LilyPond fordert die übliche Benutzung von
Klammern, dass die entsprechenden Arten korrekt verschachtelt
werden, wie z.B. in << [ { ( … ) } ] >>. Die
schließenden Klammern kommen dabei in der umgekehrten Reihenfolge
wie die öffnenden Klammern vor. Dies ist auch in LilyPond
ein Muss für die drei Klammerarten, die in obiger
Tabelle mit dem Wort ‚Umschließt‘ beschrieben werden – sie
müssen korrekt geschachtelt werden.
Die restlichen Klammer-artigen Konstruktionen (durch ‚Markiert‘
in der Tabelle oben beschrieben), die Haltebögen und die Triolen
brauchen jedoch mit
den anderen Klammern oder Klammer-artigen Konstrukten nicht
unbedingt korrekt geschachtelt werden. Tatsächlich sind sie auch
keine Klammern in dem Sinn, dass sie etwas umschließen, sondern
viel mehr Indikatoren, an welcher Stelle ein bestimmtes
musikalisches Objekt beginnt oder endet.
So kann also z.B. einen Phrasierungsbogen vor einem manuellen Balken beginn, jedoch schon vor dem Ende des Balkens enden. Dies mag zwar musikalisch wenig Sinn ergeben, ist aber in LilyPond auch möglich:
\relative { g'8\( a b[ c b\) a] g4 }
Im Allgemeinen können die verschiedenen Klammerarten, Klammer-artigen Konstruktionen, Haltebögen, Triolen und Vorschlagnoten beliebig kombiniert werden. Das folgende Beispiel zeigt einen Balken, der in eine Triole reicht (Zeile 1), eine Bindebogen, der ebenfalls in eine Triole reicht (Zeile 2), einen Balken und einen Bindebogen in eine Triole, ein Haltebogen, der über zwei Triolen läuft, sowie einen Phrasierungsbogen, der in einer Triole beginnt (Zeilen 3 und 4).
\relative { r16[ g' \tuplet 3/2 { r16 e'8] } g,16( a \tuplet 3/2 { b16 d) e } g,8[( a \tuplet 3/2 { b8 d) e~] } | \tuplet 5/4 { e32\( a, b d e } a4.\) }
| [ < ] | [ > ] | [ << ] | [ Nach oben ] | [ >> ] |
Dieses Dokument wurde erzeugt von gub am 13. Juli 2020 durch texi2html 1.82.
Andere Sprachen: English, català, česky, español, français, magyar, italiano, 日本語, nederlands.
Über die automatische Sprachauswahl.