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@translationof Final touches
Das ist das letzte Kapitel des Tutoriums. Hier soll demonstriert werden, wie man den letzten Schliff an einfachen Stücken anbringen kann. Gleichzeitig dient es als Einleitung zum Rest des Handbuches.
| 2.4.1 Stücke durch Variablen organisieren | ||
| 2.4.2 Titel hinzufügen | ||
| 2.4.3 Absolute Notenbezeichnungen | ||
| 2.4.4 Nach dem Tutorium |
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@translationof Organizing pieces with variables
Wenn alle die Elemente, die angesprochen wurden, zu größeren Dateien
zusammengefügt werden, werden auch die musikalischen Ausdrücke sehr
viel größer. In polyphonen Dateien mit vielen Systemen kann das
sehr chaotisch aussehen. Das Chaos kann aber deutlich reduziert werden,
wenn Variablen definiert und verwendet werden.
Variablen (die auch als Bezeichner oder Makros bezeichnet werden) können einen Teil der Musik aufnehmen. Sie werden wie folgt definiert:
bezeichneteMusik = { … }
|
Der Inhalt des musikalischen Ausdrucks bezeichneteMusik kann
dann später wieder benutzt werden, indem man einen Backslash davor setzt
(\bezeichneteMusik), genau wie bei jedem LilyPond-Befehl.
violin = \new Staff { \relative { a'4 b c b } } cello = \new Staff { \relative { \clef "bass" e2 d } } { << \violin \cello >> }
In den Namen der Variablen dürfen nur Buchstaben des Alphabets verwendet werden, keine Zahlen oder Striche.
Variable müssen vor dem eigentlichen musikalischen Ausdruck definiert werden. Sie können dann aber beliebig oft verwendet werden, nachdem sie einmal definiert worden sind. Sie können sogar eingesetzt werden, um später in der Datei eine neue Variable zu erstellen. Damit kann die Schreibarbeit erleichtert werden, wenn Notengruppen sich oft wiederholen.
tripletA = \relative { \tuplet 3/2 { c'8 e g } } barA = { \tripletA \tripletA \tripletA \tripletA } { \barA \barA }
Man kann diese Variablen auch für viele andere Objekte verwenden, etwa:
width = 4.5\cm
name = "Wendy"
aFivePaper = \paper { paperheight = 21.0 \cm }
|
Abhängig vom Kontext kann solch ein Bezeichner in verschiedenen Stellen verwendet werden. Das folgende Beispiel zeigt die Benutzung der eben definierten Bezeichner:
\paper {
\aFivePaper
line-width = \width
}
{
c4^\name
}
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@translationof Adding titles
Titel, Komponist, Opusnummern und ähnliche Information werden in
einer \header-Umgebung eingefügt. Diese Umgebung befindet sich
außerhalb der musikalischen Ausdrücke, meistens wird die
\header-Umgebung direkt nach der Versionsnummer eingefügt.
\version "2.21.3"
\header {
title = "Symphony"
composer = "Ich"
opus = "Op. 9"
}
{
… Noten …
}
|
Wenn die Datei übersetzt wird, werden Titel- und Komponisteneinträge über der Musik ausgegeben. Mehr Information über die Titelei findet sich im Abschnitt (notation)Titel Kopf und Fußzeilen erstellen in Abschnitt ‘Titel Kopf und Fußzeilen erstellen’ in Notationsreferenz.
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@translationof Absolute note names
Bis jetzt haben wir \relative benutzt, um Tonhöhen zu
bestimmen. Für gewöhnlich ist das die schnellste Methode, Musik einzugeben.
Ohne \relative werden Tonhöhen als absolute Angaben interpretiert.
In diesem Modus werden alle Tonhöhen von LilyPond als absolute Werte
interpretiert. Ein c' ist dann also immer das eingestrichene C, ein
b ist immer das kleine h unter dem eingestrichenen C, und ein
g, ist immer das große G – also die Note auf der unteren Linie
im Bass-Schlüssel.
{ \clef "bass" c'4 b g, g, | g,4 f, f c' | }
Das Schreiben einer Melodie im Violinschlüssel erfordert eine Vielzahl
von Apostrophen ', wie z.B. in diesem Fragment von Mozart:
{ \key a \major \time 6/8 cis''8. d''16 cis''8 e''4 e''8 | b'8. cis''16 b'8 d''4 d''8 | }
Gemeinsame Oktavierungsmarkierungen können einmalig mit dem Befehl
\fixed, gefolgt von einer Bezugstonhöhe, bestimmt werden:
\fixed c'' { \key a \major \time 6/8 cis8. d16 cis8 e4 e8 | b,8. cis16 b,8 d4 d8 | }
Im Modus \relative benötigt das vorherige Beispiel überhaupt keine
Oktavierungsmarkierungen, denn die Melodie enthält keine Intervalle, die
größer wären als eine Quarte:
\relative { \key a \major \time 6/8 cis''8. d16 cis8 e4 e8 | b8. cis16 b8 d4 d8 | }
Wenn man einen Fehler durch ein Oktavierungszeichen ('
oder ,) im \relative-Modus macht, ist er sehr
schnell zu finden, denn viele Noten sind nacheinander in der
falschen Oktave. Im absoluten Modus dagegen ist ein einzelner Fehler
nicht so deutlich und deshalb auch nicht so einfach zu finden.
Trotz allem ist der absolute Modus gut für Musik mit sehr großen Sprüngen und vor allem für computergenerierte LilyPond-Dateien. Wenn man Melodiefragmente kopiert und einfügt, dann behält sie im absoluten Modus die originale Oktavlage.
Bisweilen ist Musik komplexer aufgebaut. Schachtelt man \relative
ineinander, dann sind der innere und äußere Bereich unabhängig voneinander:
\relative { c'4 \relative { f'' g } c }
Möchte man den absoluten Modus innerhalb von \relative verwenden,
dann gehört die absolute Musik innerhalb \fixed c { … }
gepackt und deren Tonhöhen beeinflussen dann nicht die Oktavlage der
relativen Musik:
\relative { c'4 \fixed c { f'' g'' } c | c4 \fixed c'' { f g } c }
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@translationof After the tutorial
Wenn Sie dieses Tutorium absolviert haben, sollten Sie am besten ein paar Stücke selber notieren. Beginnen Sie mit den Vorlagen und fügen Sie einfach Ihre Noten dazu. Wenn Sie irgendetwas brauchen, das nicht im Tutorium besprochen wurde, schauen Sie sich den Abschnitt Alles über die Notation an, angefangen mit (notation)Musikalische Notation in Abschnitt ‘Musikalische Notation’ in Notationsreferenz. Wenn Sie für ein Instrument oder Ensemble Noten schreiben wollen, für das es keine Vorlage gibt, schauen Sie sich Erweiterung der Vorlagen an.
Wenn Sie ein paar kurze Stücke notiert haben, lesen Sie den Rest des Handbuchs zum Lernen (Kapitel 3–5). Natürlich können Sie auch sofort weiterlesen. Die nächsten Kapitel sind aber mit der Annahme geschrieben, dass Sie die Eingabesprache von LilyPond beherrschen. Sie können die weiteren Kapitel auch überfliegen und dann darauf wieder zurückkommen, wenn Sie einige Erfahrungen im Notieren gewonnen haben.
In diesem Tutorium, genauso wie im gesamten Handbuch zum Lernen, befindet sich ein Abschnitt Siehe auch am Ende jedes Abschnittes, wo sich Verweise auf andere Abschnitte befinden. Diesen Verweisen sollten Sie nicht beim ersten Durchlesen folgen; erst wenn Sie das gesamte Handbuch zum Lernen gelesen haben, können Sie bei Bedarf diesen Verweisen folgen, um ein Thema zu vertiefen.
Bitte lesen Sie jetzt Überblick über die Handbücher, wenn Sie es bisher noch nicht getan haben. Es gibt ungeheuer viel Information über LilyPond, so dass Neulinge sich nicht sofort zurecht finden. Wenn Sie auch nur ein paar Minuten in diesem Abschnitt lesen, können Sie sich Stunden frustrierendes Suchen an der falschen Stelle ersparen!
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